the end of anarchy

 

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Gerade und grau wie ein Gewehrlauf der Weg, Menschen und Hunde und milchig der Himmel über schwarzem Wald.

Das Norovirus sich ausbreitet breiter und breiter. Die Einrichtung in der die Mutter  ihren letzten Seufzer tat, ist betroffen. Kurz setzt mein Herz aus, das tut es in den letzten Wochen.

Die Zeit nagt wie Ameisen am Apfelgehäuse. Blanke Knochen. Flackernde Augen und Leben das Leben verschlingt. Wer weiss davon solang die Knospe nur Zukunft verspricht.

Metalldrucker, Organdrucker, Flüge nach Brüssel für fuffzehn Euro, Netzneutralität in the US à Dieu. Der Kuchen ist verteilt. The end of anarchy.

Noch Undenkbareres wird kommen, wird sortiert werden bis auch die letzte Sardine in der Dose und die Gräten geschichtet sind. Vom Fließenden zum Stehenden. So ist das und es ist kein Schmerz über die getane Arbeit und die große Ruhe, die alsbald neue Blasen werfen wird. Man sagt: c´est la vie und meint tant pis.

In einem Starenschwarm hat jeder Vogel eine Handvoll  Kontakte, die er fortwährend hält. Kontakte haben Kontakte, haben Kontakte, haben Kontakte. Ob nah oder fern, die Verbindung bleibt und der Richtungswechsel eines Einzelnen zieht den Richtungswechsel seiner Gruppe nach sich, Wellen gehen durch den Schwarm, Kreise greifen ineinander, aus vielen Bewegungen wird eine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: bswise, Ruth Negga, flickr
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

6 Kommentare zu “the end of anarchy

    • Das Jahr hängt schief in den Angeln. Mit Atlaskraft versuche ich, es zu schultern. Da wird ein Weg zum Gewehrlauf und ein Apfelrest bekommt Symbolkraft.
      Der lose Zusammenhalt des Schwarms ist der größte Trost und eine geheime Superkraft. Wir sind alle verbunden.

      Frohes neues Jahr Dir!

      Gefällt 5 Personen

      • In einem Starenschwarm hat jeder Vogel eine Handvoll Kontakte, die er fortwährend hält.

        Bei Scinexx fand ich ganz jüngst, daß Mücken sich in einem Schwarm gemäß einer gerühmten Gleichung verhalten. Sie fliegen zwar zick-zack, aber dennoch systematisch, dabei von einer Art „Zentrum“ ausgehend, ihre mathematisch festgeschriebenen Runden.
        So bleibt der Schwarm in sich geschlossen.

        „Atlaskräfte“ wünsche ich Dir! „Man hat mehr Kräfte, als man denkt“.
        Als ich etwa im letzten Jahr Max Mannheimers Biographie las, wurde mir das nochmal bewusst.

        Gefällt 2 Personen

  1. Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
    Meine Oma Frieda hat das jedenfalls behauptet, verbreitet und fest daran geglaubt.
    Mit einem Donnerschlag wurde sie im Dezember zu Grabe gelassen, danach legte der Schnee des Wintergewitters sich auf ihr Grab. Die Stille wurde auch von dem unbekannten Mann kaum gestört, der meiner Mutter „nicht ganz richtig“ vorkam. Ihm begenete Sie beim Verlassen des Friedhofs, und dann war die Schleife abgeschnitten auf der stand, dass Ihre Spuren bleiben würden.
    Und sie bleiben doch.
    Viele kleine und große Lichter sollen zu Dir kommen, heute und den ganzen Januar und das ganze Jahr!
    Liebe liebe Grüße!!!

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