Obacht

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Ein Lichtblick: die Sonne scheint.
Außerdem: 20 Meter am Stück ist der Hund gestern gelaufen. Die Rute aufgestellt, stakste sie vergnügt über den Platz. Irgendwann brachen die Hinterbeine weg und ich musste sie nach Hause tragen. Trotzdem: ein Anfang (innerhalb dieses langen Endes).

Judith Hermanns Sommerhaus, später. Immer wieder hat man mir das Buch ans Herz gelegt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür und es gefällt mir außerordentlich gut. Der kühle Sound der 90er in Berlin. Dazu ihr lakonischer Erzählstil.
Ich bin sicher: mit einem wutroten Korallenarmbändchen, geerbt von der russischen Großmutter, hätte auch mein Leben einen anderen Verlauf genommen.
Den erschossenen Großvater haben eine Protagonistin und ich gemein.

Das Tonnengewicht auf meinen Schultern macht es sich gemütlich. Der Anwalt steht in den Startlöchern. Zum Glück hab ich eine Rechtschutzversicherung. Das entlastet. Wir werden sehen ob es nützt. Der Bekannte unterstützt mich mit sachlichem Verstand.
Am liebsten möchte ich immerzu umarmt werden oder schlafen, heute am Weltschlaftag. Man kann nicht alles haben.

Der Hundenachbar sagt: Achtung, die Haschbrüder haben ihre Spritzen ins Gebüsch geworfen!
Ich bedanke mich für den wertvollen Hinweis.

Immer Obacht! ruft er mir hinterher.
Ich weiss.

 

 

 

 

 

 

Der neue WordPress Editor mit seinem beep beep boop boop-Gehabe kann nicht mal Absätze aufrecht erhalten. Kaum veröffentlicht, sind die wohlweise bedachten Pausen perdu. Der WP-Admin, der alte Hase, der kann das.

 

 

 

 

 

 

Bild: Hermes Marana, day 49, flickr
Lizenz: https://www.flickr.com/photos/hermesmarana/6902452341/in/faves-139247418@N03/