Chiffon, nonchalant

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Unbeschwerte Zügellosigkeit

Zur Vermeidung der weiteren Offenbarung privater Details, könnte ich mich in diesem Blog darauf verlegen, nur noch über´s Bloggen zu bloggen. Ganz und gar selbstreferenziell auf die tantenmäßig langweiligste Art (ich darf das sagen, ich bin selber eine).
Ich könnte mich beipielsweise darüber auslassen, wie gut der Rückhalt durch ein wohlwollendes (Blog-)Publikum tut, wenn man das anfasst, was man früher als heißes Eisen bezeichnete und heute irgendwie anders nennt (wie eigentlich? Brisant?).
Hier in meinem angestammten Blog kann ich z.B. getrost erzählen, dass die Schauspiellehrerin mir von der Weigerung ihrer (Privat-)Schüler berichtete, ein Stück einzuüben in dem das N-Wort vorkommt, gleichwohl das Stück in kolonialen Zeiten spielt und die Kolonialherren und Sklaventreiber bekanntermaßen nicht poc oder woc sagten, sondern Neger.
Das Wort zu benutzen findet heute niemand kaum jemand, nur noch 8 % der Bevölkerung gut und mir fällt es überaus schwer, es überhaupt so nonchalant hinzuschreiben. Drüben im Versuchsblog würde ich das überhaupt nicht wagen. Doch hier wähne ich mich einigermaßen in Sicherheit und hoffe auf Verständnis dafür, dass die zu erzählende Geschichte diese Ausdrücklichkeit ausnahmsweise erforderlich machte.
Möglicherweise, so denke ich, habe ich mir über die Jahre vielleicht einen klitzekleinen Bonus zusammengeschrieben und die hier Mitlesenden ahnen, dass ich nicht rassistischer bin, als die Zeit in der ich lebe, und dass ich, wenn ich diskriminiere dies meist durch positive Zuschreibungen tue. Durch zweischneidige Bewunderung für sogenannte Randgruppen (die ich förmlich vor mir sehe, wie sie so am Tellerand stehen, kurz vor dem Sturz ins Bodenlose).

Die Schauspielschüler wollen also nicht das N-Wort aussprechen und können deshalb kein Stück aus der Kolonialzeit einstudieren und somit auch nicht auführen.
Aus ihrer eigenen Blase heraus zu treten und in die Welt zu blicken, die ihnen den Weg bis hierhin bereitet hat, verursacht ihnen schlimmes Unbehagen und die Schauspiellehrerin muss sich, um weiterhin ihr Brot verdienen zu können, dem Wunsch und Willen der Schülerschaft beugen und nur noch moderne Stücke, ohne Reizworte, mit ihnen einstudieren, denn der Kunde ist König und die Vergangenheit lässt man besser ruhen. Oder man benennt sie um.

So, wie ich mein Blog, könnte ich jetzt noch hinzufügen, um irgendwie den Bogen zu spannen zum Anfang des Textes.

 

Liebe Lesers, es ist schön, dass Ihr hier seid!

 

 

 

 

Bild: diada, flickr
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

über Bande

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Vier Beiträge stehen in meiner neuen Blogbaustelle und tatsächlich verzeichne ich dort in der geheimen Fremde bereits 70 Aufrufe aus dem großen weiten und ewig rätselhaften Netz. Doch niemand spricht zu mir, krault mir den Kopf und sagt: Huhu, ich bin´s.
Das ist wie Peepshow und ich drin im Kämmerchen und alle anderen draußen und keiner gibt sich zu erkennen, korrekterweise erwähne ich hier auch mal die Keine, die sich nicht zeigt. Immer nutze ich nämlich nur die männliche Variante, Normalsprech der Ignoranten und der Müden. Selten bis nie gendere ich und jetzt aber doch mal, denn ich habe sie regelrecht vor Augen, die Keine und den Keiner, wie sie vor meinem neuen seelenlosen Blogverlies stehen und durch die schmalen Sehschlitze (jetzt wieder Peepshow vorstellen) schmulen, um zu schauen, was die Fremde dorten so treibt.
Die hockt mothersoulen in dem unmöblierten Raum, hat einen Block auf ihren Oberschenkeln und schreibt einen Brief an Keine und Keinen. Denn ohne Publikum kann sie nicht. Mindestens vorstellen muss sie sich eines, doch unerwartet unbeholfen bleibt dieses Schreiben, dem die Heimat der Zeit, des Ortes und der Menschen fehlt und Mothersoul fragt sich, ob sie die Kraft und überhaupt den Willen hat und aufbringt, ein neues Zuhause zu erschaffen und es mit Liebe und Leben zu bevölkern (quasi als 1-Personen-Volk, inklusive Richter und Henker) oder ob sie zurück kehren sollte in die entweihten Räume, wo Keiner und Keine über die Jahre zu vertrauten Größen geworden waren, die Tag für Tag hinter dem Gartenzaun oder vielleicht sogar am Fenster standen und in das Puppenhaus hineinschauten, bis drinnen die Lichter ausgingen, wo aber plötzlich Dieser und Jene mitten im Zimmer stehen, nachdem ihnen ihre Tarnkappe entrissen wurde, und schamlos jeden Schritt Mothersouls abfilmen.

