Laß es so

20140611_173451#1

Meine Gedanken segeln an einen Horizont aus Stoff.
Stille. Nichts rührt sich auf dieser Welt. Kein Lüftchen, Watte.
Das ist das Ende, der Blick in die Murmel, das Leben vor dem Leben.
Das Dazwischen, so hell.

Wo gestern es sprudelte, wo es sich drehte und wand,
Wo wir saßen, wir sprachen, auf der Bank, meine heißen Wangen, Herzklopfen,
Tränentropfen auf hellblauem Kaschmir, salzige Kristalle, Rotz. Aus tiefster Brust.
Verweilen für Stunden. Selbstgespräch. Wahn und Wahrheit. Erkennen.
Das zerrissene Tuch.

Bellende Hunde, spielende Kinder, April im März.
Heiserdunkler Falkenruf.

Nebenan eine Gitarre-  Let it be, laß es so.
Auf der Nachbarbank eine Lesende. Mein Gemurmel, bis ich sie bemerke (sowas machen immer nur die anderen).
Sie lächelt verständnisvoll. (Du hast keine Ahnung).

Später sitze ich mit B. da. Weitere Stunden. Sonne und Staub.
Paare, Gruppen, Rudel. Goldenes Abendlicht, sich neigender Tag.
Zwei Namensschwestern. Jetzt sitzen wir zu dritt.
Sitzen, besetzen, umsetzen.
Cappuccino, Berlingespräche.
Wandel, Wandel, Wandel.

4.500 der Quadratmeter.

Die Rote Insel ist inzwischen auch sehr begehrt. Wer hätte das voraus sagen können.
Man hätte es ahnen müssen.
Wir bleiben, es ist so schön hier.

5 Kommentare zu “Laß es so

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