so long

Blöd, wenn eine versehentlich angehängte Datei offenbart, dass die Absenderin mein Blog liest (und sogar auszugsweise herunterlädt) ohne je dazu eingeladen worden zu sein. Eine Vertrauensperson hat meine Blogdidentität klammheimlich und entgegen meines ausdrücklichen Wunsches verraten und mir damit den Schutz der Anonymität genommen, den ich zum Schreiben brauche.

 

Dieses Blog ruht, bis ich mich entschieden habe ob es hier künftig nur noch Muffinrezepte gibt, ob ich die unbefugten Eindringlinge mit spermatösen Enthüllungsstories anwidere, ob ich ihre eigene Lebensgeschichte zum Gegenstand meiner Erzählungen mache, ob ich tue als sei nichts geschehen oder ob ich unbekannt verziehe.

 

Ich find’s nicht in Ordnung, was da gelaufen ist.

 

So long

32 Kommentare zu “so long

  1. liebe tikerscherk, das mit dem schutz verstehe ich zu gut. shithappensaberauch …
    i hoffe, du schreibst irgendwann irgendwie weiter: ohne muffins: so wie bisher, mit dem uniquen tikeresprit. ich wünschs mir: gern möcht ich noch viel hier lesen. – pegagruß!

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  2. Tut mir sehr leid, das zu lesen. Auch ich würde dein Blog sehr vermissen.
    Hoffe, dass dein „so long“ eher ein „so short“ oder so etwas ist….
    Kein „mag ich“-Sternchen, denn ich mag nicht, was dir passiert ist…

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  3. Deine Verärgerung kann ich verstehen, denn die vorläufig ist das unbefangene Schreiben dahin. Andererseits räumst du dem Vertrauensbruch auch große Bedeutung ein, denn dein vielgelesenes und geschätztes Blog hat einen über Jahre entstandenen ideellen Wert, den man nicht einfach so weggibt.
    Während des Lehramtstudiums habe ich die Unterrichtsmitschau kennen gelernt, bei der eine Unterrichtsstunde mit der Videokamera aufgenommen wurde. Anfangs waren die Schülerinnen und Schüler gehemmt und verhielten sich befangen. Aber nach kurzer Zeit hatten sie die Kamera vergessen und agierten wie immer. Dieses Vergessen einer Beobachterin wünsche ich auch dir.

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  4. Aber ist das nicht der Sinn eines Blogs, dass er gelesen wird?
    Ist es nicht auch ein wenig naiv zu glauben, dass man hinter einem Pseudonym ewig unerkannt und anonym bloggen kann?
    Sollte man nicht seine Blogbeiträge, die man öffentlich ins Netz für alle lesbar (und findbar macht) so verfassen, dass genau das nicht passiert? Das man zu jedem Wort, das man geschrieben hat, stehen kann? Dass man sich nicht aus der Bahn werfen lässt, wenn es von jmd. gelesen wird, den man kennt?
    Vielleicht sogar, den man nicht ausstehen kann?

    Warum bloggt man sonst öffentlich?

    Fragen über Fragen…

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    • Der Kommentar gefällt mir nicht so gut. Die Autorin beschreibt doch eine Verletzung. Und anstatt das zu akzeptieren, werden hier Verben wie „naiv“ ins Feld geführt. Die Autorin blogt zwar öffentlich aber nicht unter ihrem Klarnamen. Sie hat sich unter vielen möglichen Varianten genau diese Form der Mischung von Anonymität und Öffentlichkeit ausgesucht. Ich lese in ihrem Beitrag auch gar nicht, dass sie fest davon ausging, „ewig unerkannt und anonym“ zu bleiben. Was sie stört ist, dass eine Vertrauensperson die Anonymität aufgedeckt hat. Was ist daran überraschend. Ich finde: Erst genau lesen, dann was schreiben, insbesondere, wenn es nicht so sehr nett ist.