Das Dilemma: der neue Ort ist ein Raum ohne Echo. In dem alten Salon sitzt die halbe Sippschaft auf der Bettkante, wenn der Bekannte und ich zur Nacht uns küssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: diada, flickr
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Guck mal, was ich kann

Während meiner Anfangszeit in der Blogwelt besuchte ich regelmäßig die Seite einer Frau, die, neben ihrem komplizierten Liebesleben, auch Einblick in ihre diversen Hautreaktionen auf unterschiedlichste Umwelteinflüsse gewährte. Mit Fotos. Irgendwann hörte sie auf damit. Das ist schade, denn ich las dort gerne, gleichwohl die Beziehungen, die sie zu Männern unterhielt, geprägt zu sein schienen von lustvoller körperlicher Gewalt, wie die blauroten Striemen auf ihren Oberschenkelinnenseiten nahelegten. Freundin B., die ein großes Interesse an kosmetisch-chirurgischen Eingriffen hat und Abonnentin mehrerer youtube-Kanäle mit diesem Thema ist, sowie Hautarztblogs liest, hätte ihre Freude daran gehabt. Denn jede dermatologische Varianz des Alltäglichen ist ihr ein Fest (Fest/ Weihnachten → Kurve gekriegt). Der B. zum Gefallen und weil mein Kopf viel zu müde ist für eine richtige Weihnachtsgeschichte, spendiere ich hier der Leserschaft das wohl privateste Foto, das es je auf meinem Blog gab:

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tikerscherks Reaktion auf Kälte

Mittenmang

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Manchmal ist Bloggen wie Klassenfahrt. Man verreist zusammen, sitzt abends in Grüppchen in den Stockbetten, hat Spaß und vielleicht sogar Freude, lacht, spielt irgendetwas und manche flirten ein wenig miteinander. Ohne Absichten, versteht sich. Ist ja nur Internet.

Es gibt, wie im richtigen Leben, die enigmatischen Einzelgänger und, als das andere Extrem, die geselligen Frohnaturen, die hier und da zu einem Plausch verweilen und zu jedem Thema etwas beizutragen haben. Es gibt jene, die bewundern und die, die bewundert werden wollen. Der eine trinkt, der andere raucht und eine backt Kuchen und reicht Schnittchen. Das sind die Mütterlichen, die braucht es in jeder Gruppe, so, wie es den Klassenclown geben muss. Außerdem sind da noch die Trolls, die Spaßverderber, die durch ihr regelwidriges Verhalten für einen noch größeren Zusammenhalt sorgen. Jeder füllt seine Nische, fühlt sch mehr oder weniger wohl darin, und irgendwann macht man die Kiste aus, die Reise ist vorbei und alle gehen nach Hause. Jeder für sich. Man verabschiedet sich, ein bisschen erfüllt und ein wenig leer vom vielen Reden und Lachen und den langen Nächten. Ausgelaugt und müde ist man. Man schläft erstmal, ernüchtert langsam und dann setzt man sich wieder an den Schreibtisch, geht an die Arbeit und braucht ganz dringend Rückzug und Zeit für sich.
So geht es mir.

Nach quirlig-heiterer Geselligkeit zieht es mich ins Private. Ich brauche dann Ruhe, muss vor allem schweigen, kann mich schlecht auf andere einlassen, ihnen zuhören, mich auf das konzentrieren, was sie sagen, bzw. schreiben. Ich muss meinen Gedanken nachhängen, mich auf die Woche vorbereiten und mich sammeln. Und sei es auch nur für das Schreiben des nachmittäglichen Einkaufszettels, für das fachgerechte Kraulen von Kater Ludwig, für die kleinen Dinge des Alltags. Für mich.

Um den Kopf freizubekommen gehe ich gerne hinaus in die nebligfeuchte Stadt, die mich aus grauen Fassaden mit hängenden Lidern anschaut, bewege mich durch einsame Straßen, blicke in die nackten Bäume, beobachte die Krähen, die die öffentlichen Papierkörbe plündern, über den matschigen Boden hüpfen und sich schimpfend um die besten Beutestücke balgen – räh räh – und trotte ganz langsam mit meinem Hund am Wasser entlang bis zur chinesischen Botschaft und dann die tosende Alexanderstraße rüber zum Alexanderplatz.
Wenn mir kalt ist, gehe ich kurz in den S-Bahnhof, trinke dort einen Kaffee, oder ich hole bei Saturn noch schnell ein paar Bürstenköpfe für die elektrische Zahnbürste und wärme mich dort auf.
Wenn mir sehr, sehr kalt ist steuere ich die Haartrockner-Abteilung an und föne mich solange warm, bis jemand kommt um mich zu beraten. Das Gespräch nehme ich noch mit, erfahre viel über Ionen und über die Schweinefirmen, die tun als wären sie deutsch, in Wahrheit aber längst us-amerikanisch sind, und verlasse heissgefönt und gut informiert den Elektroniktempel.

