Wir Kinderlose

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gewohnt kinderlos verschiebt sich über die Jahre das Gefühl zu diesem Nicht.
Fruchtlose Liebe, der ungenutzte Körper, schmalhüftig, auch im Geiste.
Auf eine Weise luftig wie die flatternde Fahne damals in der Kieler Bucht.
Das hohe, klingelnde Geräusch der Drahtseile die gegen den Aluminiummast schlagen. Die Füße im Sand.

Kinder deren Namen seit langem bereit liegen.
Zusammengefaltete Flaggen. Sie gleichen Toten.
Ohne Gewicht der Atemzug, der sie von einem Leben trennt.
Ihr Verblassen. Wie einer den man davongehen sieht und nicht mehr erreicht.

Die Möglichkeiten, die in unseren Genen lagen. Im Zwischeneinander.
Diese Liebe, allein und nur für sie bestimmt. Ein Schacht. Werkzeug ohne Zweck.
In keiner anderen Wendung von Belang.
Das Eine. Das Verlorene. Verstorben vor dem ersten Schrei. Sein Tod und die Untröstlichkeit.
Grauer Linoleumboden. Verschatteter Grund. Nie wieder.
Georg für einen Jungen, Ida für ein Mädchen.
Das Licht der Welt.

(Der abgesägte Ast)

21 Kommentare zu “Wir Kinderlose

  1. Das Boot ist leer ! Kinderlosigkeit ist kein Problem für jene, die diese wählen. Ist das Kind da und man had sich mit ihm verbunden, dann fällt ein Leben ohne dieses Kind sehr schwer.

    Wir haben eine Fehlgeburt und und eine verstorbenen Tochter erlebt. Die erstere war nur traurig damals. Unsere verstorbene Tochter war schon fünfundfünfzig und wir vermissen sie jeden Tag.

    Ihr Leben war nicht einfach, aber sie hatte es gemeistert.

    Wir haben immer geglaubt, dass ein liebenes Paar auch Kinder haben sollten, die diese Liebe zum Ausdruck bringen.

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      • Es sollte „tongue in cheek“ sein. Milky Way und Nussecken sind ja wohl nicht die richtige Ernährung. Matthiehas Eberling wollte wahrscheinlich zum Ausdruck bringen, dass seine Kinder essen könnten was sie wollten. Ich nehme mal an seine Eltern haben ihn kurz gehalten.

        Unsere zweite Tochter nimmt es uns heute noch übel das wir ihr als Kind keine Bonbons oder Zuckerwasser (Limonaden) gekauft hatten.

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  2. Bevor ich mich hier als Mörder bezeichnen lasse, gibt’s sonntags noch CURRYKING extra scharf und gelegentlich eine Käsebretzel. Aber damit ist Schluss! Tikerscherk und ich wollen den Nachwuchs nämlich nicht verwöhnen.

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  3. Mei. Ich hatte mich eingewohnt, irgendwie. Du zeigst mir heute: Sechseinhalb Jahre sind keine lange Zeit. Bessere Worte als deine hätte ich auch nicht finden können, kann sie bis heute nicht finden.
    Chapeau.

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