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  5. …ja…wenn erste Ggenmeinungen entstehen…dann beginnt es…darum sind wir hier…niemand wird dich beirren, niemand Dich unterkriegen…es geht immer weiter und wir sind unbesiegbat´r, weil wir einfach nicht siegen wollen…da wid jeder machtos, der das erkennt…

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  6. Kann das mit der Anonymität gut verstehen. Ich finde mein eigenes Schreiben wurde befangener, je mehr Bekannten ich von meinem Blog erzählt hatte, und es gibt auch Menschen, die sollen nichts von meinem Blog wissen, da würde ich es machen wie Du und den Blog ruhen lassen. Aber ich werde Deine Texte vermissen und hoffe von Herzen, dass Du weiterschreiben wirst, bald, hier oder woanders! Deine Texte machen diese Welt ein bisschen wunderbarer. Alles Gute!

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  7. Bitte keine muffinrezepte!
    Es tut mir sehr sehr leid, was ich oben lese!
    Das verschwinden des Blogs wäre nach so vielen Jahren ein unzumutbarer Verlust (aber Lösung habe ich auch keine)
    🍀🍀🍀

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  8. Liebe Tikerscherk: Die Person erst bloß stellen, dann ignorieren, dann vergessen. Und vor allem:Weiterschreiben!

    Auch wir, die wir mit Echtnamen bloggen, haben beim Schreiben immer phantasierte LeserInnen im Blick und selten die realen. Und wenn uns der mal bewusst wird – ich wurde schon von Fremden in meinem Stadtteil angesprochen, weil sie einen Artikel von mir gelesen haben und ihren Senf dazu geben wollten – vergessen wir ihn schnell wieder.

    Lass die Wut raus, aber bleib hier. Bitte.

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    • Ich erinnere mich gut und find´s immer noch sehr schade.

      In meinem Falle herrscht gerade große Empörung seitens der unaufgefordert Mitlesenden, dass ich wegen sowas mein Blog schließen will. Das könne ich ihnen doch nicht antun.

      Tja.

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  9. Ach Mensch… Ich kommentiere zwar nicht oft, weil ich meist uneingeloggt bei dir lese, aber ich lese oft.

    Wegen so was oder ähnlichen Sachen haben mehrere Leute, deren Schreibe ich sehr schätzte, entweder Tauchstation (ergo privat hinter Passwort) gewählt oder sind ganz gegangen. Schade sowas, für alle, den Blogger wie auch die schätzenden Leser.

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  10. Auch meine Wertschätzung hast du!
    Lesen und Denken (auch mein Nachdenken) ist allemal mehr mein Ding als Muffins!
    Lass dir den Sonntag nicht ganz vergällen! Es blühen Schneeglöckchen!

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  11. Unnötig zu sagen, dass ich dich sehr vermissen würde und Muffin Rezepte kein Ersatz sind. Ich täte es – sehr sogar. Verstehe aber auch, dass du nachdenken möchtest.
    Es wurde schon gesagt und auch ich finde: großer, scheußlicher Mist, der da passiert ist.

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  12. Lese das Blog regelmäßig und sehr sehr gern. Das eine Schließung droht, macht mich traurig und veranlßt mich das erste Mal, einen Kommentar zu schreiben: BITTE NICHT.

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  13. Da kommt man in heiterster Stimmung aus dem sonnigen Franken zurück und ratzfatz trifft einen der nächste Tiefschlag. Im Januar verlieren wir den Kiezneurotiker, jetzt womöglich dich.

    Meine Hoffnung: Du kannst ohne das Schreiben nicht sein. Du suchst einen neuen Ort, einen neuen Baum, unter dem die Erzählerin sitzt, und schreibst darüber einen so kryptisch verschlüsselten Text, dass nur wenige Menschen diesen Ort finden werden. Keine Ahnung, wie man das macht.

    Wie das eben mit Hoffnungen so ist …

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  14. War ein paar Tage offline, buff, was ist denn hier passiert? Und erfahre so nebenbei, dass der kiezneurotiker auch schon weg ist. Also, die Blogosphäre ist auch nicht mehr das, was sie mal war…
    Tipp: Noch mal überdenken. Habe ich auch gemacht.

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