Limbo

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Das Gute zuerst: die Vorhölle ist abgeschafft.

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Heute jährt sich der Tod meiner Mutter zum zweiten Mal.

Am Abend ihres Ablebens (ich sehe den sich schließenden Vorhang) saß ich vor einer Kirche in Friedenau, blickte auf das Kopfsteinpflaster im Glast der Abendsonne und war erfüllt von einer schmerzlichen Sehnsucht nach meiner lieben, lieben Großmutter, die starb, kurz nachdem ich mein Kind verloren hatte.
Es war Muttertag.

Zuhause angekommen, hörte ich das Brahms-Requiem und fühlte mich, als hätte soeben jemand das Seil, das mich mit der Welt verband, durchtrennt.

 

Wenige Stunden später rief mein Bruder an und sagte: Es ist etwas Trauriges passiert.

6 Kommentare zu “Limbo

  1. Diese ereignissreichen Daten solltest Du Dir nicht so gut einprägen und zu Herzen nehmen. Alle ältern Menschen die ich kannte starben an solchen Tagen – bestimmt haben sie sich zuletzt daran erinnert und sich so erheblich aufgeregt um dann zu gehen.

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