1000 Fragen an dich selbst (101-170)

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Na Leute, könnt Ihr noch?

Ich schon:

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu?

Der Steinbock gilt als ernst, schweigsam und klug. Außerdem ausdauernd. Entscheidet selbst.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank? Keine

103. Holst du alles aus einem Tag heraus? Heraus holen? Carpe diem oder so? Glaub nicht.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmässig? Keine

105. In welchen Momenten wärst du am liebsten ein Kind? Um Himmels Willen, nimmer mehr!

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten? Ja

107. Wer kennt dich am besten? Das weiß ich nicht.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am wenigsten langweilig? Ich finde Haushalt generell nicht langweilig. Manchmal lästig, meist aber ganz ok.

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht? Ja, so wie Jeder, der nicht erleuchtet ist.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus? Bummeln, lümmeln, lungern, schlemmen, schlummern und zwischendurch mal eine große Runde durch Stadt, Wald oder Wiese drehen.

111. Bist du stolz auf dich? In der letzten Woche schon. Da habe ich soviel weggeschafft wie sonst in 3, – was sag ich! – in 5 Monaten.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du? Ich kann mit der Zunge die Nasenspitze berühren und mit den Schulterblättern den Tisch decken. Außerdem schnauben wie ein Pferd und gurren wie eine Turteltaube. Na, neidisch?

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast? Einiges. Vor allem die Beziehung zu meiner Mutter und nun auch zu meinem Vater. Ich versuche gerade die losen Enden zu verknoten, bzw. ins Gesamtgefüge einzuweben.

114. Warum trinkst du Alkohol beziehungsweise keinen Alkohol? Ich trinke keinen Alkohol, weil es mir weder körperlich, noch äußerlich (rote Nase, brennende Haut) noch seelisch bekommt.

115. Welche Sachen machen dich froh? Sachen= Dinge? Froh? Weiß nicht.

116. Hast du heute schon einmal nach den Wolken am Himmel geschaut? Ja, blitzeblankes Blau.

117. Welches Wort sagst du zu häufig? Ich und Nein und Aber

118. Stehst du gern im Mittelpunkt? Mit Rückendeckung ja, ohne lieber nicht,

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen? Zum Nichtstun

120. Sind Menschen von Natur aus gut? Sieht nicht so aus. (Was bedeutet eigentlich: von Natur aus?)

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe? Da besteht keine Kollisionsgefahr.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar? Dass ich soviele Studiengänge ausprobieren und immer wieder abbrechen durfte, ohne finanziell sanktioniert zu werden.

123. Sagst du immer, was du denkst? Meist.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust? Ich schaue nie fern. Früher ja. Da war der Fernseher mein Lagerfeuer.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden? Nicht von meiner Mutter geliebt worden zu sein.

126. Was kaufst du für deine letzten zehn Euro? Tierfutter

127. Verliebst du dich schnell? Verknallen ja, verlieben nein.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst? Oft an das, was ich am nächsten Tag zu tun habe.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag? Donnerstag.

130. Was würdest du als deinen grössten Erfolg bezeichnen? Mein Tourette weitestgehend im Griff zu haben.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gerne einmal einen Tag verbringen? Mit Alice Weidel im Görlitzer Park.

132. Warst du schon einmal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt? Ja, Donald Duck

133. Was ist dein Traumberuf? Sowas wie Landschaftsgärtnerin vielleicht. Eigentlich hab ich keinen Traumberuf. Oft denke ich, ich hätte Jura studieren sollen

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten? Seit ich so krank bin ja. Ich hab´s lernen müssen. Früher niemals.

135. Was kannst du nicht wegwerfen? Ha, das passt. Werfe gerade so ziemlich alles weg, bzw. verschenke es. Es gibt ein paar Gedichtbände, die ich nicht weggeben kann. Am Liebsten würde ich mich reduzieren auf 2 Koffer Besitz.

136. Welche Seite im Internet besuchst du täglich? Twitter und WordPress.

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis? Das wussten schon die Flying Lizzards:
The best things in life are free, but you can keep them for the birds and bees

138. Hast du schon mal was gestohlen? Jeder hat schon mal was gestohlen.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast? Was Einfaches. Chili oder so.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten einmal 1 Minute lang gratis einkaufen?

Gratis kaufen und Kostenloses umsonst geschenkt bekommen? Verrat ich nicht.

141. In welche Länder möchtest du noch reisen? Ich würde gerne Asien bereisen, hab aber Flugscham. Daher werd ich mich auf gut erreichbare Nachbarländer beschränken.

142. Welche übernatürliche Kraft hättest du gern? Heilen können.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken? Verrat ich nicht.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune? D´yer Maker und Liebe zu dritt

145. Wie flexibel bist du? Meine Flexibilität ist eng an meinen inneren Halt geknüpft. Bei stabiler Reling bin ich sehr flexibel, ohne eher nicht.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gern magst? Scharf mit Schokolade, z.B.  Mole-Soße.

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst? Die Leute beobachten und die Waren studieren.

148. Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos? Im Spiegel.

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport? Weder noch. Ich will zunehmen.

150. Führst du oft Selbstgespräche? Keine ganzen Gepräche. Eher so Kurzbilanzen (supidupi! tippsitoppsi! VerflxxxKxxxx!) und Selbstaffirmationen wie: Das schaff ich jetzt auch noch. Debout! les damnés de la terre!

151. Wofür wärst du gern berühmt? Für´s Heilen. Wenn ich berühmt wäre, würden die Menschen zu mir finden und ich könnte noch mehr heilen.

152. Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden? Frustrierend

153. Wen würdest du gern besser kennenlernen? Meine Schwester

154. Duftest du immer gut? Ich schwitze nicht und benutze gut riechendes Duschgel und Deo.

155. Wie viele Bücher liest du pro Jahr? Ich lese in Büchern, aber ich beende sie nicht mehr. Also (fast) keins bzw viele.

156. Googelst du dich selbst? Ab und an und wenn ich ein Foto von mir finde, lasse ich es löschen.

157. Welches historische Ereignis hättest du gern mit eigenen Augen gesehen? Fällt mir gerade nichts ein. Vielleicht den Start des ersten Zeppelin.

158. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammenwohnen? Nein.

159. Sprichst du mit Gegenständen? Nein. Höchstens mit meinem Auto.

160. Was ist dein grösstes Defizit? Ungeduld und terrierhafte Sturheit.

161. Bist du ein Hundetyp oder ein Katzentyp? Ich galube nicht an dieses Entweder/ Oder. Ich mag Tiere und lebe mit Hund und Katz. Könnte aber auch mit Pferd, Schaf, Ziege und Esel leben. Säugetiere und Vögel find ich gut, Schildkröten auch.

162. Wie zeigst du, dass du jemanden nett findest? Bei Frauen, indem ich sie anlächle und mein Interesse zeige. Bei Männern, indem ich sie erstmal ignoriere.

163. Isst du eher, weil du Hunger oder Appetit hast? Ich kann Hunger und Durst nur schwer unterscheiden. Ich esse wenn mir schwindlig ist: ist mir immer noch komisch, trinke ich. Wenns dann noch nicht gut ist, bin ich wohl krank.

164. Tanzt du manchmal vor dem Spiegel? Nein. Früher ja.

165. In welcher Hinsicht bist du anders als andere Menschen? Das kann ich schwer beurteilen. Ich bin exzentrischer und überdrehter und trauriger und vergnügter als die meisten, glaube ich.

166. Welchen Jugendfilm würdest du Kindern empfehlen? Ich kenne keine Jugendfilme.

167. Bleibst du bei Partys bis zum Schluss? Früher ja, heute gehe ich erst ga nicht mehr hin.

168. Welchen Song hast du in letzter Zeit am liebsten gehört? Keinen bestimmten. Ich bevorzuge gerade sehr melodische Musik.

169. Bereitest du dich auf bestimmte Telefongespräche vor? Ja. Behördentelefonate bereite ich vor. Noch lieber vermeide ich sie und mache alles schriftlich.

170. Wann hast du zuletzt vor jemand anderem geweint? Erst neulich am Telefon.  Und Anfang Januar, als der Bekannte abgereist ist.

 

 

 

 

Bild/ Lizenz siehe: 1000 Fragen an dich selbst (1-20)

1000 Fragen an dich selbst (21-100)

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Weiter geht es:

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?
Kommt drauf an um wen es geht. Die Meinung mancher Leute ist mir wichtig. Was Hanswurst denkt, ist mir egal. Und dann wieder geht es mir nah, wenn Leute, die ich kaum kenne garstig zu mir sind.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?
Schwer zu sagen. Ich drehe erst am Abend richtig auf, ich mag aber den frühen Vormittag auch sehr gerne

23. Kannst du gut kochen?  Ja, ganz passabel.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Spätsommer/ Frühherbst

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? Anfang September 2018

26. Warst du ein glückliches Kind?  Leider nein. Mit 7 saß ich das erste Mal auf der Fensterbank, bereit zum Sprung.

27. Kaufst du oft Blumen?  Nein, nur wenn ich welche zum Grab der mir unbekannten Emma bringe, das ich als Ersatzgrab für meine tote Mutter nutze.

28. Welchen Traum hast du?  Den Traum vom Glück: Stille, Liebe, Frieden, Gleichmut. Geborgenheit im Sein.

29. In wie vielen Wohnungen hast du schon gewohnt? 7

30. Welches Laster hast du? Kaffee, sofern das ein Laster sein sollte. Ah, und Faulheit natürlich.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Zuende gelesen? Weiß ich nicht mehr.

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Die Haare wachsen mir ungefragt aus dem Kopf.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Nein.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Nich viel, aber genug für eine Tankfüllung, eine Kühlschrankfüllung und eine Zahnfüllung.

35. In welchen Laden gehst du gern?
Schreibwaren und Zeitschriften, Buchhandlung, Spielwarenhandlung.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Cappuccino oder Pfefferminztee

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Es ist ja immer erst Zeit zu gehen, wenn ich gehen will, und dann gehe ich auch..

38. Wenn du dich selbständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? Personalvermittlung oder Mooshandlung.

39. Willst du immer gewinnen? Ja, es sei denn ich spiele mit Kindern oder ich bin sehr müde.

40. Gehst du in die Kirche? Manchmal. In Bayern jeden Tag.

41. Trennst du deinen Müll? Nein. Hier im Haus trennt niemand. Drum hab ich´s aufgegeben.

42. Warst du gut in der Schule? Ja

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche? Mindestens zehn Minuten. Lieber zwanzig. Am Liebsten fünfundvierzig.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt? Ich hoffe es und ich halte es für möglich.

45. Um wie viel Uhr stehst du in der Regel auf? 8.30 Uhr.

46. Feierst du immer deinen Geburtstag? Meistens. Wobei ich ihn eher begehe als feiere.

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook? Nie

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten? Küche

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt? Gerade eben meinen Hund und meine Katz.

