Ach, Berlin

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Abends auf dem staubigen Platz.
Im Schatten der Platanen sitzen wir auf unserer Bank. Der Hund liegt schlafend zu meinen Füßen. Es ist immer noch sehr warm, hier und da lagern kleine Grüppchen auf dem vertrockneten Rasen, irgendwo spielt jemand Gitarre, einzelne Fetzen Spanisch, Französich und Englisch branden an unser Ohr; wir essen Tomaten mit Büffelmozzarella und trinken Jever alkoholfrei. Zum Ausgleich für den ausbleibenden Suff trägt das Bier den Zusatz „fun“.
Wir sprechen über die Kanzlerbahn, das Schloß, den Flughafen und lachen.

(Jugend ist Rausch ohne Wein)

Es ist Sommer in der Stadt, mit der ich so glücklich bin, wie mit einer alten Liebe. Groß genug auch Jahre der Entfremdung zu überstehen, lodert dieses Gefühl immer wieder auf´s Neue auf und brennt sich mit jedem Mal noch tiefer ins sehnende Herz.

Wenn ich auch manchmal anders töne: ich liebe Berlin.