Vergnügungssüchtig

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Wenn meine Familie das liest, werde ich enterbt: ich habe mich tatsächlich an eine Heilerin gewandt, die meinen Hund retten möge. Schaden kann es nicht und ich glaube sowenig an solche Dinge, wie ich nicht an sie glaube. Beides gleichermaßen, nämlich ganz und gar nicht. Und wie gesagt: es schad ja nix. Ob es wohl bitte helfen könnte?

Heute Morgen begrüßt mich der kleine frisch gewaschene Hund seit langem mal wieder ausgiebig. Das gesamte Ritual, inklusive der Jagd nach der Plüschkrabbe, die ich der Einfachheit halber Ball nenne.

So sollte man es im eigenen Leben auch halten: alles was Spaß macht heisst Ball, ganz gleich, wie sich die Vorlieben im Laufe der Zeit wandeln mögen: den Ball in der Luft halten, werfen und fangen. In stetem Wechsel. Manchmal leider auch Prellball.

Potsch!

Die Sonne scheint und wenn alles gut läuft schaffe ich es heute doch noch an den See, meinen See, ehe die neue Woche mit ihren Herausforderungen heranschwappt. Übers Wasser gehen.

Die Chemo des Hundes beginnt in zwei Tagen, morgen noch ein langer und letzter Zahnarzttermin, den Rest der Woche widme ich den Nebenwirkungen bzw der Heilung von Tölchen. Alles ist in die Wege geleitet, das wäre doch gelacht.

Laut lachen musste ich gestern Abend – oder war es schon Nacht? – als ich von meinem beginnenden Asthma als Reaktion auf meine Katzen, bzw. auf das Zuviel von Allem, berichte und zur Antwort gefragt werde ob ich vergnügungssüchtig sei.

Sicher doch!

Zum See werde ich einen kleinen Tischtennisball mitnehmen.
So lange er auf dem Wasser schwimmt mache ich mir keine Sorgen.

 

 

 

(ist das ein Körper? )

 

 

Bld: diàda, flickr
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