Quinquillieren

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Übrigens ist draußen Frühling. Das Leben hungert und giert nach sich selbst.
Die weisse Katz hat einen Vogel gefangen, ihren ersten, seit sie bei mir ist.
Ich kann das Tötungsvorspiel nicht mitanschauen, geschweige denn sie dafür loben, entwinde ihr den Vogel unverletzt und bringe ihn in Sicherheit (ein schöner Ort, diese Sicherheit).
Seitdem sucht sie an der Verluststelle nach ihrer Beute, die längst wieder irgendwo da oben im Geäst sitzt und zwitschert.

„Das Lebendige ist das, was ein Interesse an sich selbst hat, das um sich besorgt ist und dementsprechend reagiert. Und das berührt uns: Weil wir nämlich selber lebendig sind und diese Sorge um die eigene Verletzlichkeit teilen.*

So ist es.
Ich bin froh, dass er noch bei uns ist, der kleine Spatz, und wir alle unversehrt diesen schönen Maientag erleben dürfen.

* Aus einem Interview mit dem Biologen und Philisophen Andreas Weber in der Zeit: http://www.zeit.de/2015/14/leben-biologie-philosophie-andreas-weber

6 Kommentare zu “Quinquillieren

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