farewell

Naked attraction heißt ein neues Fernsehformat. Dort warten nackte Menschen darauf, anhand ihrer dargebotenen primären und sekundären Geschlechtsmerkmale von dem oder der vollbekleideten und kommentierfreudigen Kandidat*in für ein Date ausgewählt zu werden, an welches sich optimalerweise eine körperliche Verausgabung anschließen soll. Die Kamera begleitet die Protagonist*nnen beim Vorher und beim Nachher.

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Ich lese, dass ich sicherlich in allen Punkten recht habe, und dass es zwei Tage braucht eine Küche aufzuräumen. Und was soll ich sagen: es missfällt mir und es kränkt mich nicht nur. Es macht mich erfreulicherweise auch sehr wütend. Und so haue ich kurzentschlossen und mit zittriger Wucht in die viel zu leisen Tasten meines heisslaufenden Rechners und ändere mit flatternder Hand die Filterregeln. Kleiner Protipp: wenn ein Echo dir Schmerzen bereitet, dreh ihm den Saft ab, höre nicht hin, hör weg, hör Musik und singe mit, laut und leidenschaftlich. Das beugt inneren Deformationen vor und tut obendrein der maladen Lunge gut.

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Morgen ist eine Erfindung.

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Noch zwei Wochen, bis die Türe sich öffnen und bald darauf wieder ins Schloss fallen wird.
Was werde ich anfangen mit den leeren Schrankfächern und Schubladen.

6 Kommentare zu “farewell

  1. Nicht nur das Echo,auch das Input kann man regulieren, liebe Tikersherk. Was brauchst du dir solche Sendungen anzutun? such dir besseren Input und fülle, wie der Kormoran sagt, die leeren Schubladen bedächtig neu auf. das wäre mein Rat, den du natürlich gar nicht hören willst. Komm gut über die heiligen Tage! Was machen deine lebendigen Begleiter?

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    • Recht hast Du. Die Sendung hab ich mir nicht angeschaut. Hab nur eine Vorschau gesehen und dann den Rest erzählt bekommen. Schlimm.
      Ich habe meine Methoden entwickelt Input zu regulieren. Im Zweifel mache ich es wie Ernie bei Bert. Ich drehe den Ton ab.

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  2. Nichtbeachtung macht frei. Deine Schubladen sind mit Deinen Bildern gefüllt, ab und zu muss man sich trennen und neue Filterregeln erstellen, das kenne ich – sonst platzt der Schrank aus allen Nähten. ‚Naked Lunch‘ traute sich wohl keiner, das Showformat zu nennen – obwohl es prima passen würde. Das machten die nur deshalb nicht, weil sie sonst von William Burrough‘s Geist verklagt worden wären. Es gibt in der Botanik den Andorn, eine Pflanze, sie nennt sich im Volksmund ‚Lungentrost‘. Einen Trost für die Lunge wünsch ich Dir für die oberste Schublade. Adventöse Grüße von der Fee ✨

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    • Leider ist meine Erfahrung, dass das, was ich nicht beachte und mir wegzudenken versuche so präsent ist wie der helle Fleck an der Wand nachdem man ein Bild abgehängt hat. Muss ich wohl doch gründlich renovieren.
      Das Wort „Lungentrost“, überhaupt das Wort Trost, finde ich sehr tröstlich.
      Ich danke Dir für Deine tröstenden Worte und wünsche Dir schöne Feiertage!

      Gefällt 2 Personen

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