50. Was kannst du richtig gut? Nichts.

51. Wen hast du das erste Mal geküsst? Stefan S. aus Ffm auf dem Schulfest der Brüder-Grimm-Schule.

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen? Einige. Vor allem aber: Der Liebhaber von Duras.

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus? Schornsteinfegerkluft mit Zylinder.

54. Fürchtest du dich im Dunkeln? Nein. In derStadt ist es eh immer hell und ich bin fast immer in der Stadt. Ich fürchte mich vor einem riesigen tiefen Sternenhimmel

55. Welchen Schmuck trägst du täglich? Eine Kette mit einem hebräischen Buchstaben als Anhänger. Chai= Leben. Die ziehe ich nicht mal zum Röntgen aus, geschweige denn zum Sterben.

56. Mögen Kinder dich? Ja. Sie finden mich komisch und haben großen Respekt vor mir. Wir lachen viel zusammen.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino? Gar keine.

58. Wie mild bist du in deinem Urteil? Auf einer Skala von 1-10? Zu oft nur bei 1-4. Wenn es mir sehr gut geht und ich auf dem Land weile eher 8.

59. Schläfst du in der Regel gut? Mal so, mal so. Wenn die Behörde mich gängelt und triezt eher nicht.

60. Was ist deine neueste Entdeckung? Seitenbacher Müsliriegel saurer Apfel (zwinker zwinker)

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Ja

62. Auf wen bist du böse? Auf meine Mutter. Und auf den Kanzler. Vielleicht bin ich auch eher enttäuscht und traurig. Das mischt sich zu einem dicken Klumpen Betonit in der  Lunge.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Nein

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet? Die fehlende Geborgenheit.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest? Ich wollte nie irgendetwas werden außer klug und schön. Ist mir nur so mittel gelungen. Dass man glücklich werden könnte, konnte ich mir nicht vorstellen, sonsst hätte ich es mir gewünscht.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Ich glaube zu Latinomucke. Salsa.

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr? Witz und Wärme bei einem Liebsten. Bei einem Geliebten die Leidenschaft.

68. Was war deine grösste Anschaffung? Größte im Sinne von groß? Der 7.Tonner Mercedes.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?  Es dauert sehr, sehr lang, mir wirklich nah zu kommen, es dauert noch länger, es sich mit mir zu verderben. Wenn ich Menschen, die konsequent jede rote Linie überschritten haben, dann noch eine zweite Chance gebe, erweist sich das fast immer als großer Fehler.
Aber ja, ich gebe Menschen eine Chance, solange mein Vertrauen nicht gänzlich zerstört ist.

70. Hast du viele Freunde? Nein. Ein paar sehr gute und viele Bekannte.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme? Da müsste ich zu weit ausholen. Nazisprech widert mich an.

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen? Ja

73. Wann warst du zuletzt nervös? Heute

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause? Das Leben, das darin gelebt wurde, der Blick in den Garten, das Licht, ausgewählte Möbel und schöne Lampen.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen? Im Netz.

76. Welches Märchen magst du am liebsten? Das Mädchen mit den Zündhölzern und das Weihnachtsbaummärchen. Beide von Anderssen. Hauff mag ich auch.

77. Was für eine Art von Humor hast du? Trocken, lakonisch. Oft hab ich Kalaueritis

78. Wie oft treibst du Sport? Ich bin von Frühjahr bis Spätherbst jeden Tag stundenlang unterwegs, das muss reichen.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck? Glaub schon.

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten? Ich kann auf alle Dinge verzichten, außer warme Klamotten.

81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest? Heulen.

82. Was hat dich früher froh gemacht? Musik.

83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr? Lässig.

84. Was liegt auf deinem Nachttisch? Taschenlampe, Bücher, Sallos.

85. Wie geduldig bist du? Null, wenn ich nicht muss. Ausdauernd, wenn es nicht anders geht. Leider geht´s sehr oft nicht anders.

86. Wer ist dein gefallener Held? Wenn ich das Wort Held lese, krieg ich inzwischen nervöses Mundwinkelzucken.

87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst? Nein

88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten? El Argentino. Freundin: die Unterfränkin.

89. Meditierst du gern? Ich kann nicht meditieren. Zu hippelig.

90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf? Lange duschen, unter der Dusche singen oder zur Not heulen. Kaffee trinken, stundenlang mit dem Hund rausgehen.

91. Wie heisst dein Lieblingsbuch? Der starke Wanja

92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp? Mit dem Pferdemädchen

93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein? Nein

94. Gibt es Gerüchte über dich? Klaro

95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest? Meinen Moosgarten pflegen und anschließend stundenlang betrachten (gilt das als Meditation?)

96. Kannst du gut Auto fahren? Ja

97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden? Mal so, mal so (siehe Frage 21)

98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders? Mein Liebesleben ist gerade zum Erliegen gekommen. Das soll erstmal so bleiben.

99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst? Ich gehe nicht aus, ich flaniere lieber durch die Stadt.

100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstossen? Ich gehe jeden Tag mehrfach bei rot über die Ampel und stelle Sperrmüll vor´s Haus.

 

 

 

 

Bild/ Lizenz: siehe Beitrag: 100 Fragen an dich selbst (1-20)

1000 Fragen an dich selbst (1-20)

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Bei der lieben Liisa  stieß ich auf 1000 Fragen an dich selbst.
Ursprünglich stammen diese Fragen aus dem (mir bislang) unbekannten  Flow-Magazin und Beyhan hat daraus eine PDF-Datei gemacht.

