somewhere

IMG-20160620-WA0000
Beim Hereinfahren in den Ort, sehen wir eine  Frau, die ein Aquarium an einer Drahtschlinge spazierenträgt, wie eine Handtasche.
Vielleicht war es doch eher ein Windlicht, denke ich später. Schwer vorstellbar, dass die Menschen in dieser beschaulichen Stadt so exaltiert und überkandidelt sein könnten, wie die Berliner (es gerne wären und stets tun).

Dass wir in der Siechenstraße parken ist reiner Zufall.
Zum See sind es von dort nur wenige Schritte den Hang hinunter.

Unten angelangt sehe ich das Schilf. Ich erkenne den Ort wieder, doch es kommt keine feierliche Stimmung auf. Hier war es, das weiss ich. Hier bin ich ins Wasser gegangen. Die Empfindung dazu ist weit weg. Zu lebendig bin ich. Zu wach und klar. Zu sehr hier.

/

Es gibt ein Bild von mir, das nur in mir selbst existiert. Die Situation gab es so wahrscheinlich nie, vielleicht gibt es auch den Ausdruck nicht, die Haltung und nicht einmal das Gefühl als real durchlebtes.
Ich sehe mich dort im Seitenprofil, nach vorne blickend, nicht versonnen oder in irgendeiner Weise erwartungsvoll, sondern ganz und gar anwesend und stark. Eine leichte Brise weht mir die Haare aus dem Gesicht und ich stehe in der hellen Gegenwart, im schieren Moment und blicke mit meinen Augen in die Welt, mit der ich untrennbar verbunden bin.
Zuversichtlich und frei.

 

/

 

Damals, im Krankenhaus, wusste ich es. Es war mehr als eine Ahnung, es war Gewissheit. Ich konnte die Zeichen lesen, die Hinweise verstehen, doch ich habe sie konsequent ignoriert. Missachtet.
Das Unheil hatte an meine Tür geklopft und ich hatte es eingelassen.
Ein Turm nach dem anderen stürzte,  die halbe Stadt lag inzwischen in Trümmern und immer noch spielte ich Ping-Pong mit dem Untergang.

 

/

Den Ball habe ich gestern in den See geworfen.
Dort ist er gut aufgehoben.

/

 

Großmeisterin der vordergründigen Symbolik.
Icke.