Mit hochgezogenen Schultern geht es wieder durch die müde Stadt zurück, die brave Hündin immer an meiner Seite, die ich auch deswegen so liebe, weil sie wenig redet.
Zuhause rubbele ich sie mit dem Handtuch ab, sie knurrt und fletscht und wedelt und entreisst mir schließlich das Tuch, weil sie viel stärker ist als ich und sehr gefährlich.

Als nach Beginn der selbstausgerufenen Blogparade plötzlich so viele Menschen auf mein kleines beschauliches Blog kamen und ich vor lauter Trubel beinahe schwitzige Hände bekommen hätte, weil einer dem nächsten die Klinke in die Hand gab und alle angeregt plaudernd und scherzend bei Sekt und Häppchen in meiner Küche standen, während ich, ganz unvorbereitet noch im Schlafanzug und mit zerzaustem Haar durch die Wohnung tappte, habe ich mal wieder gemerkt, was ich ohnehin schon wusste: ich bin kein Gruppenmensch. Ich kann das nicht. Jedenfalls nicht mittendrin.

Nicht, dass ich es nicht auch sehr genießen würde, aber mir fehlt tatsächlich die Energie und die Kompetenz dafür mich auf soviele Leute gleichzeitig einzulassen. Dabei bin ich durchaus gesellig, nur eben nicht in einer verantwortlichen Rolle. Eher so gesellig am Rande, mit einem Fuß in der Tür. Wenn keiner was von mir erwartet, wenn ich nicht soll oder muss, wenn ich kann wie ich will, dann bleibe ich gerne. Dann gebe ich gerne, dann bin ich liebend gerne dabei.

Selbst an meinem Geburtstag halte ich es nicht anders.
Ich feiere jedes Jahr und bin immer und ausnahmslos kurz ehe es losgeht krank vor Lampenfieber. Mir ist schwindlig, ich schreibe im Kopf bereits die ersten bedauernden sms, rufe im Geiste in dem Lokal an, in dem ich Tische reserviert habe und denke mir Lügen aus, abstruse Begründungen, warum ich leider, leider alles abblasen muss. (Bei mir zu feiern käme sowieso nicht in Frage!)
Totenblass und schwer angeschlagen quäle ich mich dann schließlich doch aus dem Haus, schwöre mir nie wieder so viele Leute einzuladen – dieser verfluchte Geburtstagskult – und höre mich schon, wie ich der versammelten Gesellschaft noch ein paar Begrüßungsworte entgegenkrächze, ehe ich bewusstlos zusammensacke, ins Krankenhaus gebracht werden muss und bei mir Morbus Tikerscherk diagnostiziert wird, eine bis dahin vollkommen unbekannte Krankheit, die nur sehr sehr wackere Menschen überhaupt so lange und klaglos aushalten bzw. überleben können.
Und endlich werden alle wissen, dass ich weder exzentrisch, noch verschroben oder eigenbrödlerisch bin, sondern einfach nur eine sehr sehr tapfere tikerscherk. Seufz.

Auf diesen Tag in ferner Zukunft freue ich mich schon fast ein bisschen. Denn mit der Diagnose ist auch die Heilung nicht mehr weit. Absolute Ruhe verordnet der Arzt, bloß nicht zuviele Kontakte auf einmal. Sofort aufhören zu reden, wenn Sie die Lust verlässt und immer eine Hintertüre offenlassen, ganz gleich worum es sich dreht.
Lange Spaziergänge mit dem Hund sind Pflicht. Hier und da ein Nickerchen am Nachmittag, gerne auch zu zweit, am wichtigsten aber: keine Verantwortung übernehmen in Gruppen, immer schön am Rande bleiben, dann wird alles gut.

In diesem Sinne möchte ich allen danken, die bisher bei meiner Blogparade  Hauptsache händisch mitgemacht haben.
Es hat mir viel Spaß und oft auch Freude gemacht. Entschuldigt, wenn ich eine mittelmäßige bis lausige Gastgeberin war, die Schnittchen nicht fertig, die Getränke nicht kalt waren und ich die ganze Zeit im Schlafanzug mit strubbeligen Haaren Maulaffen feilbot, statt mich endlich um die Gäste zu kümmern, jeden einzeln  zu begrüßen, mich nach dem werten Befinden zu erkundigen und immer wieder Getränke nachzulegen.
Ich hab mein Bestes gegeben, ehrlich, besser kann ich´s leider nicht. Seht es mir nach, bitte!
Ihr wisst´s  ja jetzt: Morbus tkerscherk.

 

 

 

Bild: Laura Loveday
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

abomama abasexy

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mein vater der war ein kapitän
ein seemann war`s
der konnnte mich verstehen

 

Mein Blog entwickelt sich zu einem Fachmagazin für Erotik, Fetisch und Tod.
Zumindest legen dies die Suchbegriffe nahe, mit denen Menschen auf meiner Seite landen und die ich dann in meiner Statistik entdecke.

Als da wären:

an erster Stelle, immer noch ungeschlagen, das Reisezubehör der besonderen Art, die travel pussy und die künstliche vagina (sind künstliche vagina gut?) gefolgt von kreuzberg südost und tikerscherk, oder sogar von zauberhafte tikerscherk. Hach!