Nachdem ich im letzten Jahr aus diversen Gründen sehr wenig Energie für dieses Blog übrig hatte und die Kommunikation mit den Leserinnen und Blogkolleginnen beinahe zum Erliegen gekommen ist, will ich nun, ehe die große Sommersause und das wetterbedingte Schweigen mich wieder verstummen lassen, gerne ein bisschen plaudern und ich hoffe die werte Leserinnenschaft plaudert mit.

Fangen wir einfach mit den ersten 20 Fragen an und schauen wir wie es uns gefällt:

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Gestern. Innerhalb von 12 Stunden habe ich ca. 50 % meines Hausrates verschenkt. Premiere.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Ich habe sehr unterschiedliche Beziehungen zu sehr verschiedenen Menschen und ich verstehe mich mal mit dem Einen und mal mit der Anderen besser.
Ausreichend Abstand zwischen mir und meinen Mitmenschen ist mir wichtig. So lässt sich besser aufeinander zugehen. Ich glaube am konstantesten verstehe ich mich mit meinem Hund. Den hab ich immer, wirklich immer gerne um mich herum.

3. Worauf verwendest du viel Zeit?

Aufs Schreiben, Lesen, Hören, Schauen, Kaffeetrinken, Spazierengehen und Schlafen. Außerdem leider auf Büroalltag, auf die Versorgung der kranken Tiere und auf den niemals abreissenden Ärger mit der Behörde.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Über meine eigenen. Vor allem, wenn ich nachts im Bett liege und mir etwas Lustiges einfällt. Überhaupt bin ich in der Horizontalen noch viel alberner als so schon.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Nein. Wenn ich weinen muss, bin ich so von einem Gefühl überwältigt, dass keine Kanäle frei sind, mich zu schämen oder mir Gedanken zu machen darüber, was andere vielleicht über mich denken könnten.

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Cappucino

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Bussi: Dem Unterfranken zum Abschied.
Kuss: dem Bekannten, als er noch bei mir war.

8. In welchem Punkt gleichst du deiner Mutter?

Ich werde wütend, wenn ich Angst habe. Manchmal werde ich auch wütend, wenn ich traurig bin. Ich bin leider zu oft zu wütend.

9. Was machst du morgens als Erstes?

Hund und Katz mit Medikamenten versorgen.

10.  Kannst du gut vorlesen?

Nein. Ich berserkere durch den Text, schlucke Punkt und Komma, galoppiere über die Pausen hinweg und halte erst inne, wenn ich auch den letzten Buchstaben in Rekordzeit ausgespuckt habe. Trotzdem lese ich dem Pferdemädchen oft vor. Manchmal sogar ein ganzes Buch. Sie ist mein Tempo gewöhnt und beschwert sich nicht.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Ich habe immer nur an das Christkind geglaubt: Der Weinachtsmann war sein menschlicher Dienstbote, sein Helferlein. Das Christkind hab ich eines Tages beim Geschenke verpacken erwischt, da war ich in der ersten oder zweiten Klasse.

12. Was möchtest du dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

So richtig unbedingt muss ich mir gar nichts kaufen. Ein Bungalow aus Beton mit vermoostem Patio, ein Garten ringsum und ein Fluß bzw. die Berge nicht weit, das wär schon schön. Wird aber nie sein und wahrscheinlich ist die Idee sowieso berückender, als die Realität je sein könnte.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Ich wäre gerne überlegter, ruhiger, besonnener. Aber dann wäre ich ja nicht ich und nicht ich zu sein, würde das Ich, das ich jetzt bin, nicht wollen.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Ich schaue kein Fern.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Da ging ich noch zur Grundschule. Taunus Wunderland.

16. Wie alt möchtest du gerne werden?

Kommt auf meine Tagesstimmung an. Vergangene Nacht beim Einschlafen, war ich so angenehm entspannt und aufgeräumt und leicht, dass ich dachte , so ließe sich sterben. Heute aber fühle ich dieses wunderschöne Leben und wünsche mir noch mindestens ein halbes Jahrhundert Zukunft.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

An eine Reise mit meinem 7-Tonner, bei der wir zwei Wochen erfolgreich vor dem Regen flohen und jede Nacht an einem anderen Fluss oder am Waldrad schliefen, die Schiebetüren zum Panorama hin geöffnet. Natur, Natur, Natur und keine Menschen außer uns. Das waren sehr glückliche Tage.
Ansonsten denke ich vor allem mit Wehmut nach vorne und freue mich schon unbändig auf meinen Sommermonat in den Alpen.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Allein das Wort sagt schon, wie falsch das ist: Liebe und Kummer gehören nicht zusammen. Wenn sich diese beiden Gefühle mischen, tut es sehr weh und ich fühle mich schrecklich leer und wund.

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Nein. Ich hab viele verschiedene Kosenamen. Sie decken das ganze Spektrum von niedlich über peinlich bis lässig ab. Bin zufrieden.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

Ich glaub ich hab noch nie „an mir selbst“ gewzeifelt. Ich weiß nicht genau, was Selbstzweifel sind (huch, gibt´s mich wirklich?). Unzufrieden bin ich öfter mit mir, und manchmal bereue ich Dinge, die ich getan oder gesagt habe und nehme mir vor, es beim nächsten Mal anders und besser zu machen. Meist scheitere ich allerdings an meiner Impulsivität.
We live, we learn.

 

Und Ihr so?

