#Limerick-Parade

Berlin, störrischer Esel
Eine Bloggerin aus Berlin,

die war äußerst reimaffin.
Ihr Kommentariat,
das schritt gleich zur Tat
und zauberte Limericks hin.

Ja, ich weiß, es holpert. Deswegen: denkt Euch bitte selbst Limericks, ganz gleich zu welchem Thema, aus und nutzt meine Kommentarspalte zum Veröffentlichen oder stellt die Limericks auf Euren Blogs ein. Ruft zum Mitmachen auf und verweist (bitte mit Link) auf diesen Beitrag.
Ich sammle das Ganze dann hier und veröffentliche später alle Limericks in einer Zusammenschau.
(Frau Montez, bitte machen Sie mit, ich weiß, dass Sie überaus begabt sind!)
Bin sehr gespannt, was hier zusammen kommt!

(Der Ortsname in der ersten Zeile wäre schon prima, ist aber nicht zwingend. Als Ort käme vielleicht auch Bett, Büro etc. in Frage).

Eine Reimanleitung und eine Sammlung von Limericks findet Ihr hier oder bei Wikipedia.

 

 

 

Foto: „Bundesarchiv Bild 183-S25043, Berlin, störrischer Esel“ von Bundesarchiv, Bild 183-S25043 / CC-BY-SA. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-S25043,_Berlin,_st%C3%B6rrischer_Esel.jpg#mediaviewer/File:Bundesarchiv_Bild_183-S25043,_Berlin,_st%C3%B6rrischer_Esel.jpg

98 Kommentare zu “#Limerick-Parade

  1. Macht und Liebe

    Gelegenheit macht oftmals Diebe,
    Ein junger Mann stahl sich die Liebe.
    Sie ließ ihn kalt
    Jedoch schon bald.
    Ein Narr, der dabei bliebe!

    So hat er lange nachgedacht
    Und sich fast um den Schlaf gebracht.
    Voll düst’rem Zorn,
    Nach achtzehn Korn,
    Ging er zurück und nahm die Macht.

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  2. Der holpert allerdings etwas. :-) Aber was soll’s! Solche Spiele machen mir total Spaß, da beginnt mein Gehirn augenblicklich zu hüpfen. Und sowas kommt dann dabei raus (ausgehend vom allerersten Gedanken, der mir kam, als ich deine Aufforderung las: Och nö …):

    „Och nö“, denkt die Dichterin, die, wenn
    sie dichtet, nicht fragen will: „Wie denn?“,
    „Wie soll ich?“ und „Kann ich?“
    und „Wie, bitte, bann ich
    in Worte, die nicht zum Davonrenn’n?“

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  3. Ein, je nun, nicht ganz dichter aus HIER
    (zeigt mit Finger auf Plan aus Papier)
    der hat, ohne Flachs
    einen ziemlichen Knacks
    und trinkt gern -wer erräts? Na Klar! Limo!

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  4. Da schiebt jemand ’nen Esel in Berlin,
    ein Anderer schaut gelangweilt hin,
    und ich soll hier Gedichte schreiben,
    kann reimen aber gar nicht leiden.
    weil ich kein Dichter bin.

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    • @ Joachim

      Der Dichter der reimen nicht leiden kann erinnert mich an Gernhardts Versagensangst:

      Ich leide an Versagensangst,
      besonders, wenn ich dichte.
      Die Angst, die machte mir bereits
      manch schönen Reim zuschanden.

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      • Gernhardt ist eine andere Liga
        (wo ist der Ort).
        könnte ich so schreiben, dann wär‘ ich wie ein Tiger.
        Alle Zweifel wären fort.

        So geb‘ ich’s auf, erzähle nur noch Geschichten,
        überlasse den Anderen (ganz ohne Neid) das Dichten,

        und erfinde lieber
        ein Märchen, vielleicht, hmm, vielleicht von Horror, Sex und Mord.

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  5. In meiner Stadt, im Bus am Park,
    da benahm‘ sich meine Kinder arg,
    nun wollt‘ ich ihre Laune vertreiben,
    weil quengeln kann ich gar nicht leiden,

    Und begann, ganz unbedarft:

    In einem wunderschöööönem Schloss,
    da lebte eine wunderschööööne Prinzessin.
    Eines Tages, da …

    hörte ein ein ganzer, total überfüllter Bus einem Märchen zu. Niemand drängelte mehr. Niemand schimpfte mehr. Da waren nur noch große Augen, bei alt, bei jung.

