abomama abasexy

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mein vater der war ein kapitän
ein seemann war`s
der konnnte mich verstehen

 

Mein Blog entwickelt sich zu einem Fachmagazin für Erotik, Fetisch und Tod.
Zumindest legen dies die Suchbegriffe nahe, mit denen Menschen auf meiner Seite landen und die ich dann in meiner Statistik entdecke.

Als da wären:

an erster Stelle, immer noch ungeschlagen, das Reisezubehör der besonderen Art, die travel pussy und die künstliche vagina (sind künstliche vagina gut?) gefolgt von kreuzberg südost und tikerscherk, oder sogar von zauberhafte tikerscherk. Hach!

Dann kommen die altbekannten Tags wie Pisse und Porno und Pimmel. Eine besondere Variante: dieses Mal der Mondporno (voll und prächtig steht er am Himmel, der Mond?).
Familienporno will ich hier bitte nie wieder lesen, ebenso wenig wie deutsche familie anal und anderen Arierscheiß.
Gut gefällt mir hingegen fox on the run sex. Klingt wie eine interessante Metapher für irgendwas (frag mich nicht).

Häufig gesucht, in meinem Reich der Abgründe und der Düsternis, sind auch Tod durch Selbstmord oder Herzversagen (z.B.: herztod augen glasig selbstmord kreuzberg, versuchter selbstmord).
Passend dazu: als bohrer im gesicht eingesetzt verliert er seine bedeutung – was immer „er“ sein soll, ich bin sicher „er“ würde sich als Selbstmordtool gut machen. Später dann kommt wahrscheinlich Soko und friedhof exhumierung.

Immer wieder gefragt wird nach Stefan, dem U-Bahn-Poeten bzw. dem U-Bahn Skelett. Leider ist Stefan inzwischen verstorben, wahrscheinlich verhungert, also auch tot.

dutt mit bart,
dutt ohne bart,
die ganzen nerdbrillen und dutts an der uni
– sind immer noch beliebte suchbegriffe und, man kann es drehen und wenden wie man will, es bleiben würdelose Gockel, um nicht zu sagen gentrifizierte arschgeigen. Auch wenn ich längst heiser und müde geworden bin, und nicht mehr so laut krähe wie früher, meiner innigen Verachtung für die Berufssöhne in Röhrenhosen, die Pacmen des Kiezflairs, sowie die Bugaboo-Spießerinnen mit Kontoauszügen als Handtasche und Markenhund an der Leine, tut das in keiner Weise Abbruch.

Ein begabterer Schreiberling würde nun, um die Aufmerksamkeit der geneigten Leserschaft nicht länger durch eintönige Aufzählung irgendwelcher Suchbegriffe zu ermüden, zu einem Kunstgriff greifem (Griff greifen?) und die Wörter stattdessen in eine kurzweilige Geschichte mit viel Sex und ein wenig Crime einbinden, die ungefähr so aussehen könnte:

Morgens licht durchdringen aus den kleinen löchern in den dunklen raum. Dort verbringt sie ihre einsamen Nächte, doch manchmal, bei Vollmond, zieht es sie nach draußen ins rotlicht kreuzberg, wo sie im Swingerclub ihres Herzens ihrem fetisch in einem sitzsack freien Lauf lassen kann. Befeuert wird die Leidenschaft der Gäste durch engelsex bilder, die allüberall im Pimmelhaus für knisternde Erotik sorgen. Als sie sich aus dem knautschigen Lacksessel schält, um an die Bar zu gehen, hört sie eine freundliche Stimme ihr zuraunen: Zieh mir die Hose aus. Sie dreht sich um und sieht ein pinkes Plüschmaskottchen, das sie erwartungsvoll anblickt und freundlich winkt. Keinen Augenblick zögert sie und tut, wie ihr geheissen. Meine erste Zonengabi! haucht das Maskottchen und seine blauen Plastikaugen leuchten, als sie ihm die engen Plüschhosen über seine Füße zieht. Verwundert hält sie inne. Sie irren, mein treu ergebener herr, ich bin ein frankfurter mädsche. Wie schade, seufzt das Maskottchen, ich suche eine geliebte für analverkehr ost, jemanden, der gut zu vögeln ist. Sie möchte noch etwas entgegnen, doch da fühlt sie einen Stich, ein kleines Pieksen, fährt herum, und hört schon nicht mehr was das Maskottchen sagt, so schwummrig wird ihr auf einmal. Mit beiden Händen greift sie um sich, versucht verzweifelt sich an irgend etwas festhalten, sieht aber überall nur noch anstarrende dinos optische täuschung und stürzt.
islamischer staat trinkt bier?
schießt ihr noch durch den Kopf, ehe sie das Bewusstsein verliert. Im Hintergrund hört sie das grillenzirpen in der Wohnung, dann wird es dunkel um sie.