 

 

 

 

 

Bild: Ken Walton, untitled, medellin 2018, flickr
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

A propósito DSGVO

Mich erreichte eine freundliche Mail eines kundigen Menschen, der die DSGVO in dem Betrieb, für den er als Anwalt arbeitet, umsetzen muss.

Es ist alles halb so wild, schreibt er. In meinem Blog, für das ich bezahle (35,88 € jährlich) und auf dem daher keine Werbung geschaltet wird, vielleicht noch etwas weniger als auf anderen, grundsätzlich aber haben wir Bloger*innen nichts zu befürchten.

 

Der freundliche Anwalt schreibt, und das gilt für alle Blogger*innen, auch für die bei denen z.B. WordPress Werbung einspielt:

 

“ Bei privaten Blogs, die keine Werbung machen oder schalten und die auch nichts verkaufen, besteht zunächst faktisch kein Risiko, wegen DSGVO-Verstößen bestraft zu werden. Die DSGVO gilt nicht für rein persönliche Onlineaktivitäten ohne beruflichen oder wirtschaftlichen Bezug. Abgesehen davon haben die Datenschutzbehörden die nächste Zeit anderes zu tun, als Bußgelder gegen Blogs zu verhängen. Wenn keine kommerzielle Tätigkeit besteht, kann man auch nicht Gegenstand von Abmahnungen werden.

Auch Blogs mit kleineren werblichen Aktivitäten sollten erstmal sicher sein (regelmäßig könnten diese schon jetzt wegen verschiedener Versäumnisse abgemahnt werden, das passiert aber praktisch nicht). Hier sollte man aber genau beobachten, ob es nach dem 25.5. erste Fälle gibt.

Bei den meisten Blogs werden über Kommentarfunktionen und Plugins Daten auf eine Art erhoben und verwendet, die wahrscheinlich nicht datenschutzkonform ist. Deswegen sollte man sich von allen nicht benötigten Plugins trennen und sich in Bezug auf die weiter verwendeten Funktionen kundig machen, welche Mustererklärungen bzw. Verhaltenshinweise es von den Blogplattformen etc. gibt. Bis Ende des Jahres sollte man in der Lage sein, alles dann auch DSGVO-konform anzubieten und abzuwickeln. Für kurzfristigen Aktionismus besteht aber kein Anlass.“

 

Ich habe die Erlaubnis, das hier so zu veröffentlichen.
Meine größten Sorgen sind damit ausgeräumt.

Herzlichen Dank an den Herrn Rechtsanwalt!

Let´s talk about vegs

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Heute ist Gemüsetag bei Herrn Ackerbau und mir fällt nix ein außer Bohnen und Bohnen.
Bohnen als Fisolen im Stranizl, Bohnen als in den Himmel wachsende Wolkenbäume, jede Blattachsel eine Sprosse ins endlose Blau und als Bohnen für Doggen beim Hundemetzger in Friedrichshain.

Bohnen für Doggen, pflegte ich vor mich hinzumurmeln, wenn ich mich mit meinem Tölchen an heißen Sommernachmittagen über die Warschauer Brücke quälte. Bohnen für Doggen, stammelte meine trockene Zunge zum Takt der vorbeiratternden S-Bahn. Bohnen für Doggen, sang ich in operettenhafter Manier, als ich mit kochendem Schädel im Schatten der RAW-Mauer an der Revaler entlangschlurrte (die Mauer im Rucken war kalt, so kalt) Bohnen für Doggen tremolierte ich beim Passieren des Boxis mit dem Antifalaufstall und den standesgemäßen schwarzen Hunden, Bohnen für Doggen, sagte ich mit erhobenem Finger zu meinem Tölchen, als wir nach langer Wanderung endlich den kühl gefliesten Laden mit der beleuchteten Glastheke betraten und ich ihre Ration für den ganzen Monat zusammenkuratierte. Pansen, Euter, Lefzen, Muskelfleisch und vorab ein Stück Rinderkopfhaut.

Kiloweise kaltes Fleisch auf dem Rücken, den folgsamen Hund an meiner Seite, machte ich mich auf den Heimweg über die Bucht, das Ufer, die Halbinsel, den Park mit den nackten Bäuchen im hohen Gras.

Zurück in Kreuzberg zerfetzt ein Knall und ein weiterer den Tag (Schüsse reissen die Luft) und Bohnen durchschlagen ein Auge, einen Bauch und den Schädel der R. und von einer Sekunde zur Anderen wird aus der Kiezgröße eine Kiezmärtyrerin.
Es bleibt ein verlassener Körper, ein verlassener Mann und ein schwerverletzter Polizist.

Wenig später sitzen wir in meiner Küche und die K. schiebt mir ein kleines Bild über den Tisch. Zehn Wochen Leben schwimmen in der Dunkelheit. Eine kleine Bohne.

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend am Hangar im Feuer eine Dose Bohnen.

 

 

 

 

 

Bid: twitter
Lizenz: unbekannt

 

 

don´t give up (im Puppenhaus)

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Ämter bekleiden stelle ich mir seit jeher vor wie Papppuppen (9 Buchstaben und 6 davon p!) anziehen. Man knifft und zwackt einen Talar oder eine Robe an das gesichtslose Amt heran und schon kann die steifhüftige Darbietung losgehen.