    Pha, wer braucht schon Gedichte… ;-)

    (ja ja, ich – ist schon okay).

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  6. Wie du weißt, habe ichs nicht mit der Form ;-)

    Verzweifelt bebloggt ein Desktopdenker
    unseeliges Treiben der Tatenlenker
    ungelenke, aber immer gerechte
    verklausulierte Kritik am Herrschaftsrechte.
    „Bedenkt mal mich ihr Gabenschenker.“

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  7. Liebe Tikerscherk,
    bei mir kommt allerdings nur sowas raus:

    Kennst Du denn vielleicht Kunigunde?
    Die frißt ja am Liebsten nur Hunde.
    Doch auch mal ein Pferd,
    so hab ich´s gehört,
    das zergeht so gut ihr im Munde.

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      • @DinahMarteGolch

        Du hast, im Prinzip Recht: eigentlich sollte ein Limerick einen Ort in der ersten Zeile nennen.
        Nun ist die Schreiberin aber ein sehr diskreter Mensch und plappert für gewöhnlich nicht Name und Anschrift ihrer Klienten aus. Möglicherweise sympathisiert sie sogar mit der Dame, denn immerhin, und das weiß ich aus sicherer Quelle, verzehrt sie selbst so grausige Sachen wie etwa Presssack (nicht nur des Namens wegen).

        Und zu guter Letzt ist Antiopina ein sehr uneigentlicher Mensch.

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      • :) seit Tikerscherk zu der Parade aufgerufen hat, sind aus meinem Hirn ganz absurde Limericks herausgekommen, einer schlechter als der andere, manche mit Ort und manche ohne. Kunigunde war der Favorit meiner Tochter, die übrigens seit 11 Jahren Vegetarierin ist. :)

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      • Wie der Reim hier in R. entstand,
        lag gar nicht so in meiner Hand,
        ich schrieb ja nur auf,
        was hierbei zuhauf,
        mein Hirn ganz plötzlich erfand.

        Du siehst, es gibt Kunigunde,
        nur wirklich in meinem Munde,
        sie ist nicht verkeht,
        und aß auch kein Pferd
        und liebt in echt ihre Hunde.

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        • @Antiopina

          Regelrecht erleichtert ist man da.
          Dachte in Eurem Leutfresserdorf ginge es jetzt schon den Tieren an den Kragen.
          Die Limerick-Parade hat mein Gehirn geschädigt- ich denke ständig in Reimen (tu ich sonst ja auch, aber dann in einem anderen Versmaß).

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    • Texte drängen nach Veränderungen, nie kann man „Fertig“ darunter scgreiben. Hier meine zweite (Verbesserte?) Fassung. Schöne Aktion übrigens…

      (zweite Fassung)

      Ein Dompteur tanzt peitschend vorm Tiger
      mit Peitsche sieht er sich als Sieger.
      Er spürt noch den Hauch
      und in Tigers Bauch
      da endet der Tigerverbieger.

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  8. Weil heut Fasnacht ist (und ich eingerostet bin …)

    Ein Mägdlein aus tiefster Provinz
    bei der dachten alle, die spinnt’s
    Sie sprach nur mit Tieren
    in ihren Quartieren
    weil, es fehlte der passende Prinz

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  9. Was ist denn, du Frau aus Drinnen,
    du führst dich ja auf wie von Sinnen!
    Dein Urteil – verzeih -:
    am Arsch mir vorbei!
    Ich hass´ inn´re Richterinnen.

    … ups, lenke ich mich etwa gerade von der Schreibarbeit ab …?

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  10. Limerick ist ja wie Ohrwurm! Einmal drin, rhythmisiert es den ganzen Tag!

    In einem Berliner Häuschen,
    da lebte ein kleines Läuschen,
    auf dem Kopf von nem Schreiberling,
    guckt auf seinen Schreibtisch hin
    und spielt ein bisschen Mäuschen.

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  11. Herr K. wohnt neben dem Halleschen Thore,
    kauft dort jedoch nie, weder Gras noch Schore.
    Herr K. ist schliesslich ein Ehrenmann,
    kauft nur, wenn er sich’s leisten kann,
    einmal im Monat Amore.