Dann kommen die altbekannten Tags wie Pisse und Porno und Pimmel. Eine besondere Variante: dieses Mal der Mondporno (voll und prächtig steht er am Himmel, der Mond?).
Familienporno will ich hier bitte nie wieder lesen, ebenso wenig wie deutsche familie anal und anderen Arierscheiß.
Gut gefällt mir hingegen fox on the run sex. Klingt wie eine interessante Metapher für irgendwas (frag mich nicht).

Häufig gesucht, in meinem Reich der Abgründe und der Düsternis, sind auch Tod durch Selbstmord oder Herzversagen (z.B.: herztod augen glasig selbstmord kreuzberg, versuchter selbstmord).
Passend dazu: als bohrer im gesicht eingesetzt verliert er seine bedeutung – was immer „er“ sein soll, ich bin sicher „er“ würde sich als Selbstmordtool gut machen. Später dann kommt wahrscheinlich Soko und friedhof exhumierung.

Immer wieder gefragt wird nach Stefan, dem U-Bahn-Poeten bzw. dem U-Bahn Skelett. Leider ist Stefan inzwischen verstorben, wahrscheinlich verhungert, also auch tot.

dutt mit bart,
dutt ohne bart,
die ganzen nerdbrillen und dutts an der uni
– sind immer noch beliebte suchbegriffe und, man kann es drehen und wenden wie man will, es bleiben würdelose Gockel, um nicht zu sagen gentrifizierte arschgeigen. Auch wenn ich längst heiser und müde geworden bin, und nicht mehr so laut krähe wie früher, meiner innigen Verachtung für die Berufssöhne in Röhrenhosen, die Pacmen des Kiezflairs, sowie die Bugaboo-Spießerinnen mit Kontoauszügen als Handtasche und Markenhund an der Leine, tut das in keiner Weise Abbruch.

Ein begabterer Schreiberling würde nun, um die Aufmerksamkeit der geneigten Leserschaft nicht länger durch eintönige Aufzählung irgendwelcher Suchbegriffe zu ermüden, zu einem Kunstgriff greifem (Griff greifen?) und die Wörter stattdessen in eine kurzweilige Geschichte mit viel Sex und ein wenig Crime einbinden, die ungefähr so aussehen könnte:

Morgens licht durchdringen aus den kleinen löchern in den dunklen raum. Dort verbringt sie ihre einsamen Nächte, doch manchmal, bei Vollmond, zieht es sie nach draußen ins rotlicht kreuzberg, wo sie im Swingerclub ihres Herzens ihrem fetisch in einem sitzsack freien Lauf lassen kann. Befeuert wird die Leidenschaft der Gäste durch engelsex bilder, die allüberall im Pimmelhaus für knisternde Erotik sorgen. Als sie sich aus dem knautschigen Lacksessel schält, um an die Bar zu gehen, hört sie eine freundliche Stimme ihr zuraunen: Zieh mir die Hose aus. Sie dreht sich um und sieht ein pinkes Plüschmaskottchen, das sie erwartungsvoll anblickt und freundlich winkt. Keinen Augenblick zögert sie und tut, wie ihr geheissen. Meine erste Zonengabi! haucht das Maskottchen und seine blauen Plastikaugen leuchten, als sie ihm die engen Plüschhosen über seine Füße zieht. Verwundert hält sie inne. Sie irren, mein treu ergebener herr, ich bin ein frankfurter mädsche. Wie schade, seufzt das Maskottchen, ich suche eine geliebte für analverkehr ost, jemanden, der gut zu vögeln ist. Sie möchte noch etwas entgegnen, doch da fühlt sie einen Stich, ein kleines Pieksen, fährt herum, und hört schon nicht mehr was das Maskottchen sagt, so schwummrig wird ihr auf einmal. Mit beiden Händen greift sie um sich, versucht verzweifelt sich an irgend etwas festhalten, sieht aber überall nur noch anstarrende dinos optische täuschung und stürzt.
islamischer staat trinkt bier?
schießt ihr noch durch den Kopf, ehe sie das Bewusstsein verliert. Im Hintergrund hört sie das grillenzirpen in der Wohnung, dann wird es dunkel um sie.

Die meisten geschichten mit propofol sind heiter und beschwingt, diese jedoch endet sehr, sehr traurig.
Es ist ein Tag im August, heiss wie lava in den tropen oder eine mikrowelle im kadewe, als die Frau stirbt an puls 240 spritzen hilft nicht mehr. Beerdigt wird sie in einem old school kostüm eisverkäuferin. Doch zum Leichenschmaus erscheinen, neben der wunderbaren Kreuzberger Urbevölkerung, leider auch viele prenzlauer berg arschgeigen mit Kuchen von der verhassten gentrifizierungs-bio company am schlesischen tor. Der Gipfel der Geschmacklosigkeit allerdings ist die vagina aus dem automatencappucino, die einer von ihnen mitgebracht hat um an das Faible der Verstorbenen für Swingerclubs zu erinnern.
Bei so wenig Taktgefühl möchte man wirklich bulimie kotzen lernen.