Wenn ich nicht gerade die Weltpolitik verfolge, bin ich immer noch unterwegs in Sachen Justiz und Kriminalität und lese dieser Tage unter anderem folgendes: ein Mann googelt am Abend welche Strafe auf vorsätzlichen Totschlag steht, legt sich anschließend eine Bratpfanne zurecht und erschlägt am nächsten Morgen seine Lebensgefährtin beim alltäglichen Streit in der Küche damit. Hinterher behauptet er, im Affekt gehandelt zu haben. Wer glaubt, Tante Google würde irgendetwas für sich behalten, ist ein Dussel. Außerdem: wieso trennen Leute sich nicht, statt sich bratpfannenreif zu zanken. (Bitte nicht antworten, ich weiss warum und möchte das Thema wegen der zu erwartenden Abgründe nicht vertiefen. Die Streithähne sollten besser anfangen sich mit Politik zu beschäftigen, das macht anders unzufrieden, reifer irgendwie. Oder sie könnten ein Puppenhaus bauen, um mal einen Einblick zu bekommen).

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Nach einer halben Stunde Citizenfour meldet sich meine Paranoia und ein unheilbarer Frust über den Zustand unserer Welt. Das ist schlimmer als Dokus über das Universum, unendliche Weiten, Weltraum und Hubble. Blanker Horror. Wir brechen unseren Filmabend ab.
Snowden, den ich vorher nie hatte reden hören, ist ein so kluger, ruhiger und aufgeräumter Kopf. Ich bin voller Bewunderung, auch für das Opfer, dass er zu bringen bereit war, für sein Verantwortungsbewusstsein und für seine Reflektiertheit. Ob er seine Familie jemals wiedersehen wird?

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Den Text, der mich seit langem  am meisten anrührt, lese ich bei der hochgeschätzten dame von welt. Nicht zögern einfach anklicken und eintauchen, bitte. Das Detail mit der Kellertreppe im Weckglas wird mir ewig im Kopf bleiben. Ich plane es nachzubauen. Statt echtem Blut muss Lebensmittelfarbe reichen.

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Wer ist eigentlich merkwürdiger, derjenige, der immer wieder nachfragt, oder der, der nie antwortet.
Darüber können jetzt alle mal nachdenken. Ich aber sage Euch: don´t give up und immer weiter Fragen fragen.

Vom Schreiben, vom Leben und vom Glück (ein Award)

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Sabine, formerly known as Rock´n´Roulette, hat mich für den Liebster Award nominiert.
Das freut mich ganz besonders, weil wir beiden uns schon seit unseren Bloganfängen kennen, sich unsere Wege immer mal wieder verlieren und dann doch wieder kreuzen, so, wie jetzt. Herzlichen Dank für die Nominierung und die interessanten Fragen, liebe Sabine!

Und hier meine Antworten:

Wie fühlt sich Glück an?  Warm (happines is a warm puppy).

Warum? Es gibt kaum etwas Schöneres, als eine warme Hand im Nacken oder auf der Stirn zu fühlen, den warmen Bauch eines Welpen zu streicheln, am flaumigweich duftenden Kopf eines Kindes zu riechen, ein vibrierendes Meisenkind in der Hand zu halten, das warme Blut durch die Adern fließen zu spüren, zu leben. Wärme ist Leben ist Glück.

Wo warst du zuletzt am liebsten? Die schönsten Tage des Jahres verbringe ich alljährlich in den Alpen. Dieses Mal in Murnau. Es gibt nichts, was mir soviel inneren Frieden und Ruhe gibt, wie die blaue Silhouette der Berge, ihre stille Erhabenheit und die unvergleichliche Luft. Am Abend oben auf dem Feldweg zu stehen und auf den vergoldeten See zu blicken, ist für mich ein unbeschreibliches Glück.

Was war 2016 für dich? Es ist das Jahr, in dem meine Mutter gestorben ist und die Welt ins Strudeln geriet.

Was wirst du mitnehmen, was hast du gelernt? Ich habe gelernt Abschied zu nehmen und zu verzeihen. Meine Erwartungen dem Leben anzupassen und nicht umgekehrt. Und ich habe gelernt, dass das, was man am wenigsten erwartet jederzeit geschehen kann. Die wichtigste Lektion des Jahres ist: nicht warten, nicht aufschieben: the future is now.

Was hältst du vom NaNoWriMo? Das hat irgendwie mit ganz viel schreiben in ganz kurzer Zeit zu tun, oder? Dazu müsste ich mir erst mal eine fundierte Meinung bilden. Grundsätzlich ist es wahrscheinlich ganz gut ein Konzept zu haben, mit dem man sich zum Schreiben motivieren kann. Ich brauche das aber eigentlich nicht, denn ich muss sowieso jeden Tag schreiben, weil mir sonst was fehlt. Da ich keine Botschaft habe, nicht berühmt werden will, kein Buch veröffentlichen möchte, im Grunde meines Herzens faul und ohne jeden Ehrgeiz bin, es außerdem lieber überschaubar und familiär mag, reicht mir sowohl mein Output, als auch die Reichweite meines Blogs. Alles andere wäre mir viel zu anstrengend und trübte nur meine Freude. Um die allein geht es mir aber beim Schreiben. Sie ist mir Motor und zugleich Belohnung (neben den vielen klugen und freundlichen Kommentaren natürlich).

