über Bande

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Vier Beiträge stehen in meiner neuen Blogbaustelle und tatsächlich verzeichne ich dort in der geheimen Fremde bereits 70 Aufrufe aus dem großen weiten und ewig rätselhaften Netz. Doch niemand spricht zu mir, krault mir den Kopf und sagt: Huhu, ich bin´s.
Das ist wie Peepshow und ich drin im Kämmerchen und alle anderen draußen und keiner gibt sich zu erkennen, korrekterweise erwähne ich hier auch mal die Keine, die sich nicht zeigt. Immer nutze ich nämlich nur die männliche Variante, Normalsprech der Ignoranten und der Müden. Selten bis nie gendere ich und jetzt aber doch mal, denn ich habe sie regelrecht vor Augen, die Keine und den Keiner, wie sie vor meinem neuen seelenlosen Blogverlies stehen und durch die schmalen Sehschlitze (jetzt wieder Peepshow vorstellen) schmulen, um zu schauen, was die Fremde dorten so treibt.
Die hockt mothersoulen in dem unmöblierten Raum, hat einen Block auf ihren Oberschenkeln und schreibt einen Brief an Keine und Keinen. Denn ohne Publikum kann sie nicht. Mindestens vorstellen muss sie sich eines, doch unerwartet unbeholfen bleibt dieses Schreiben, dem die Heimat der Zeit, des Ortes und der Menschen fehlt und Mothersoul fragt sich, ob sie die Kraft und überhaupt den Willen hat und aufbringt, ein neues Zuhause zu erschaffen und es mit Liebe und Leben zu bevölkern (quasi als 1-Personen-Volk, inklusive Richter und Henker) oder ob sie zurück kehren sollte in die entweihten Räume, wo Keiner und Keine über die Jahre zu vertrauten Größen geworden waren, die Tag für Tag hinter dem Gartenzaun oder vielleicht sogar am Fenster standen und in das Puppenhaus hineinschauten, bis drinnen die Lichter ausgingen, wo aber plötzlich Dieser und Jene mitten im Zimmer stehen, nachdem ihnen ihre Tarnkappe entrissen wurde, und schamlos jeden Schritt Mothersouls abfilmen.

Das Dilemma: der neue Ort ist ein Raum ohne Echo. In dem alten Salon sitzt die halbe Sippschaft auf der Bettkante, wenn der Bekannte und ich zur Nacht uns küssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: diada, flickr
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