Boogie

awomanonawildride

Zwischen Angst und Hysterie. Aufgedreht ermattet, erschöpfend beschleunigt.

Ich hänge am Tropf*, der Hund sowieso, und dass heute erst mal Schluss ist damit beruhigt mich nicht, auch wenn es sollte (ab morgen täglich subkutan) es macht mir eher Angst. Jetzt trage ich die volle Verantwortung und nicht mehr die Praxis in der sie seit über einer Woche 6 Stunden täglich behandelt wird.

Überhaupt Verantwortung- ich mag und kann nicht mehr. Katze gefällig?

Die Behandlung hat bislang mehr gekostet als ein Stylomtaten-Bugaboo-Cameleon 3.
Andere leisten sich Kinder, ich einen Hund. Uff.

Als nächstes verkaufe ich das Spielmobil und danach mich selbst aufm Bahnhof Zoo (mit Hausbesuch im Waldorf Astoria. Das Hotel soll sogar eine Bibliothek haben, hab ich mal gelesen, ich glaube bei Annika war´s. Die allerdings hat dort nur konsumiert und sich nicht konsumieren lassen. Mach ich auch nicht, keine Sorge bitte, ich geb nur an).

Ich würde so gerne mal resolut durchgreifen. Gegen alles und jeden. Einfach mal Nein sagen mit auf die Hüften gestemmten Händen (behauptet doch die V. kürzlich, dass wir Frauen deshalb schwere Gewichte auf unseren Hüften abstützten, statt sie allein mit den Armen zu halten wie ganze Kerle, weil unser Latissimus schwächer sei als der der der der der Männer. Deswegen geht sie bouldern, was wiederum die Pechmarie auf die Planken und somit jobmässig ins Aus befördert hat. So geht das: nach Stärke streben und dabei zu Fall kommen. Das Leben ist voller Bilder, man muss nur gewillt sein sie zu sehen. Ich kauf mir einen Aluhut.)

Am Wochenende kommt übrigens und à proposito (zum Zweiten) der Kanzler zu Besuch um seinen Sohn zur Einnahme von Psychopharmaka zu zwingen. Was mir gut tut muss kann dir auch nicht schaden, Fleisch von meinem Fleisch und Psychiater sind sowieso überbewertet. Auch früher schon hat er gerne mal einen Waschlappen voller Lexotanilchen mitgebracht und die kleinen Tablettenbaguettes bröckchenweise in die aufgerissenen Kindsschnäbelchen hineingeworfen. Mit Schmackes und mit Bier nachspülen – passt – es geht nichts über elterliche Fürsorge.
(Wie ich aus der Schule nach Hause geschickt wurde nachdem ich mir sonstwas eingeworfen hatte/ Deine Augen sind so trüb, geht’s dir nicht gut? Doch, sehr sogar!/ Mandrax oder Vesprax, ich weiss es nicht mehr).

Es ist Oktober und eben habe ich eine Mitarbeiterin auf eigenen Wunsch verabschiedet.
Die nächste fängt im Januar an, in 10 Wochen, wie ich gerade errechnet habe. Zehn Wochen nur noch.
Tschu tschu tschu und schluck und schluchz.

 

* metaphorisch gesprochen. Es handelt sich hier schließlich um ein anspruchsvolles Literaturblog und à propos: ab Januar geht Tell an den Start und sucht noch MitschreiberInnen

 

 

 

 

Bild: http://www.bighappyfunhouse.com/archives/07/04/ Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.5/

11 Kommentare zu “Boogie

  1. herrjee… der kanzler ein dealer, frauen stürzen beim hüfttraining von felsblöcken, tikerscherks müssen nun also spritzen? und wieso wollen sie katzen loswerden? wollen die nicht mit dem spielmobil fahren? und bald ist november…. vielleicht wird dann alles besser????
    drücken sie die töle mal unbekannterweise und ich wünsche ihnen weiterhin drahtseilnerven, auf denen sie in luftiger höhe mit schirm und charme balancieren mögen.

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    • Der eine hört auf zu rauchen, der andere verteilt Drogen, hüfthohe Gesteinsbrocken, sisyphosartiges Tagewerk, geduld, Geduld, nicht meine Stärke, aber auf dem richtigen Weg.
      Vielen Dank, Frau meertau!

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