Ferien vom Luxus

Zugegeben, meine Schwester verdient nicht schlecht. Sie kann sich zwei Kinder, ein Auto und eine Vespa leisten, dazu noch eine Wohnung mit Balkon und Gäste-WC, sie hat das eine oder andere Gemälde an der Wand, ein paar stilvolle Möbel und beim Weinkauf greift sie gerne zu den besseren Flaschen. Ihr Mann ist im gleichen Beruf wie sie tätig und genießt ebenso gutes Essen, guten Wein und schöne Reisen.

Im Urlaub wollen die beiden mal auf den gewohnten Komfort verzichten. Zwei Toiletten, eine Wohnküche und ausreichend Platz sollten dennoch vorhanden sein.
Dieses Jahr stand die schönste Zeit des Jahres unter einem besonderen Motto: Ferien vom Luxus.
Gelungen, würde ich sagen.
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42 Kommentare zu “Ferien vom Luxus

  1. Oooch, fließend Wasser (aus der Leitung!) und Gästetoi sind doch bonfortionös.
    Ich tippte auf bergiges Italien (und irrte im ersten Moment, Frau Kaltmamsell (bloggerin) zu sehen)…
    Beruflich tobe ich mich (persönlich habe ich dem Schnickschnack abgeschworen) gern in Wohnsälen aus. Doch in einer barocken Villa gegenüber des Familiensofas ein grOßformatiges Foto einer endlosen und düsteren Platenbau-Tristesse aufzustellen (was als kontakarikierender Scherz zum Barock gemeint war), war selbst mir zu dekadent… Man sollte vielleicht Fassaden-Folie humaner Architektur oder Naturmotive auf Plattenbauten kleben…

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    • Dekadent wäre es in der Tat, wenn diese Reise so geplant gewesen wäre (das Beispiel mit dem Bild der Plattenbausiedlung trifft diese Haltung sehr gut).
      In Wahrheit hatten die beiden nie vor dieser speziellen Art der Dekadenz zu frönen. Sie sind einer sehr freundlichen Einladung gefolgt und waren überrascht das Hotel in diesem Zustand vorzufinden.
      „Man sollte vielleicht Fassaden-Folie humaner Architektur oder Naturmotive auf Plattenbauten kleben
      Das sollte man, unbedingt.

      In Marzahn (möglicherweise war es auch Hellersdorf) gibt es einen Plattenbau auf dessen Brandwand ein riesiger haarloser Hinterkopf gemalt ist.
      Darauf steht: Jede Platte ist anders.
      Welche Art Humor verbirgt sich dahinter?

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  2. Finde ich sehr mutig so was zu machen. Erst kürzlich habe ich eine Doku Reihe über arabische Länder geschaut auf Zdf Info. Unter anderem waren 2 Jungs im Alter von 10 und 11 Jahren zu sehen die jeden Tag in eine 10 Meter Grube steigen und in völlig gekrümmter Haltung 12 Stunden lang irgendwelche Erze rauskloppen für 2 Euro am Tag. Beide schon schwer Rückengeschädigt. In Kairo gibt es selbstgezimmerte Hütten auf den Hochhäusern, da haust dann ohne fließend Wasser das Personal in größter Armut. Selbst wenn die Kinder es schaffen zu studieren, bleiben sie ohne Job und nicht annerkannt, weil sie eben aus solch einer Hüttenfamilie kommen. Da bekomme ich dann immer einen Kragen wenn ich das deutsche Gejammer höre “ Ach ich habe ja so einen Stress, ich muss 30 Minuten zur Arbeit fahren“. Grrrrrr! Oder der Sozialschmarotzer klagt das er keinen 120cm LCD Fernseher vom Amt bekommt. Grrrr! Chapeau Schwester!!

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    • Es hatte mit Mut wenig zu tun. Sie sind einer Einladung gefolgt und fanden dieses marode Hotel vor, in dem sie eine schöne Woche verbrachten.
      Wahrscheinlich gibt es Leute, denen man das als „lost pace“ für teuer Geld verkaufen kann und die Reise gilt dann als Abenteuerurlaub, bzw. adventure-irgendwas.
      Was Du über die Armut der Kinder/ der Familien in Ägypten und in der Welt schreibst ist furchtbar.
      Schwierig wird es, wenn man diese schlimmen Zustände absolut setzt und als Maßstab nimmt für das persönliche Leiden des Einzelnen, anderswo in der Welt.
      Ich persönlich jammere auch rum, wenn ich heftige Kopfschmerzen habe, obwohl ich weiß, das anderso Menschen zu Tode gefoltert oder von Bomben zerfetzt werden, also viel schlimmer dran sind als ich.

