Tödliches Ajmalin

MINOLTA DIGITAL CAMERA

Der sogenannte Todespfleger von Delmenhorst ermordete seine Opfer indem er ihnen Ajmalin, ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, injizierte.

Das gleiche Medikament schickte auch mich im vergangenen Oktober über den Jordan, nachdem der Notarzt die gesamte Ladung innerhalb einer Sekunde, statt der üblichen 5 Minuten, in meine Armvene drückte und damit für eine quasi-tödliche Intoxikation sorgte, die zu Kammerflimmern mit Kreislaufstillstand führte.

Es folgte: Defibrillation, Beatmung, Herzmassage, Adrenalin, Dopamin.

Der Delmenhorster Pfleger langweilte sich bei der Arbeit.
Spaß hingegen machte ihm die Reanimation der eigens dafür ins Off gespritzten Patienten.
Sie bescherte ihm darüber hinaus, neben Spannung und Gänsehaut, zusätzlich die Anerkennung der Kollegschaft.

Eine schmerzliche Welle des Mitgefühls überkommt mich für Diejenigen, die diesen Tod zu Ende sterben mussten.
Und gruselnd frage ich mich, ob mein Notarzt möglicherweise auch ein Gelegenheitskiller ist.

Glück gehabt, icke.

 

Foto: „Adrenalin Ampulle“ von de:User:Flothi – Fotograf: F. Thillmann. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Adrenalin_Ampulle.jpg#/media/File:Adrenalin_Ampulle.jpg