 

 

 

 

Bild: flickr commons

Warum ich niemals altere

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Ist es eigentlich ein Zeichen fortschreitender Verblödung im Sinne einer regressiven, gerontoirgendwas- bedingten Infantilisierung, wenn man als Bloggerin anfängt Witze zum Besten zu geben?
Und ist es vielleicht ein bisschen weniger peinlich, oder eher noch schlimmer, wenn man sich selbst in den Mittelpunkt der kleinen, pointierten Erzählungen stellt und sich damit sozusagen zur Witzfigur macht?

Ich mach´s einfach, ist ja mein Blog und (nota bene): in jeder Geschichte, steckt auch immer wahrer Kern, in diesem Falle eher eine ehrliche Haut.

Es ist ja mal so: tikerscherk feiert demnächst Geburtstag und da sie immer noch aussieht wie frisch geschlüpft, nimmt sie es mit der Jahreszahl nicht so genau. Merkt ja eh keiner. Das wissen auch die eingeladenen Freunde (dass sie es nicht merken) und so werden wir gemeinsam ein unbestimmtes Wiegenfest und die Wiedergeburt im vergangenen Oktober feiern, ohne dass über Zahlen gesprochen würde. So sind wir Frauen nunmal (fragt Pantoufle). Und weil ich noch immer derart geschmeidig und fabulös aussehe und sowieso eine Granate Schnitte bin, sind Menschen, die mich lange nicht gesehen haben, immer wieder überwältigt überrascht, wie verteufelt jung ich wirke und fragen mich nach eben diesem Geheimnis ewiger Jugend:

Wie kommt das eigentlich, dass Du gar nicht alterst? Die Jahre scheinen spurlos an Dir vorbei zu ziehen. Wie machst Du das bloß?

Tja, das ist ganz einfach, ich streite nicht.

Ach komm, erzähl mir doch nix! Das kann ja wohl nicht der einzige Grund sein warum Du so jung aussiehst!

Ok, dann nicht.

In diesem Sinne wünsche ich mir weitere wunderbare Jahre ohne Streit und Leid und Falten.
Nicht unerwähnt darf bleiben, dass ich diesen Geburtstag überhaupt nur werde feiern können, weil mir die Berliner Feuerwehr und insbesondere Feuerwehrmann L das Leben gerettet haben. L.weiß übrigens nicht nur aus dem Stand wann Elvis Geburtstag hat, er wird auch gemeinsam mit meiner Familie, den Freunden, dem Unterfranken und dem alleinzigen VmH diesen Tag mit mir begehen und das macht mich sehr, sehr froh. Ich bin nämlich nicht nur eine Katastrophenchronistin, sondern auch ein richtiges Glückskind!

(Bitte nicht gratulieren, dauert noch! Bin nur jetzt schon ganz aufgeregt vor lauter Vorfreude!)

Ach, und eins gilt immer: Remember the King!

 

 

(Bild: http://www.publicreview.org)

Die Welten der Anderen (4)

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Es ist wieder soweit. Ich bin durch das Netz flaniert und habe dabei schöne Texte gefunden, die ich sehr gerne mit meiner Leserschaft teilen möchte.
Hier sind sie:

Leise Töne, Anleitung zur Gratwanderung
Das Smartphone und der Straßenverkehr. Immer ganz entspannt bleiben, auch wenn es mal knallt.

Begleitschreiben, Staat und Religion
In diesem Essay skizziert metepsilonema das Verhältnis zwischen Staat und Religion.
Nicht nur interessant vor dem Hintergrund der Islamismusdebatte und dem Ruf nach Verschleierungsverboten.
Der Mensch ist ein metaphysisch bedürftiges Wesen, eine Grenzziehung zwischen Staat und Religion unerlässlich.
Ein langer Text, der etwas Zeit beansprucht, die ich mir sehr gerne genommen habe.

Makulatur, Rückkehr und Stimmen: 1. Erzählung eines Traumes
Ein älterer Text, auf den ich jetzt wieder gestoßen bin und von dem ich genau so begeistert bin, wie beim ersten Lesen. Sehr dicht und präzise geschrieben. Die Spannung steigt und steigt.
Wer so formulieren kann, hat meine ungeteilte Bewunderung.
Fantastisch!

emorfes, Treehoppers- the masters of mimikry
Zum ersten Mal verlinke ich auf eine große Seite, die ausschließlich Fotos zeigt.
Aber die unglaubliche Anpassungsleistung dieser Insekten sich vor Fressfeinden zu schützen und ihre hierfür „entwickelte“, beinahe karnevaleske, Tarntracht, hat mich so nachhaltig beeindruckt, dass ich diesen Beitrag unbedingt teilen muss.
Um es mit Frau crocodylus zu sagen: Überall ist Wunderland, überall ist Leben.