      Was/ wen meinst Du mit Sozialschmarotzr?

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      • Ich habe dann auch gelesen das es wohl keine Absicht war mit dem Hotel, aber sie sind ja geblieben. Persönliches Leid ist auch auch nicht übertragbar oder zu vergleichen. Ich meinte auch das Luxus Gejammer oder selbsterzeugtes Elend. Mit Sozialschmarotzer meine ich die, die gesund sind, aber sich zu fein sind nicht so tolle Traumjobs anzunehmen und vom Amt leben und dann noch schimpfen wenn sie keinen Flachbildschirm oder Induktionsherd bekommen. Ich möchte nicht verallgemeinern, die meisten sind wohl in einer Notsituation, aber es gibt auch welche, die es ausnutzen wollen.

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        • Ich finde das Wort Sozialschmarotzer sehr heftig und sehr abwertend. Auch selbsterzeugtes Elend ist Elend. Warum immer diese Schuldfrage? Genau das macht jetzt übrigens auch die Bundesregierung mit den neuen Hartz IV Verordnungen. Wer sich nicht sozialverträglich verhält (zB durch Trunksucht seinen Führerschein noch vor dem Bezug von Leistungen verloren hat und dadurch schlechter verwertbar wird für den Arbeitsmarkt), der wird bestraft, dem wird also tatsächlich das Existenzminimum gekürzt.
          Die von Dir erwähnten Menschen, die sich zu fein sind zu arbeiten trotz voller Gesundheit halte ich für eine Propagandamär. Die Entsolidarisierung der Besitzenden mit den Armen funktioniert leider bestens. Der Wind weht kalt.

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          • Die neue Hartz IV Verordnung kenne ich nicht, aber ich habe genug Menschen kennengelernt, die sich eben auf Hartz IV ausgeruht haben, und die arbeitende Bevölkerung ausgelacht haben. Ich sehe das unsere Erfahrungen da wohl unterschiedlich sind.

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            • Möglicherweise. Ich lese davon immer nur wenn ich am Kiosk vorbeikomme und die Boulevardmagazine es in Riesenlettern in die Welt rufen: Hartz IV Empfänger machte Urlaub auf Mallorca!
              Gäbe es ein bedingungsloses Grundeinkommen würde man dessen Bezieher auch nicht Schmarotzer nennen. Immer eine Frage der Perspektive.

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              • Wie gesagt ich verallgemeinere keineswegs, ich habe selber mal Hartz IV bekommen, bevor ich berentet wurde. Ich hatte eine Bekannte, 3 Kinder 14,17,19 also schon Schulpflichtig bis Mittags, mit Hartz IV, Kindergeld und Unterhalt 2000€ netto im Monat, plus 350€ Schwarzgeld vom Nägel machen. Das ist für mich asoziales Verhalten und dann schimpfe ich auch mal Schmarotzer. Sie hätte zumindest Teilzeit arbeiten gehen können.

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                • Auch wenn Du ein paar Menschen kanntest, bei denen das so war, wie Du es beschreibst, bleibt es eine Verallgemeinerung und der Begriff Sozialschmarotzer eine schlimme Verunglimpfung von Menschen, die auf gesellschaftliche Solidarität angewiesen sind.
                  Findest Du 2350 Euro mtl. für eine vierköpfige Familie viel Geld?

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                  • Ja ich finde das ist viel Geld zumal die 19 jährige ihr eigenes Geld verdient hat. Ich hatte Zeiten da musste ich mit wenig Rente und von 180€ im Monat leben, meine Miete, Heizung und auch die GEZ selber bezahlen. Für Wohngeld oder Grundsicherung war ich mit 15€ über dem Satz, Wo ist da die Gerechtigkeit? Ich bin unverschuldet arbeitsunfähig geworden, viele alte Menschen quälen sich mit ihren Mini Renten durchs Leben, müssen mit 75 noch einen Minijob machen um zu überleben. Ja doch, da kann ich schon sauer werden. Schmarotzer ist ein Schimpfwort genauso wie Idiot oder sonstwas und ist durchaus auch mal erlaubt und was ganz alltägliches.

