Das erste Gutachten ist übrigens in meinem Sinne ausgefallen, was eigentlich bedeuten müsste, dass jede weitere Behandlung überflüssig geworden ist. Leider ist das nicht der Fall. Augenblicklich scheint so ziemlich jede Zelle in meinem Körper entzündet zu sein. Ich bin schwach, fiebrig und immer müde. Insofern hat die Behörde, die die Kosten für meine Behandlung nicht übernehmen möchte, sich selbst ein Bein gestellt, indem sie mich mit ihrem andauernden Zirkus in einen neuen heftigen Schub hineingeschubst und meinen Gesamtzustand erheblich verschlechtert hat. In meinem Sinne bedeutet also, dass es mir mies geht und die Gutachterin dies auf voller Linie bestätigt hat.
Ob ich mich darüber freuen soll, weiß ich auch nicht so genau.

Die Verweigerung der Behörde, den Vereinbarungen des gerichtlichen Vergleichs nachzukommen, konnten wir mit einer Vollstreckungsdrohung beikommen.
Sie werden es wieder und wieder versuchen, da mache ich mir keine Illusionen. Sadismus und Machtmissbrauch sind fest implementierte Teile der Verwaltungsstrukturen. Jenseits  von Legislative und Judikative hat sich da eine ganz eigene Gewalt etabliert, die letztlich nichts anderes durchsetzt, als das was mehr und mehr gesellschaftlicher Konsens zu werden/ sein scheint.

Zufällig verfolge ich die Tweets einer der Hauptverantwortlichen für meine Misere. Und manchmal juckt es mich schon in den Fingern, ihr darauf zu antworten. Denn das was sie schreibt und wie sie sich nach außen darstellt, hat mit ihrem konkreten Handeln so gar nichts gemein.

Ich versuche, nicht ständig daran zu denken was mir noch alles blüht. Lieber von Tag zu Tag sich hangeln und an dem freuen was ist. Zum Beispiel an den Blumen zum Weltfrauentag, die ich mir unemanzipierterweise gewünscht und von dem müden Bekannten geschenkt bekommen habe.

 

 

Der Kanzler ist zu Besuch. Wir machen uns ein schönes Wochenende. Trotz allem und erst recht.
Meiner Leserschaft wünsche ich ein ebensolches!

 

 

5 Kommentare zu “

  1. Nichts ist unemanzipiert am Wunsch nach Blumen!

    Unemanzipiert ist, schönlautende Gesetze zu erlassen und gleichzeitig die Daumenschrauben durch die weniger prominente Verwaltungshintertür anzuziehen. Das ist widerwärtig, schäbig und gemein und es tut mir so leid, daß Sie sich adäquate Behandlung mit gesundheitlicher Verschlechterung erkaufen müssen. Ich wünsche alles Liebe und Gute!

    Gefällt 3 Personen

  2. Zufällig verfolge ich die Tweets einer der Hauptverantwortlichen für meine Misere. Und manchmal juckt es mich schon in den Fingern, ihr darauf zu antworten. Denn das was sie schreibt und wie sie sich nach außen darstellt, hat mit ihrem konkreten Handeln so gar nichts gemein.

    Soll ich meinen üblichen Satz hier lassen (ich habe auch so einen Typen: nach außen hin voll auf Inklusion, konkret drangsaliert der einen mit einer diebischen Freude wo er nur kann)?

    Sich Blumen zu wünschen halte ich wie Dame.von.welt auch nicht für unemanzipiert. Hättest du das auch so empfunden, wenn du sie dir an einem anderen Tag gewünscht hättest?

    Mir wurde mein Lieblingspudding geschenkt (das kommt Pralinen gleich, aber die schmecken halt püriert nicht), wenn Blumen unemanzipiert sind, dann das auch. Dann sind wohl fast alle schönen Sachen nach bei oder in der Kategorie.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.