Tapfer im Nirgendwo ist eine von mir ganz besonders geschätzte und regelmäßig besuchte Seite (befindet sich in meiner Blogroll).
Gerd Buurman vom ARTheater „Kunst gegen Bares“ in Köln betreibt dieses Blog (mit Unterbrechungen) seit April 1986 (!)
Wer sich in Zeiten des rasant zunehmenden und immer unverhohlener geäußerten Antizionismus und Antisemitismus abseits vom Mainstream informieren möchte, dem sei diese Seite dringend ans Herz gelegt. Hier gleich zwei Texte von Gerd Buurmann:

Eine Erfindung von links.  Vom Antijudaismus zum Antisemitismus zum Antizionismus.
Verschiedene Namen für das gleiche Phänomen: Judenhass.

„Der Antizionismus wird in Deutschland so fahrlässig unterschätzt wie einst der Antisemitismus. Der Antijudaismus hatte einst mit Luther seinen bedeutendsten deutschsprachigen Unterstützer. Der Antisemitismus hatte in Hitler seinen besten Verbündeten. Heute wütet der Antizionismus. Wie wird sich Deutschland wohl diesmal entscheiden?“

Wer über Israel spricht und in diesem kleinen Land die größte Gefahr für den Weltfrieden sieht, sollte für eine ausgewogene Meinungsbildung bitte erst einmal den oben verlinkten Text lesen. Und diesen gleich hinterher:

Jeder nur einen Stern!
Nicht zu fassen, welche Minderheiten heute einen Stern für sich reklamieren, um sich als Opfer kenntlich zu machen, deren Leidensweg nicht geringer zu bewerten sei als der der Holocaustopfer. Bernd Jacks von der AfD fordert auch für seine vielgeschmähte Partei einen solchen Stern. Geschmackloser geht es eigentlich kaum noch.

Und wo wir gerade bei Minderheiten sind, möchte ich noch auf diesen Beitrag von
Gay West hinweisen: Homosexualität ist falsch!
Die „Angst“ vor Homosexualität scheint manch einem tief in den Knochen zu stecken. Eine Sendung auf KiKa, in der sie thematisiert wurde, und in der ein 11 jähriger Junge sich outete, zog eine Welle der Empörung nach sich: Igittigitt, wie kann man um diese Uhrzeit und ohne Vorwarnung die vor dem Fernseher geparkten Kinder mit solchen Schweinereien überfallen und ihre Eltern damit in derartige Schwulitäten bringen.
Zu jung um schwul zu sein.

voces intimae  Aequilibrium
Das Gleichgewicht der Dinge. Das Große im Kleinen.
Es so lassen wie es ist: in der Schwebe des Lebendigen.
Eine wunderschöne Liebeserklärung. Ach.

Und zum Schluss noch drei Texte über das Ende, den Tod, und damit über das Leben. Geschrieben für das beeindruckende Projekt des Frohmann-Verlages, auf das mich schon Asal aufmerksam gemacht hatte (Vielen Dank, liebe Asal!).

Casino  Der Tod ist nicht.
Hypoglykämie. Unterzuckerung des Gehirns. Und plötzlich ist man an der Grenze zwischen Leben und Tod. Ein Rückblick auf eine lebensbedrohliche Situation und ein sehr lebensbejahendes Resümee. Toll geschrieben.

Erase and Rewind
  Bluten

„Erst hieß es: Das sieht nicht gut aus. Und dann: Es ist vorbei, wir haben den Tod rausoperiert, alles gut. Und es war für ein paar wenige Wochen auch alles gut, bis die Wunde aufplatzte. Dass der Tod so kommen würde, hätte keiner gedacht.“

Zoë schreibt über das Bluten, das Verbluten. Wie das Leben aus ihr heraus fließt und sie eine Blutspur hinter sich her zieht. Eine „Unannehmlichkeit“, für die sie sich entschuldigt. Bei den Sanitätern, den Ärzten und den Schwestern.
Atemlos habe ich ihren Text gelesen, der mich sehr bewegt zurück gelassen hat.
Es ist alles noch sehr frisch, auch bei mir.

Passe. Par. Tout. The old man´s friend
Einer kommt, der andere geht. Hochbetagt und ganz ruhig ergibt er sich.
Ein leiser, versöhnlicher, ein schöner Text.
So einfach kann das sein: „einfach annehmen und hinnehmen.“

Liebster Award

liebster-blog-award-2-post1Maja von Vintage Trends hat mich, zu meiner Überraschung, für den Liebster Award nominiert. Danke dafür!
Auf ihrem Blog werde ich mich in den nächsten Tagen in Ruhe umsehen.

Hier sind ihre Fragen:

1. Über was würdest du nieniemals bloggen wollen?
Fällt mir spontan nichts ein. Viele Dinge sind es wert sich damit zu beschäftigen. Auch und gerade die Abwegigsten.
Manche schaffen es sogar einen brillanten Beitrag über Amy & Pink zu schreiben.
2. Was war dein komischster / spektakulärster Post oder gibt es gar einen, den du am liebsten löschen möchtest?
Komisch oder spektakulär? Müsste ich meine Leserinnen und Leser fragen.
Mein Blog ist nicht auf Komik und Spektakel ausgerichtet. Eher auf Melancholie und Alltag.
Ich befürchte, ich kann diese Frage nicht zufriedenstellend beantworten.
Löschen möchte ich keinen Beitrag, sonst würde ich es einfach tun.