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                    • Ein wenig wundere ich mich, wie mein Beitrag über den Urlaub meiner Schwester zu einer Diskussion über sogenannte Sozialschmarotzer bzw. zu solchen Ausbrüchen von Sozialneid führt.
                      Was ich in Deinen Zeilen lese ist, dass Dir Unrecht widerfahren ist und Du es nicht in Ordnung findest, dass andere es besser getroffen haben. Ginge es Dir tatsächlich besser, wenn die Bekannte sich ebenso hätte herumschlagen müssen wie Du, und müsstest Du nicht eigentlich Kritik üben an dem System, dass solche Unegerchtigkeiten hervorbringt? Es scheint mir ganz und gar unsinnig und unverständlich und eben auch sehr unsolidarisch sich so über andere aufzuregen und ihnen das wenige zu neiden, was sie haben.
                      Sozialschmarotzer ist und bleibt für mich ein ganz grauenvoller verleumderischer Begriff, der bedürftige Menschen biologistisch mit Parasiten gleichsetzt.

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  3. @Michi Mensch Michi, sei beruhigt, Es ist doch schon heimlich beschlossen: die Bergwerke werden bald wieder manuell betrieben und alle Hartzer und EU-Rentner und SchmarotzerkInder Alleinerziehender etc. werden dorthin umgesiedelt und „Glück-Auf“-beschäftigt. Menschen mit Deiner „sauberen Einstellung“ dürfen dann endlich mal Chef sein… Gute Besserung!

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    • Das geplante Gleichstellungsgesetz für behinderte Menschen sieht Heimeinweisungen vor, wenn das Leben n den eigenen vier Wänden teurer ist als die Sammelunterkunft. Wieso sollte man nicht das gleiche mit Hartzern machen. Das sparte dem Staat, also uns allen, viel Geld. Vom Sozialschmarotzer zum Wohlstandmüll ist es nicht mehr weit. Ab damit.

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  4. Erinnert mich an eine Wohnung, die ich mal in Frankfurt hatte. Mitten im Winter auf einem alten Handwerkshof, Putz kam von den Wänden, Kohleofen und klamme, muffige Decken. War auch die Einladung eines „Freundes“. Zwei Wochen habe ich es ausgehalten.

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      • Doch, das war im Glitzer Frankfurt Ende der Achtziger. Ich fand das damals typisch für die Stadt: Kleinbürgerliches, ja Ärmliches neben Grosskotzigem. Ich hab die Stadt nie gemocht. Leid taten mir nur die Türken neben mir: sie mussten in der Bruchbude bleiben. Ich könnte gehen.

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  5. Nochmal… Ich verurteile nicht Hartz IV Empfänger!! Ich finde das System sehr ungerecht! Dennoch gibt es Menschen die das System ausnutzen, das ist nicht nur doofe Bild Zeitung Propaganda sondern traurige Realität. Und genau wegen solchen Menschen haben Hartz IV Empfänger einen schlechten Ruf. Und das verurteile ich sehr. Ich verstehe die Aufregung über den Begriff Schmarotzer und seine Definition nicht. Ich denke aber schon das wir im Grunde gleich über das System denken, geschriebenes kann manchmal missverständlich sein.

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    • Der Begriff Sozialschmarotzer ist Teil einer widerwärtigen Hetzkampagne der Boulevardpresse (nachdem Schröder Anfang der 90er den Startschuss gegeben hatte) gg Hartz IV Empfänger. Er lässt sich sowenig ohne bestimmte Konotationen gebrauchen wie das Wort „völkisch“. Es ist eben nicht so, wie Du sagst, die Du offensichtlich auf die Kampagne hereingefallen bist und Dich deswg traurigerweise mit den H4-Bedürftigen entsolidarisierst, dass der schlechte Ruf der Sozialhilfeempfänger von den 3 bösen Buben rührt, die „das System ausnutzen“. Es ist gezielt in den Ring geworfen worden und wird seitdem bei jedem Stammtisch herum gereicht, zusammen mit Begriffen wie Scheinasylanten, Überfremdung und Wohlstandsmüll.
      Und nein, ich glaube wir sind ganz und gar nicht einer Meinung in diesem Punkt, denn ich empfinde keinerlei Missgunst gegenüber Menschen, die H4 beziehen und vielleicht noch 100 Euro heimlich dazu verdienen. Im Gegenteil- ihnen gehört meine Solidarität und mein Mitgefühl.

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  6. Noch nie von der Kampagne gehört, dann habe ich mich auch wohl von meiner Mutter entsolidarisiert und meiner längsten Freundin die beide Hartz IV bekommen.. Ah ja. Na mal sehen ob die jetzt noch was mit mir zu tun haben wollen. Ich bin somit raus aus der Diskussion, die wird endlos..

