Mein Tölchen wird sterben.

(Wie wir alle, sagst du). Wie wir alle. Nur früher.
Die Symptome der vergangenen Wochen sind wohl dem Wachstum des Tumors geschuldet.
Scheiß-Krankheiten, Scheiß-Vergänglichkeit.
Wegen der Spiegelneuronen weine ich sowenig wie möglich. Draußen vor der Tür und unter der Maske lasse ich es laufen. Ich spüre, dass sie spürt, dass es dem Ende zugeht. Wie sehr ich dieses kleine Wesen liebe.

34 Kommentare zu “

    • Ich versuch, mich an ihr zu freuen, solange sie noch da ist. Mit etwas Glück haben wir noch ein paar Monate. Ich hab nur Angst, dass sie bei einem der Anfälle ersticken könnte.
      Zum Einschläfern ist es aber jetzt noch zu früh, sagt die Ärztin.

      So traurig ist das, so wahnsinnig traurig.

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        • Ich weiß, dass Sie wissen…
          Ich verbringe soviel Zeit wie möglich mit ihr, lasse sie kaum allein und gehe mit ihr an die gewohnten Plätze. Heute kam eine Futterlieferung für 3 Monate. Da musste ich sehr schlucken. es fühlt sich nicht so an, als hätten wir noch so viel Zeit.

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  1. Die letzte Zeit zusammen zu genießen, das ist unglaublich schwierig. Aber es lohnt, denn die Momente, die es dann zu erleben gibt, wenn die Traurigkeit hinter dem Moment kurz verschwindet, die trägt man dann auch lange später noch tröstend mit sich.
    So habe zumindest ich es erlebt.
    Gute Wünsche!!! Ganz viele!!!

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  2. Liebe Tikersherk, ja, es tut weh. ich hab es vor wenigen Monaten erlebt, am 28. Juni ist mein Tito gegangen. Er ist in meinen Armen gestorben. Einschläfern zu lassen brauchte ich ihn nicht. Er wurde jeden Tag schwächer, manchmal fiel er um, wir trugen ihn die wenigen Stufen hoch ins Haus, ich schlief immer mit meiner Hand in seinem Fell. In der letzten Nacht bauten wir unser Bett draußen auf, er kroch von seinem Lager tief hinein in das Efeugestrüpp, aber ich brachte es nicht fertig, ihn dort zu lassen. So trugen wir ihn gegen Morgen rein, und ich saß bei ihm, bis er um 2 Uhr mittags starb. Ich habe viel geweint und weine immer noch. Aber es ist gut, dass ich bei ihm war. Seine Anwesenheit ist immer nochsehr zu spüren.
    Nun wünsche ich dir, diese letzte Zeit des Zusammenseins auszuschöpfen, es dem Tölchen so bequem wie möglich zu machen und dem Tag, an dem sie geht, ohne Angst entgegenzusehen. Von Herzen, Gerda

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    • Es hat doch funktioniert! Jahrelang schon und sie ist immer noch bei mir. Jetzt gehen wir die letzten Schritte zusammen.
      Ich bin sehr traurig, aber auch sehr dankbar, dass ich sie noch so lange bei mir haben durfte, wo es doch schon vor Jlanger Zeit so schlecht um sie stand, dass ich dachte, sie stirbt mir weg.

      Danke für Deine lieben Worte!

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  3. Einen Hund zu verlieren, geht unter die Haut, schnürt einem die Kehle zu. Noch ewig wird man das Fell unter den Fingern fühlen, den Blick auf sich gerichtet sehen…

    Alles Gute für dich, liebe tikerscherk!

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  4. Das tut mir leid zu lesen. Ich hoffe, ihr könnt aus der Zeit, die ihr noch habt noch ein bisschen was Schönes rausholen und, dass sie wenn es so weit ist ohne Schmerzen gehen kann.

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    • Ich glaube, Sie mögen Tiere nicht besonders, während ich sie in etwa so mag wie der Heilige Franziskus.
      Wenn Ihre Wahrheit also eine freundliche Mensch und Tier gegenüber ist, höre ich sie gerne an.

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  5. Hören sie meins mit Pfeffer:
    Meine Wahrheit ist die relativ böse.
    DAO DE JING:
    5
    „Himmel und Erde sind nicht gütig.
    Ihnen sind die Menschen wie stroherne Opferhunde,
    Der Berufene ist nicht gütig.
    Ihm sind die Menschen wie stroherne Opferhunde.
    Der Zwischenraum zwischen Himmel und Erde
    ist wie eine Flöte,
    leer und fällt doch nicht zusammen;
    bewegt kommt immer mehr daraus hervor.
    Aber viele Worte erschöpfen sich daran.
    Besser ist es, das Innere zu bewahren.“

    Die Menschen sind wie Puppen, die verrecken und verbrannt werden.
    So will es der SINN. – Nicht wahr!?
    Ihre Haltung ist trotzdem auch wahr. Und ich will Sie niemals, niemals zu meiner Meinung überreden. Ich bin kein Fanatiker.
    Der Herr mag letztendlich schlichten und richten!
    – DER MENSCH – ER SOLL ZU GRUNDE GEHEN! Das ist meine Meinung.
    – Mehr ENGEL!

