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Je enger die Schlinge, desto größer die Angst, umso nötiger die Zuversicht.

Stellen Sie sich vor, sie wären schwer krank und Ihr Leben hinge von Behandlungen ab, die Ihnen glücklicherweise gewährt werden und die Ihr Leiden zwar nicht heilen, aber das Leben überhaupt erst ermöglichen und erträglich machen.
Und jetzt stellen Sie sich bitte vor, dass auf einmal, nach vielen, vielen Jahren, alles anders ist, die Behandlungen nicht mehr im nötigen Umfang und auf die gleiche, bewährte Weise gewährt werden soll und Ihr Leben in Gefahr ist.

Wenn Sie sich dann noch vorstellen, Sie würden in den 6 Bände umfassenden Akten, die Ihr Anwalt eingesehen und kopiert hat, verwaltungsinterne Notizen finden in denen Sachbearbeiter sich beraten, wie man Sie am Besten einschüchtern oder in die Zuständigkeit anderer Kostenträger schieben könne, und wie dort sogar Grundgesetzbrüche angedacht werden, dann wissen Sie ungefähr wie es mir geht und warum ich nicht einmal mehr zum Bloggen komme: ich schaufele mit beiden Händen das Wasser aus dem sinkenden Kahn.

Noch wird die Behandlung nicht eingestellt oder verändert, es bleibt bei Drohungen, und zur Not werde ich mich, mit der freundlichen Unterstützung von zwei Anwälten und diversen, absolut tollen Ärzten, durch alle Instanzen klagen, aber der Schatten, der sich auf mein Leben gelegt hat, lähmt mich in beinahe allen Handlungen.

 

 

 

 

 

 

 

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/
Bild, Karden, flickr,無聊冇故事系列 (pointless series) 01

41 Kommentare zu “

  1. Liebe tikerscherk,
    wieder ein Betrag, den ich ob seines Inhalts nicht liken kann, Dich schon.
    Klasse, dass Du durch alle Instanzen gehen willst. Ich wünsche Dir, dass die KK noch vor dem ersten Prozess einlenkt und Du so schnell als möglich wieder bekommst, was Du benötigst.
    Alles Gute

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  2. Ich habe befürchtet, dass es dir nicht gut geht, weil du so wenig schreibst. Gib nicht auf und beschwere dich. Im Hessischen Fernsehen gibt es eine Sendung (Defacto), an die sich Leute wenden können, die mit Krankenkassen oder anderen Institutionen Probleme haben. Die Redakteure haken dann nach und sind oft erfolgreich, weil die Kassen Angst vor negativer Öffentlichkeit haben. Aber diese Öffentlichkeit ist natürlich auch für die Betroffenen schwierig.

    Kennst du diese Beschwerde-Adresse? https://www.patientenberatung.de/de/recht/patientenrechte-als-versicherter/beschwerdeweg-versicherter

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    • Danke für den hilfreichen Link, liebe Carmen!
      Ich hab zum Glück viel Unterstützung. Sollte ichdamit nicht weiter kommen, erwäge ich auc die Presse einzuschalten. Die Crux: ich steh nicht so auf Öffentlichkeit. Mein Privatleben halte ich geren weiterhin privat.
      Ich danke Dir!

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  3. Liebe tikerscherk,
    ich denke, du bist stark und klug und schaffst das. Alles richtig gemacht und in die Hände von Juristen gelegt. Es sind rein technische Verfahren, die gelöst werden müssen.
    Die einzig wirklich schlimme Gefahr besteht in einer Verbitterung. Da muss man sehr auf sich achten. Ich wünsch dir viel Kraft und Erfolg, den größtmöglichen Abstand dazu.

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  4. Dass Dich dieser Kampf herunterzieht, Dir viel Deiner Energie aussaugt, kann ich vorbehaltlos nachvollziehen. Viel viel Kraft, auch Zuversicht für Dich! Weiter viel Unterstützung durch Deine Anwälte und Ärzte. Aller alles Gute!
    Herzliche Grüße
    Agnes

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    • Wer krank ist und auf die Solidarität der Gemeinschaft angewiesen ist, der soll dies auch zu spüren bekommen. Immer wieder werde ich auf die Kosten hingeweisen, die ich erzeuge. Mein Ableben wäre wohl die beste Lösung. Nur nicht für mich.

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  5. Möge der Kampf mit den INstanzen erfolgreich sein, das wünsche ich dir von ganzem Herzen. Innerlich schüttle ich mit dem Kopf, was ist nur los mit diesem System, soll das heißen?!
    Zugewandte Grüße
    Ulli

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    • Geld. Es geht immer um Geld. Ich sehe ein, dass dieses möglichst gerecht auf alle verteilt werden soll. Ich verstehe nicht, warum das, was gestern noch recht und billig war heute nicht mehr gelten soll.
      Danke für Deine lieben Wünsche!

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