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    • Wahrscheinlich standen sie Dir nahe genug die beiden, um weiterhin den bedürftigen Menschen in ihnen sehen zu können und bestimmt haben sie nicht illegalerweise was dazu verdient.
      Unschöne Diskussion, die meinetwegen gerne hier enden kann. Andererseits finde ich es wichtig auch mal Meinungen auszutauschen und sich nicht immer nur freundlich und kritiklos zuzunicken. Das kann man ja nach einem hitzigen Gespräch trotzdem wieder tun.
      In diesem Sinne- schönen Abend Dir.

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      • Nee sorry, das war nicht nur eine Diskussion, du bist schon sehr persönlich geworden und hast mir ohne mich zu kennen, Sachen unterstellt die einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Ich habe mich weder von einer ganzen Gruppe Menschen entsolidarisiert, ich bin auf keine Kampagne reingefallen, von der ich noch nie was gehört habe, ich lese auch keine Boulevardblättchen oder Bild Zeitung die mich manipulieren wollen und unterstellst mir Sozialneid und eine gewisse Boshaftigkeit, weil ich das Wort Sozialschmarotzer benutzt habe. Ich bin und war noch nie ein neidischer Mensch, ich zähle lediglich Fakten auf und habe einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.Ich weiß durch deine Beiträge, dass du von Armut und Elend umgeben bist. Aber Kreuzberg Süd Ost ist nicht ganz Deutschland, bei mir bekommt man z.B. eine moderne 100m³ Wohnung für 580€ warm, und ja dann sind 2350€ sehr viel Geld. Ich habe mehrmals betont das ich nicht Verallgemeinere, dennoch behauptest du, dass ich eben das mache. Da fällt mir jetzt zum Schluß nur noch ein…. Die Botschaft entsteht beim Empfänger!

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        • Denn mit dem Reich der Himmel ist es wie mit einem Hausherrn, der ganz frühmorgens hinausging, um Arbeiter in seinen Weinberg einzustellen. Nachdem er aber mit den Arbeitern um einen Denar den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg. Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markt müßig stehen; und zu diesen sprach er: Geht auch ihr hin in den Weinberg! Und was recht ist, werde ich euch geben. Sie aber gingen hin. Wieder aber ging er hinaus um die sechste und neunte Stunde und machte es ebenso. Als er aber um die elfte Stunde hinausging, fand er andere stehen und spricht zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sagen zu ihm: Weil niemand uns eingestellt hat. Er spricht zu ihnen: Geht auch ihr hin in den Weinberg! Als es aber Abend geworden war, spricht der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn, angefangen von den letzten bis zu den ersten! Und als die um die elfte Stunde Eingestellten kamen, empfingen sie je einen Denar. Als aber die Ersten kamen, meinten sie, dass sie mehr empfangen würden; und auch sie empfingen je einen Denar. Als sie den aber empfingen, murrten sie gegen den Hausherrn und sprachen: Diese Letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze getragen haben. Er aber antwortete und sprach zu einem von ihnen: Freund, ich tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? Nimm das Deine und geh hin! Ich will aber diesem Letzten geben wie auch dir. Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gütig bin? So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein; denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.

          (Jesus Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg. Die Bibel Matthäus 20, 1-16) Quelle: Elberfelder Bibel 2008

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  7. Liebe Katastrophenchronistin, mich hat dieser Beitrag wirklich nicht gefreut. ich finde nicht, dass es sich um ein berichtenswertes Ereignis handelt, was deine Schwester für eine Einkommenslage hat und wie sie ihren Umsonst-Urlaub verbrachte.
    Ich hätte den Beitrag ignoriert, wenn er nicht von dir wäre. Ich lese nun mal alles, was du schreibst, und war bisher immer hoch erfreut, sogar begeistert von deinem Stil. Diesmal nicht. Die Kommentare hast du selbst provoziert mit dem dämlichen Gegenüberstellen von Luxus-Schwester und verrotteter Immobilie.
    Nun auch mein Kommentar: Die Schnäppchen-Gier von Deutschen kenne ich zur Genüge, wo sie was umsonst kriegen können, da sind sie dabei. Und hinterher beklagen sie sich, dass der Service nicht stimmte. So setze ich deinem Klischee von dem verwahrlosten Südland meins vom Tsambatsis drauf (Tsambatsis ist Griechisch und bedeutet: Schnorrer, kommt von „tsamba“, umsonst.)
    Ich habe heute einen merkwürdigen Humor. Tut mir leid und liebe Grüße! Gerda

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    • Der Beitrag sollte ironisch sein. Kam nicht rüber. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich Ironie nicht verstehe und sie deswg. auch nicht besonders drauf hab. Weiss ich eigentlich, versuche es trotzdem manchmal.