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  6. Ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst. Vor zwei Jahren starb meine Katze, an der ich sehr hing und an die ich immer noch täglich denke. Außenstehende, die keine Beziehung zu Tieren haben, können das oft nicht nachvollziehen, dass man an so einem kleinen Kerl so hängen kann – ist doch nur ein Tier. Ja schon aber eben noch viel mehr, ein Kamerad, der einen lange begleitet hat, der zu einem gehört, den man nicht verlieren will. Bereite dem Tölchen noch eine schöne Zeit und lass es nicht leiden, wenn es so weit ist. Mehr kann man nicht tun. Ich wünsche dir viel Kraft.

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    • Ich erinnere mich. Hieß sie nicht Lilly oder sogar Madame Lilly?
      Mein Tölchen ist ein Familienmitglied und es macht mich sehr traurig, dass wir uns bald verabschieden müssen.
      Ich werde sie nicht leiden lassen.
      Vielen Dank für Deine Worte!

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      • Ja, Lilli hieß sie. Madame Lilli hab ich sie aus Spaß genannt, weil sie so vornehm tun konnte. Wir hatten sie aus dem Tierheim geholt als sie ungefähr ein Jahr alt war. Dreizehn Jahre war sie dann bei uns und wir hatten sie alle ins Herz geschlossen. Wir haben im Garten eine hundertjährige Linde, darunter liegt sie jetzt und ich besuche sie jeden Tag. Ich fand es früher befremdlich, wenn man für ein Haustier ein Grab anlegt, jetzt find ich es vollkommen verständlich.

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        • Untr einer alten Linde, wie schön! Für mein Tölchen wünsche ich mir auch den Schatten eines alten Baumes, wenn es soweit ist. Leider wird das nicht hier in Kreuzberg sein. Ich hoffe wir haben noch etwas Zeit bis dahin!

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  7. Ich kann die Trauer um das Tölchen nachvollziehen. Wir hatten eine Hündin, sie starb vor vierzig Jahren. und haben sie nie vergesse. Sie bestand aus reiner Liebe. Nun ist meine Zeit gekommen ihr in die Ewigkeit zu folgen. Im Großen und Ganzen kann ich mich nicht über mein Leben beklagen.

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    • Peter, geht es Dir schlecht?
      Ich wünsche Dir alles Gute und ich hoffe sehr, dass ich Dich hier wiederlesen werde, oder in Deinen Blogs!
      Danke fürs Kommentieren, all die Jahre!

      Ich denke an Dich auf der anderen Seite der Erde!

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      • Mir geht es nicht sehr gut. Ich war im Krankenhaus aber nun bin ich schon wieder zwei Wochen zu Hause. Liege meistens im Bed, dass mir das Krankenhaus zur Verfügung gestellt hat.meine Töchterwechseln sich ab Umsicht um mich zu kümmern. Sie müssen auch noch arbeiten. Mein Arzt sagt, wenn ich Weihnachten noch lebe habe ich Glück. Mein Sohn kann erst am 23. kommen. Da die Grenze nach Viktoria noch geschlossen ist. Vielleicht werde ich einen abschließenden Blog schreiben..Der Tod schreckt mich nicht.Es ist eher die Zeit davor. Wann hört man auf Mensch zu sein? Ich habe keine Lust ein jammernder Blob zu sein. Herzliche Grüße von der andren Seite der Erde. Peter

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        • Lieber Peter,

          Dein Kommentar trifft mich ins Herz.
          Soviele Jahre kennen wir uns nun schon. Du warst von Anfang an hier dabei und ich habe Deine Kreuzberger, aber auch die australischen Geschichten immer so gerne gelesen und Deine klugen und besonnenen Kommentare sehr geschätzt.
          Jetzt schreibst Du, dass Du so krank bist und bald sterben musst. Das macht mich traurig und Du wirst mir fehlen.
          Ich hoffe so sehr, dass Du Deinen Sohn noch siehst und mit Deiner Familie Weihnachten verbringen kannst.
          Ich glaube Du musst Dir gar keine Sorgen machen ein jammernder Blob zu werden. Du trägst soviel Kraft und Würde in Dir und Du wirst immer ganz und gar Mensch sein, bis zum letzten Atemzug.
          Es ist gut zu wissen, dass Deine Familei bei Dir ist und ich hoffe, dass diese Zeit miteinander auch schön ist und Ihr viele wertvolle Momente habt.
          Lieber Peter, ich denke an Dich. Ich schließe Dich in meine guten Gedanken ein und wenn Du erlaubst, umarme ich Dich.
          Die allerherzlichsten Grüße sende ich Dir aus Deiner alten Heimat Kreuzberg!

          Leb wohl

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