3. Wenn du mal nen schlechten Tag hast, was ist dein Gute-Laune-Allheilmittel?
Ich kenne leider kein derartiges Heilmittel. Aber ein langer Spaziergang mit Hund wirkt meistens ganz entspannend. Und Musik sowieso.

4. Wie sieht dein perfekter Tag aus?
Hängt von der Grundstimmung ab. Nach getaner Arbeit ein Spaziergang irgendwo im Wald, oder an einem Fluss und danach in angenehmer Begleitung gut essen und sich blendend unterhalten kommt schon nahe dran.
Wenn das Ganze dann noch in einer schönen Nacht endet, bin ich zufrieden.

5. Wie sieht die Umgebung aus, in der du bloggst?
Ein großer Esstisch in einer großen Wohnküche mit bodentiefen Fenstern und Blick ins Grüne.
KatzenkampfLinks dieser Schrank, rechts diese Dame mit Boxhandschuhen (1,60 m x 1 m).
voellereiUm mich herum Katzen und Hund.
6. Warum hast du angefangen zu bloggen?
Ich schrieb ab 2010 regelmäßig Texte bei dem Bewertungsgportal Qype. So, wie sunflower 22a, Thorge, der HKF von waswegmuss und Mike, der Kiezneurotiker, auch.
Meine Bewertungen dort uferten immer wieder in kleine Short Stories, Rants oder Betrachtungen aus, und einige Beiträge wurden gelöscht oder zensiert. Als Qype schließlich zu Yelp wurde und absehbar war, dass dort erst Recht keine kritischen Töne mehr erwünscht sind, hatten wir alle die Idee, dass das Schreiben jetzt auf einem eigenen Blog weiter gehen müsse.
Wieso ich allerdings überhaupt bei Qype anfing frage ich mich selbst.
Als Mike gleich den ersten Text von mir dort freundlich lobte hab ich einfach weiter gemacht und Spaß dran gefunden (Danke, Mike!).

7. Was ist dir deine liebste Eigenschaft oder Fähigkeit?
Ich bin ziemlich empathisch, teile gerne und kann gut Verantwortung übernehmen.
Außerdem bin ich hart im Nehmen.

8. Wenn du eine Sache sagen könntest und genau die würde dann in der Welt umgesetzt. Was wäre das?
Keine Frage: Weltfrieden, mit allen notwendigen Vorbedingungen, die ihn ermöglichen.
Also: Gerechtigkeit, Gleichheit, Freiheit, Solidarität. Abschaffung von Lohnsklaverei und von Bodeneigentum. Offene Grenzen (weltweite Freizügigkeit) bzw. gar keine Grenzen mehr.
Der Weltfrieden hätte übrigens auch für Tiere Gültigkeit, die das gleiche Recht auf körperliche Unversehrtheit bekämen, was einen funktionierenden Umweltschutz unabdingbar machte.
Freut euch auf meine Diktatur.

9. Welches Lied passt am besten zur Stimmung oder dem Stil deines Blogs?
Ich hoffe, dass mein Blog in etwa so klingt: Cannonball von den Breeders

in Verbindung mit:

One von Johnny Cash
und: Faith n more mit I started to cry
.

11. Welche Modesünde würdest du gerne ausgehreif machen, weil sie so wunderbar ist?
Ich habe keinerlei Ehrgeiz Vorreiterin in Modefragen zu sein.
Ich sehe gerne gut aus, und trage, was mir am besten steht. Dabei orientiere ich mich nur insofern an der Mode, als dass ich nicht das kaufe, was man gerade so trägt, weil ich es langweilig finde, wenn alle die gleiche Schur haben.
Mein Bekleidungsstil ist ziemlich zeitlos.
Was wäre denn eine Modesünde? Schulterpolster wie in den 80ern, und dazu Tennissocken in Segelschuhen, oder ist das auch schon wieder hip, weil ironisch?

11. Und ganz kurz zum Schluss, was ist deine Message an die Welt?
Vertragt euch!


 

Jetzt müsste ich eigentlich 11 Blogs nominieren, die unter 200 Abonennten (bei WordPress?) haben und diesen 11 neue Fragen stellen. Da ich keine Ahnung habe, wer wieviele Leser hat, und ich nach der Reihe an Blogstöckchen, die hinter mir liegt leider auch vollkommen uninspiriert bin, ruht diese Aufgabe solange, bis ich weiter weiß. Anregungen bezüglich der Fragen oder der Nominierung, sind gerne willkommen!

13 Fragen, 13 Antworten

Asallime hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen, das ich gerne gefangen habe.
Hier sind die Antworten:

1. Welchem Tier fühlst du dich verbunden?

Im Allgemeinen oder im Besonderen? Im Besonderen fühle ich mich meiner Töle und den Katzen verbunden. Im Allgemeinen fühle ich mich allen Tieren verbunden. Allen, auch der Stechmücke. Kein Witz. Nur vor großen Spinnen habe ich Angst.
Wenn ich mir aussuchen könnte, welches Tier ich gerne
wäre, dann wäre ich ein Kondor in den Anden, ein Adler in den Alpen, oder eine träge Echse auf einem warmen Stein. Natürlich in Freiheit.

