A propósito DSGVO

Mich erreichte eine freundliche Mail eines kundigen Menschen, der die DSGVO in dem Betrieb, für den er als Anwalt arbeitet, umsetzen muss.

Es ist alles halb so wild, schreibt er. In meinem Blog, für das ich bezahle (35,88 € jährlich) und auf dem daher keine Werbung geschaltet wird, vielleicht noch etwas weniger als auf anderen, grundsätzlich aber haben wir Bloger*innen nichts zu befürchten.

 

Der freundliche Anwalt schreibt, und das gilt für alle Blogger*innen, auch für die bei denen z.B. WordPress Werbung einspielt:

 

“ Bei privaten Blogs, die keine Werbung machen oder schalten und die auch nichts verkaufen, besteht zunächst faktisch kein Risiko, wegen DSGVO-Verstößen bestraft zu werden. Die DSGVO gilt nicht für rein persönliche Onlineaktivitäten ohne beruflichen oder wirtschaftlichen Bezug. Abgesehen davon haben die Datenschutzbehörden die nächste Zeit anderes zu tun, als Bußgelder gegen Blogs zu verhängen. Wenn keine kommerzielle Tätigkeit besteht, kann man auch nicht Gegenstand von Abmahnungen werden.

Auch Blogs mit kleineren werblichen Aktivitäten sollten erstmal sicher sein (regelmäßig könnten diese schon jetzt wegen verschiedener Versäumnisse abgemahnt werden, das passiert aber praktisch nicht). Hier sollte man aber genau beobachten, ob es nach dem 25.5. erste Fälle gibt.

Bei den meisten Blogs werden über Kommentarfunktionen und Plugins Daten auf eine Art erhoben und verwendet, die wahrscheinlich nicht datenschutzkonform ist. Deswegen sollte man sich von allen nicht benötigten Plugins trennen und sich in Bezug auf die weiter verwendeten Funktionen kundig machen, welche Mustererklärungen bzw. Verhaltenshinweise es von den Blogplattformen etc. gibt. Bis Ende des Jahres sollte man in der Lage sein, alles dann auch DSGVO-konform anzubieten und abzuwickeln. Für kurzfristigen Aktionismus besteht aber kein Anlass.“

 

Ich habe die Erlaubnis, das hier so zu veröffentlichen.
Meine größten Sorgen sind damit ausgeräumt.

Herzlichen Dank an den Herrn Rechtsanwalt!