Wie funktioniert Schreiben für dich? Wenn es gut läuft schreibt es mich  (écriture automatique) und ich bin nur das Medium, das den Stift hält,  bzw.das Diktat über die Tastatur auf den Bildschirm bringt. Manchmal ist Schreiben auch Arbeit, bzw. eine Übung. Dann feile ich, denke nach und korrigiere, suche Synonyme oder Antonyme, denke über Alliterationen nach, verknappe meine Sätze systematisch, streiche wertende Adjektive usw. Heraus kommen dann meist die Texte, die technisch einwandfrei, aber für mein Empfinden vergleichsweise blutleer und kalt sind, also keine Seele haben. Gute Texte schreiben sich wie im Vollrausch und hinterher bin ich erschöpft und überrascht , was ich da zustande gebracht habe. Wenn ich dem Kopf zuviel Raum lasse und plane, wird das nix.

Happy End oder realistische Sachlichkeit? Meine Texte sind selten fiktiv, deswegen gibt’s nur ein Happy End, wenn es ein Happy End im `richtigen´ Leben gab (insofern  also eher realistische Sachlichkeit). Als Katastrophenchronistin geht fast jedem glücklichen Ende ein spektakulär anstrengendes Vorspiel voraus, das Happy End ist daher eher so etwas wie erleichtertes Aufatmen, die Ruhe nach dem Sturm, die Freiheit des nothing-left-to-do, oder das Trümmerfeld mit seinem Versprechen bzw. der Hoffnung des Neuanfangs.

Worüber würdest du am liebsten alles wissen wollen? Am allerliebsten möchte ich über gar nichts alles wissen. Ich liebe Geheimnisse, ich liebe es immer weiter lernen zu können, in allen Bereichen. Ich möchte nicht an einem Ende ankommen. Mich interessieren Fragen und weniger die Antworten darauf. Antworten müssen neue Fragen aufwerfen, sonst wären sie eine Sackgasse, in der alle Entwicklung endet. Ich bezweifle aber ohnehin, dass man über irgendetwas alles wissen kann. Ich würde trotzdem gerne mein Wissen in dem einen oder anderen Gebiet vertiefen, z.B. über Geschichte, Architektur, Biologie u.a.m.

Wenn du eine Sache ändern könntest – was wäre es? Könnte ich nur eine Sache ändern, dann würde die G. nicht an Krebs sterben. Und wenn ich noch etwas ändern dürfte, dann wäre ich nicht krank.
Global gesehen wären natürlich ganz andere Dinge wichtig, ich verstehe die Frage aber jetzt einfach mal nur auf mich und meinen Kreis bezogen.

Wenn du eine Sache bewahren könntest – was wäre es? Mein Vertrauen, meine Liebe.
(Liebe ist Wärme ist Leben ist Glück).

 

 

 

Müsik zum Glück: Eric Satie, Gnossienne no. 5 (überirdisch schön!)

(youtube-Direktlink)

Dieses Mal reiche ich den Liebster-Award nicht weiter. Sollte aber jemand Lust haben, die Fragen zu beantworten, kann er/ sie dies sehr gerne in der Kommentarspalte tun, oder im eigenen Blog.
Ganz herzlichen Dank nochmal an the fabulous Rock´n`Roulette!

Bild: Johann Ebend, Fliegender Teppich, flickr
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/
 

Hare hare, rama rama

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Ich freu mich über die unerwartete Nominierung zum Liebster Award von Lila Sumpf, einer Bloggerin aus meiner alten Heimat.
Herzlichen Dank dafür!
Einige Fragen haben mir besonders viel Spaß gemacht, bei anderen musste ich leider passen.
Hier mein Versuch:

Wie trinkst Du deinen Kaffee/Tee/Milch morgens am liebsten?
Ich trinke Cappuccino, immer nur Cappuccino. All day long. Mayo Alto heisst die (faire) Bohne und die genieße ich in großen Mengen mit supercremigem Schaum obendruff. Yummie.

Was ist wahr geworden, wovon Du als Teenager geträumt hast?
Das kann ich hier nicht verraten.

Bist Du ein guter Verlierer?
Nein, gar nicht. Zwar schweige ich normalerweise und gebe mich unberührt, wenn ich unterliege, aber ich hadere damit und es wurmt mich. Zumindest dann, wenn ich durch mein Dazutun hätte gewinnen können, ja müssen. Ich gewinne gerne und ich rede hier nicht über Hütchenspiele.

Heilt die Zeit alle Wunden?
Ich befürchte nein. Die kleinen vermag sie vielleicht zu heilen, doch die tiefen bedeckt sie nur soweit, dass sie weniger weh tun, solange niemand daran rührt. So ist es bei mir.
Das Wiederaufflammen eines alten Schmerzes habe ich gerade erst erlebt, als meine Mutter starb, über deren Weggang, vor langer Zeit, ich mich längst hinweg gekommen wähnte. Und plötzlich ist sie tot und alles tut weh.

Was machst Du mit Souvenirs, die Du bekommen hast?
Ich setze jetzt mal Souvenir mit Geschenk gleich, denn Souvenirs bekomme ich nie.
Das meiste, was ich geschenkt bekomme gebe ich irgendwann, wenn der passende Augenblick und der richtige Mensch gekommen ist, weiter. Ich muss nicht alles horten und bis an mein Lebensende mit mir herumtragen, vor allem mag ich nicht in einem angestaubten Museum der Vergangenheits- und Zuneigungsbekenntnisse leben.
Klingt lieblos, ist es aber nicht. Ich hänge mein Herz eben nur an wenige Dinge und das meist auch noch temporär.
As long as it lasts.
Die Erinnerung daran reicht mir vollkommen aus.