      Ironie zu erklären ist noch unwitziger, doch eines möchte ich gerne loswerden: weder lebt meine Schwester in erwähnenswertem Luxus, wie der Scherz „sie leistet sich zwei Kinder“ eigentlich andeuten sollte, noch hat sie sich beklagt. Sie hat sich im Gegenteil sehr über die freundliche Einladung der Nachbarn gefreut und wollte diese nicht abschlagen. Sie verdient es gewiss nicht als Schnorrer beleidigt zu werden. (Falls Du das ironisch meintest, hab ich´s wieder nicht verstanden).

      Dass Du Dich ärgerst ist legitim, wenn ich auch nicht so recht verstehe wie ich diesen Unmut herbeigeschrieben haben könnte.

      Vielleicht gefällt Dir mein nächster Text wieder besser. Das wär schön.
      Herzlichen Gruß, liebe Gerda.

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  8. in der tat, was du uns zeigst deutet keineswegs auf luxus hin, doch für ein hotel, wenn ich richtig gelesen habe, ist das ein erbärmlicher zustand.
    korrigiere mich bitte, falls ich mich irre.

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    • Das Hotel ist anscheinend schon länger nicht mehr in Betrieb. Sie waren die einzigen Gäste dort und sie waren einer Einladung gefolgt.
      Dieser Beitrag sollte eigentlich ironisch sein und mit der Dekadenz mancher Leute spielen, wie KommentatorIn Pe sie beschreibt. Nur dass meine Schwester eben weder reich noch dekadent ist. Ein dummer Spaß von mir…

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      • okay, da hat mich wohl mein sinn für ironie verlassen.
        um wirklich reich zu sein bedarf es mehr als 2 erwerbstätige. deine schwester und mann gehören eben zur mittelschicht, na und?
        das ist wohl nur der bloße neid diese pe.

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        • Nein, ich glaube bei Pe handelte es sich nicht um Neid, sondern um einen scharfen Blick für Dekadenz.
          Und ja, Mittelschicht nennt man das.
          Um meine erbärmlichen Ironieversuche zu verstehen muss man mich wohl wirklich persönlich kennen. Ich verstehe Ironie nicht und ich kann sie ebensowenig verständlich machen. Ich lasse es besser bleiben, künftig.

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  9. @genotypa „Wer lesen kann ist klar im Vorteil“ -stimmt wohl doch nicht. Hier kreuzen sich eben völlig abstrakt verschiedene und humorlose Umlaufbahnen. Du hast mich völlig missverstanden = ich brauche diesen Schnickschnack persönlich nicht mehr und nun finde es absurd und dekandent, dass dieses Plattenbaufoto nun tatsächlich in dieser Villa steht…Man kann seinen Kindern auch anders Kunst + Klassenunterschiede „erklären…“ // Den Urlaubsbeitrag finde ich sehr zum Schmunzeln, trotz und vor allem wegen der missverständlichen Interpretations-Verbissenheit einiger Kommentatorinnen.Wenn man bspw. in Lissabon war, schätzt man als Tourist bitternaiv „den maroden Charme“, während die Stadt allmählich vorrangig von Chinesen (sie bekommen dadurch ein uneingeschränktes Europa-Visum) und Franzosen (steuervorteilend) aufgekauft wird. Einerseits rettet es historisch wertvolle Substanz (gegenüber unserer deutschcharakteristichen und zunehmenden Neo-Bunkierarchitektur), andereseits bringt es den Einheimischen keine Lebensverbesserung. // Die Schwester hat sich wacker gehalten und schätzt den einheimischen Komfort nun wohl um so mehr und hat nun immer eine gute Urlaubs-Episode… So eine kleine „Demuts-Übung“ tut uns doch allen gut…. Vor allem mit Humor.

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  10. Ich bitte um Nachsicht für die Verschreiberei = nicht nur die Hitze frisst Hirn…;-)
    Innerhalb von 4 Jahren habe ich zum 2. einen Beitrag kommentiert und es ist fast erschütternd, wie schnell inzwischen ein harmloser Beitrag der wunderbaren Frau Tikerscherk zum dünnhäutigen „Politikum“ wird…
    Bitte lassen Sie sich nicht von ein paar Irrlichtereien in Ihrem Blog abschrecken!

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