Mit dem Schreiben ist es wie mit dem Sport: mensch muss dran bleiben, was schwierig ist, wenn der Rechner nicht mehr funktioniert.

Die Diagnosen stehen noch immer aus. Geboostert wurde ich aber inzwischen und weil der erste Shot nicht richtig saß, gab es gestern noch einen kleinen Nachschlag. Außer Impfarm keine Nebenwirkungen, nicht einmal Hörner.

Wenn ich anderswo lese, dass ehemals halbwegs vernünftige Menschen sich einen Militärputsch herbeisehnen, um uns von dieser grauenvollen Diktatur zu befreien, frage ich mich schon, was da Jahrzehnte lang weitestgehend unbemerkt gebrodelt haben muss, ehe es ausbrach.

9 Kommentare zu “

  1. ich sprach heute mit einer jungen (jüngeren, was eine generation meint) kollegin, die – obschon keine impfgegnerin – nicht frei von zweifeln ist. sie fragte, wie politiker, die von ihrer vorbildung her keine ahnung von ihrem ressort haben, irgendwelche meinungen äußern und festlegungen treffen können. als ich sie so aus meinem erfahrungsschatz heraus darauf hinwies, dass politiker das eigentlich immer so tun/ taten und sich auf ihren fachleute-stab verlassen, fand sie das verkehrt. wir dachten dann gemeinsam darüber nach, warum früher (als das auch schon so war) niemand diese sache in frage gestellt hat. und: warum heute jeder sich mehr fachmann wähnt als die wahren fachleute, die heute immerhin (im gegensatz zu früher) ins licht der öffentlichkeit gezogen werden. und kamen zu keinem ergebnis.
    wobei ich ja denke, das fazit vieler socialmedia-protagonisten, aufmerksamkeit zu bekommen sei gleichbedeutend mit kompetenz ist der wahre trugschluss. die nicht wenigen, die sich allzu leicht verunsichern lassen, glauben den scheiß und schon haben wir den salat.
    über wahrheit sagt das gar nichts.

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  2. Gar nicht so einfach, auch mit denen noch Kontakt zu pflegen, die lieber diesen ganzen mystischen Kram glauben, als sich mit der grauen Wirklichkeit zu befassen. Abenteuer und Freiheit hieß es früher, vielleicht sollten wieder mehr Bürger/innen rauchen…

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    • Ich empfinde diese Zeit als schwer und kraftzehrend. Merkwürdigerweise ist mir meine Traurigkeit in der Pandemie weitestgehend vergangen. Das Grundrauschen der Melancholie bleibt freilich, sonst wäre es ja nicht mehr ich. Ich wünsch Dir alles Gute!

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