Hab ich schon mal erzählt von der Frau, die Absagen schrieb?

Diese Frau setzte sich an den Küchentisch, durchstöberte die Zeitungen und Magazine nach Stellenangeboten und verfasste schließlich ein jeweils passendes Anschreiben, das folgendermaßen aufgebaut war: zunächst legte sie ihr großes Interesse und ihre Qualifikation resp. Eignung für den Job dar, dann berichtete sie von ihrem inneren Ringen, dem Kampf, den sie seit Tagen mit sich selbst austrug, um schließlich und endlich von dem Ergebnis zugunsten ihres derzeitigen Kräftehaushaltes zu berichten:

„… bin ich nach langem Ringen und zu meinem eigenen großen Bedauern zu dem Schluss gekommen, dass ich den Job in meiner derzeitigen Lebenssituation nur übernehmen könnte, wenn ich konsequent über jede meiner Grenze hinwegginge.

… wünsche Ihnen viel Erfolg bei der weiteren Suche nach der passenden Mitarbeiterin.“

Ich mag solche schrägen Vögel, auch wenn sie mich immer ein wenig traurig stimmen.