    (Und du fragst, warum ich zu nix komme^^)

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        • Zwischen Kreuzberg und Hasenheide. Und da verkaufen sie am Hundeauslauf aus Kinderwagen heraus.
          War mit meinem jungen Leih-Hund öfter im Auslauf. Der war da drin auch wie auf Koks! Schlimme Ecke, die Heide, sogar für Vierbeiner! (Und damit meine ich nicht die Junkies, die schon am Boden kriechen …)

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          • @dinahmartegolch

            Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung ziemlich alleine dastehe und irgendwie freue ich mich auch darüber, denn dadurch habe ich den Park beinahe für mich: ich liebe die Hasenheide und auch der Hund findet es super mit mir ganz oben auf den Hügel zu gehen, den fast niemand kennt.
            Wenn ich nicht in den Tiergarten gehe, bin ich dort anzutreffen und ich habe noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.
            Man muss den Eingang bei der Vatikanischen Vertretung nehmen und dann gleich am Hundefreilauf vorbei, den ersten Weg rechts. Dann sprechen einen genau drei Dealer an. Danach ist Ruhe.
            Sehr schön.

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    • @kiezschreiber

      Verfluchte Limericks. Krieg den Rhythmus auch nicht mehr aus dem Kopf.
      Als nächstes sind Sonette dran.

      Hier die Anleitung von Schlegel:

      Zwei Reime heiß’ ich viermal kehren wieder,
      Und stelle sie, getheilt, in gleiche Reihen,
      Daß hier und dort zwei eingefaßt von zweien
      Im Doppelchore schweben auf und nieder.

      Dann schlingt des Gleichlauts Kette durch zwei Glieder
      Sich freier wechselnd, jegliches von dreien.
      In solcher Ordnung, solcher Zahl gedeihen
      Die zartesten und stolzesten der Lieder.

      Den werd’ ich nie mit meinen Zeilen kränzen,
      Dem eitle Spielerei mein Wesen dünket,
      Und Eigensinn die künstlichen Gesetze.

      Doch, wem in mir geheimer Zauber winket,
      Dem leih’ ich Hoheit, Füll’ in engen Gränzen.
      Und reines Ebenmaß der Gegensätze.

      Und hier die Meinung Robert Gernhardts dazu:

      Sonette find ich sowas von beschissen,
      so eng, rigide, irgendwie nicht gut;
      es macht mich ehrlich richtig krank zu wissen,
      daß wer Sonette schreibt. Daß wer den Mut

      hat, heute noch so’n dumpfen Scheiß zu bauen;
      allein der Fakt, daß so ein Typ das tut,
      kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
      Ich hab da eine Sperre. Und die Wut

      darüber, daß so’n abgefuckter Kacker
      mich mittels seiner Wichserein blockiert,
      schafft in mir Aggressionen auf den Macker.

      Ich tick nicht, was das Arschloch motiviert.
      Ich tick es echt nicht. Und wills echt nicht wissen:
      Ich find Sonette unheimlich beschissen.

      Viel Spaß!

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  12. Eben bin ich – über Frau Wildgans – hier gelandet, finde das Blog richtig toll und möchte, da ich oft und gerne Limericks schreibe und auf „quersatzein“ poste, ein paar hier beisteuern…

    Mit lieben Valentinstagsgrüssen,
    Brigitte

    Herr Schneider, bei uns im Revier,
    der wünschte fürs Haus sich ein Tier.
    Es durfte nicht schnurren,
    nicht zwitschern, nicht knurren,
    drum schnitt er sich eins aus Papier.

    Frau Klüger aus Oberneuhausen
    lässt Vorsicht und Ansprüche sausen.
    Kein Mann ist geblieben.
    Sie will wieder lieben
    und nähm jeden reichen Banausen.

    Herr Junghans fuhr kürzlich von Bern
    per Zug für ein Date nach Luzern.
    Die Rose als Zeichen,
    die würde ihr reichen.
    Doch blieb sie dem Treffen dann fern.

    Frau Gut aus gehobenem Kreise
    isst knapp und ernährt sich stets weise.
    Doch wird sie gern schwach
    bei Gin, Rum und, ach –
    dann spricht sie halt nicht mehr so leise…

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    • Da freue ich mich gleich doppelt: fürs Lob und für die Reime- danke!
      Hast Du ein Blog, oder wie komme ich nach „quersatzein“?
      Deine Limericks jedenfalls haben mir gut gefallen- obwohl ich inzwischen ja schon ganz weich im Kopf bin vom vielen Dichten.

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