Singst Du im Auto immer mit?
Du meinst, ob ich spontan in den groovenden Gospelchor einstimme, der in meinem Auto wohnt und dessen Gesänge mir jedes Mal entgegenschlagen, sobald ich die Türe öffne?
Im Ernst: nein, ich höre im Auto fast nie Musik, weil ich jede Sekunde Ruhe genieße, die ich bekommen kann. Ganz selten drehe ich mal die Lautstärke auf und dann singe ich auch mit.
Am liebsten zu Tocotronic.

Ist jeder Tag ein neuer Anfang?
Für Neuanfänge reicht es meist nicht aus einfach nur morgens aufzuwachen. Manchmal allerdings schon.
Ich habe mir so einiges in meinem Leben regelrecht aus dem Kopf geschlafen und bin morgens mit dem dringenden Impuls erwacht etwas Grundlegendes zu ändern. Das habe ich dann auch getan. Das Spektrum reichte dabei vom Umzug in eine andere Stadt und dem Beenden einer langjährigen Beziehung. Dennoch empfinde ich das ganze Leben, mit seinen Brüchen, als Kontinuität. Eins ergibt sich aus dem anderen.

Welcher Geruch erinnert Dich sofort an früher?
Lustig, dass Du das fragst. Gerade gestern hatte ich ein intensives Geruchserlebnis, das mich in Zeiten zurückversetzte, in denen ich meine Klamotten noch auf dem Frankfurter Flohmarkt am Mainufer kaufte, den Hare Krishnas dort beim Singen zuhörte und selbstgedrehte Zigaretten oder Beedies rauchte, bis mir schlecht wurde. Der Geruch, der untrennbar mit dieser Zeit verbunden ist, ist der von Patchouliöl, vermischt mit dem Duft von Räucherstäbchen und Tabak.
Als gestern ein alter Mann mit Gehstock und Palästinensertuch vor mir herlief, nahm ich diese vertraute Geruchsmelange auf und sofort waren alle diese Bilder und Erinnerungen wieder da. Eine Zeitreise zum Eisernen Steg.

Wie groß ist unsere Willensfreiheit?
Da fragst Du was. Ich kann das nicht beantworten. Doch ich befürchte, unsere Willensfreiheit ist viel kleiner, als wir glauben und als unser Strafrecht voraussetzt.
Genetik, Epigenetik, Prägung, Normen, neuronale Prozesse usw. bestimmen unsere Leben zu einem großen Teil.
Manchmal frage ich, ob wir nicht alle einen unsichtbaren Schlüssel im Rücken haben, wie die Blechfrösche im Spielwarenladen, oder ob wir gar alle nur geträumt sind und unser Schöpfer bald aus seinem tiefen Schlaf erwacht.

Sagst Du immer die Wahrheit, auch wenn Du eine Person damit verletzen könntest?
Natürlich nicht. Ich bin zwar insgesamt ziemlich geradeaus, aber ich schaue schon darauf, welche Resonanzkörper mein Gegenüber hat, was meine Worte zum Klingen bringen könnten,  ob er überhaupt verstehen und voraussichtlich auch verkraften kann, was ich sage oder überhaupt wissen muss, was ich so denke.
Was „die“ Wahrheit ist, wäre auch eine gute Frage. Gibt es das überhaupt? Und wieso wird sie immer derart hoch aufgehängt, wo doch (fast) jeder den lieben langen Tag zu seinem Vorteil, oder einfach nur aus Gewohnheit lügt.
(Ich erwarte keine Antwort auf diese Gedanken)

Welche Worte möchtest Du irgendwann von jemandem hören?
Das ist ganz leicht. Ich möchte gerne diese Worte ins Ohr geflüstert bekommen:

Schnaufschnaufischnauf
schnaufschnaufischnaufischnauf

Alternativ dazu hab ich noch einen Wunsch, aber der bleibt geheim.

 

/

Ich mach´s mir leicht, modifiziere den Award nach Gusto und  übernehme sämtliche Fragen des bekannten FAZ-Fragebogens. Beantwortet sie alle, oder pickt Euch einfach 10 raus, wie beim Liebster Award eigentlich vorgesehen.

Hier sind sie:

Was ist für Sie das größte Unglück?
Wo möchten Sie leben?
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Ihre liebsten Romanhelden?
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Ihr wichtigster Lehrmeister?
Ihr Lieblingskomponist?
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Ihre Lieblingstugend?
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Ihr Hauptcharakterzug?
Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?
Ihre größte Schwäche?
Ihr Traum vom Glück?
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Was möchten Sie sein?
Ihre Lieblingsfarbe?
Ihre Lieblingsblume?
Ihr Lieblingstier?
Ihr Lieblingsschriftsteller?
Ihr Lieblingslyriker?
Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Was verabscheuen Sie am meisten?
Welche Erfindung bewundern Sie am meisten?
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Wie möchten Sie sterben?
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Ihr Motto?

 

Nominiert sind folgende geschätzte und bisher noch nicht von mir nominierte Bloggerinnen und Blogger
(keine Sorge: kein Kettenbrief, kein Haustürgeschäft, kein Mitmachzwang):

 
Alice Wunder
Censay
Eimaeckel
Gerda Kazakou
Madame Filigran
Frau meertau
Onkel Maike
Myriade
Pega Mund
Peggy Liebisch
ReadOn
Wildgans
Birgit von Sätze&Schätze
Uli (Café Weltenall)

Wer hier nicht nominiert ist, ist trotzdem gemeint und kann bitte in der Kommentarspalte hier mitmachen, oder im eigenen Blog.
Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

 

 

Dank nochmal an Lila Sumpf!

 

 

Bild: Valge Gospel, Riinu Raasuke, flickr
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/