2. Wie findest du eine Verbindung zur Natur?
Schwierig. Ich bleibe meist draußen, das heisst ich schaue Natur an, bewundere ihre Schönheit, fühle mich aber nicht als Teil von ihr. Manchmal in den Bergen, oder wenn ich nachts im Freien schlafe ist das anders. Dann gehöre ich dazu, und das ist ein großes Glück.
Am intensivsten habe ich das einmal in der totalen Stille der Mojave-Wüste erlebt.

3. Hättest du lieber einer anderen Nation (Kultur) angehört und welcher? (abgeschrieben bei Max Frisch)
Schwer zu sagen. Nation bleibt Nation, und mich mit diesem Konstrukt zu identifizieren fällt mir schwer. Kultur, hm, nein, ich glaube ich bin hier ganz gut aufgehoben. Vielleicht wäre das Leben bei den Bishnois richtiger für mich.
Andererseits schwer vorstellbar für ein Stadtkind wie mich.
4. Gibt es ein Buch, das du mehr als ein Mal gelesen hast? Warum?
Einige Bücher. Zum Beispiel
Die Abenteuer des starken Wanja von Ottfried Preußler. Das Buch habe ich mir, obwohl es ein Kinderbuch ist, erst kürzlich wieder vorlesen lassen. Es hat mich als Kind stark gemacht, und das tut es heute noch.
Unverzichtbar auch:
The Sirens of Titan von Kurt Vonnegut, einem Lieblingsautor neben z. B. Max Frisch und Marguerite Duras
Ein gutes Buch ist nie ausgelesen. Es hält bei jedem erneuten Lesen eine neue Geschichte, eine andere Ebene und auch andere Gefühle bereit.

5. Welcher Film macht dich glücklich?

Keiner.
Wer die Nachtigall stört hat mich beim ersten Mal auf eine unerklärliche Weise sehr tief und nachhaltig berührt.
Die Filme der Coen-Brüder machen mich meistens fröhlich.

6. Welcher Film macht dich unglücklich?

Im Moment
High Noon. Darüber habe ich gerade erst geschrieben. Wobei unglücklich nicht stimmt. Er macht mich traurig.
Zu Tränen rührt mich merkwürdigerweise auch immer wieder
King Kong. Die erste, wie auch die letzte Verfilmung mit der wunderbaren Naomi Watts, die auch in dem Film  21 Gramm  zu sehen ist, der mich ebenso sehr bewegt.

7.Was kochst du, wenn du Besuch hast?

Entweder koche ich asiatisch, mache eine Tajine, oder ein simples Chilli. Vegetarisch.

8. Wonach roch deine Kindheit?

Nach
Opium, Tabu oder Shalimar, den boudoirschweren Düften meiner Mutter. Ansonsten nach Nagellackentferner, Jodtinktur, Pflaster, dem selbst gebrauten Haarwasser meines Vaters. Nach Zigaretten und Zigarren, Planschi*, Tri Top und Wienerwald.

9. Wen würdest du gern aus seinem Amt/Beruf feuern?
Alle korrupten, gierigen, skrupellosen Menschen in Politik und Wirtschaft. Aber auch sämtliche käufliche und unredliche Journalisten. Erzieherinnen und Lehrer, die versuchen Kinder zu brechen. Und den Citroen-Verkäufer in Friedrichshain.

10. Mit wem (außer deinem Partner) würdest du ein Buch schreiben?
Mit niemandem. Wenn, dann schreibe ich es alleine. das ist schwer genug.

11. Gibt es ein Handwerk, das du gerne lernen würdest?
Schweißen würde ich gerne lernen und dann diverse Ideen umsetzen.

12. Bist du eher Abenteurer oder Akademiker?
Beides nicht so richtig. Ich bin bildungshungrig mit Tendenz zum Abenteuer.

13. Ist das Internet Fluch oder Segen für dich?
Segen. Ganz klar. Ich lese hier soviel gute Texte, finde Informationen, die die Mainstreampresse nicht bereit hält, habe mit einem Klick jedes Nachschlagewerk der Welt parat, kann Radio hören, fernsehen, und wenn ich wollte könnte ich rund um die Uhr chatten (was mir nicht so liegt).
Aber habt ihr schon mal darüber nach gedacht, dass wir uns alle nie wieder finden würden, wenn jemand den Stecker zieht?
Wir sind wie ein Ballon, dessen dünne Haut jederzeit zerplatzen kann, und dann ist die Luft raus. Verteilt in alle Himmelsrichtungen.
Wir kennen voneinander nicht unsere Realnamen, unsere Adressen oder Telefonnummern.
Jeder Widerstand aus dem Netz kann durch Abschalten desselben lahm gelegt werden.
Und das ist ein Fluch, bzw. eine Gefahr, die man allerdings bannen könnte.
Nur mal so.

*Musik: Planschi

 

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