Die meisten geschichten mit propofol sind heiter und beschwingt, diese jedoch endet sehr, sehr traurig.
Es ist ein Tag im August, heiss wie lava in den tropen oder eine mikrowelle im kadewe, als die Frau stirbt an puls 240 spritzen hilft nicht mehr. Beerdigt wird sie in einem old school kostüm eisverkäuferin. Doch zum Leichenschmaus erscheinen, neben der wunderbaren Kreuzberger Urbevölkerung, leider auch viele prenzlauer berg arschgeigen mit Kuchen von der verhassten gentrifizierungs-bio company am schlesischen tor. Der Gipfel der Geschmacklosigkeit allerdings ist die vagina aus dem automatencappucino, die einer von ihnen mitgebracht hat um an das Faible der Verstorbenen für Swingerclubs zu erinnern.
Bei so wenig Taktgefühl möchte man wirklich bulimie kotzen lernen.

 

 

 

 

Bild: flickr commons

18 Kommentare zu “abomama abasexy

  1. Denn die Engel haben keinen Sex.
    – Denn die Engel sind ewig und lieb!
    Die Engel herrschen doch auch. Nein?
    Natürlich nicht.
    Nein, die EZB herrscht? Hihi!
    Und die NATO. HIHI.
    Doch. Sie herrschen!
    Denn deine Seele wird gewägt werden.
    Nein? Schon jetzt!
    Ich bin hoffentlich in Liebe.
    In der Liebe.
    Hoffe ich.
    Der Rest ist Schweigen.
    Der Rest ist Tod.

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  2. »als bohrer im gesicht eingesetzt verliert er seine bedeutung«

    Vor vielen, vielen Jahren hörte ich einmal die Geschichte eines Engländers namens William Hall, der sich mit Hilfe einer Bohrmaschine entleiben wollte. Er benötigte dafür 8 Löcher.
    Das ist eine denkwürdige Geschichte, wie ich finde, obwohl oder gerade weil über den verwendeten Bohrer nichts bekannt wurde. Es war lange vor der Erfindung des Internets. Nun gibt es dieses Netz und mit jedem Tag klingt diese Geschichte glaubwürdiger. Mehr noch: Ich bilde mir ein, dort Menschen begegnet zu sein, die diesen Rekord durchaus brechen könnten.
    Was wollte ich sagen? Weiß auch gerade nicht.
    Noch ein Loch…

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    • Entleiben! Da schenkst Du mit ja ein Wort! Auf Dich ist wirklich Verlass- beim letzten Mal, als ich einen Suchbegriff nicht verstand, hast Du ihn mir auch erklärt, nur dass es da nicht so furchtbar war. DIe Leute waren also auch schon früher „krass“, auch wenn sie noch ins schwarzweiss und mit Spazierstock unterwegs waren.

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  3. Darf ich mir die „gentrifizierten Arschgeigen“ ausborgen? Ich meine das ernst (du bekämst natürlich verlinkt, wie man hier sagt). Das könnte mich davon abhalten, die xte Version über deren hiesige Vertreter und deren unterirdisches Verhalten bei der Schultheaterprobe vom Atelier-Kind zu löschen, weil ich in etwa den Wortlaut im Kopf hatte als ich live dabei war. Ich schmeiß das immer wieder aus Word, weil ich denke der ganze Artikel liest sich wie Abkotze, egal wie ich probiere mich da emotional rauszuziehen, ich bin letztendlich doch wütend auf die, weil sie den Kindern alles kaputt machen, aber dann hätte ich quasi eine Bestätigung, dass irgendwo im Netz nach so was gesucht wird und könnte mich selber „überlisten“.

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  4. Pingback: g & a | Fädenrisse

  5. Ich lese Ihr Blog seit einiger Zeit mit großem Gewinn. Es gelingt Ihnen scheinbar mühelos zu jedem Thema die richtigen Worte zu finden.
    Ihre Tief- und Abgründigkeit ist beeindruckend. Auch ich glaube, wenn Sie mir die Bemerkung gestatten, dass Sie eine ganz zauberhafte Tikerscherk sind.

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  6. He, zuerst viel es mir nur schwer, meine Kommentare meiner Frau zu zeigen. So von wegen „Blaumann“. Ich meine, wenn die nun auf solche Ideen kommen würde oder sich gar ein Beispiel an der A nehmen würde? Nun kann ich nicht einmal mehr einen versehentlichen Blick aus den Augenwinkeln auf den Artikel zulassen. Mano, soll ich schnell den Boss-Key tippen, wenn sie kommt?

    Sonst sagt die noch: „eh, lass mal schauen“ und ist dann enttäuscht — oder auch nicht, je nach dem.

    Kann Spuren von Selbstironie enthalten. Nein, meine Frau ist nicht so. Die ist das tollste, liebste, süßeste was ich habe und sie kann so sexy sein…

    (nur, für den Fall, dass sie das nun aus den Augenwinkeln mit bekommt, die Bosstaste klemmt und das ist nicht einmal gelogen).

    Sehr „verquerer“ Artikel übrigens, geschickt umgesetzt. Ich würde aber Suchbegriffe nicht überbewerten. Immerhin werden sie nun treffen. Das Netz schafft sich selbst.

    … Okay, verstehe. Das ist die Rache :-)

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    • Liebe tikerscherk, da fehlt noch der Kommentar meiner Frau

      (man muss ja offen und ehrlich mit seinem Partner sein und zu seinen Fehlern stehen).

      Sie meinte, ich sei nicht lustig. Und außerdem hätte ich gar keinen Blaumann. Sie hätte aber einen…

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