Schei*endrecken, oder Rechtschaffen wütend

Surgical_stapler_&_cutter_linearDass die Kollegen in der anderen Klinik Murks gemacht haben sieht der Oberarzt auf den ersten Blick. Zuwenig weg geschnitten und das Ganze dann auch noch falsch vernäht und geklammert. Auch die dazu gerufenen Spezialisten nicken. Das muss noch einmal operiert werden, da führt kein Weg dran vorbei. Der Eingriff wird dieses Mal allerdings aufwändiger, eine andere Technik ist vonnöten, die verpfuschte OP hat Narben hinterlassen, die deutlich größere und auch risikoreichere Schnitte erfordern. Wie einschneidend es wirklich ist, wird man erst unter der Narkose sehen.
Eine deutlich längere Verweildauer ist einzuplanen.
Dieses Jahr wird das nichts mehr, aber für Anfang Januar könne ich gleich einen Operationstermin bekommen.

Sehr freundlich, aber da habe ich Geburtstag.

Kein Problem, dann eben in der Woche drauf.

Wäre ich keine Katastrophenchronistin, würde ich jetzt verzweifeln.
So aber fluche ich wie ein Seefahrer und freu mich drauf, wenn´s irgendwann vorbei und überstanden ist.

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(Bild: „Surgical stapler & cutter linear“ von ignis – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Surgical_stapler_%26_cutter_linear.JPG#mediaviewer/File:Surgical_stapler_%26_cutter_linear.JPG)

12 Kommentare zu “Schei*endrecken, oder Rechtschaffen wütend

    • Nochmal, ja.
      Ich plane aber den nächsten Eingriff solange rauszuzögern, bis es nicht mehr geht und mich in der Zwischenzeit zu erholen und den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden.
      Und wie ich die Tage und Wochen bis dahin genießen werde!

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    • Wäre mein Blog eine fiktive Geschichte, würde ich denken: nu trägt sie aber echt ein bisschen dick auf, die Autorin. Demnächst erleidet die Protagonistin wohl auch noch einen Herzstillstand, quatsch, hatten wir ja grad, dann halt den Angriff eines aus dem Zirkus entflohenen Tigers.
      Que sera sera…

      Herzlichen Dank für die guten Wünsche, ich bin und bleibe zuversichtlich.

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        • Merkwürdigerweise bin ich heute schon wieder ganz entspannt.
          Verdrängung wahrscheinlich.
          Insgesamt steckt mir aber eine solche Wut im Bauch, dass ich jetzt schon Mitleid mit dem Tiger habe, der versucht mich anzufallen.
          Das nächste Jahr wird spitze, kann ja gar nicht anders.
          Ich hoffe, das gilt für meine gesamte Leserschaft, und für Dich insbesondere.

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  1. Also dieses Gerät scheint wohl er dafür gemacht zu sein, dass dickvermummte Astronauten mit Klumphandschuhen ein paar gelockerte Bleche auf der ISS festtackern.
    Auch die Bezeichnung „Ethicon Linear Cutter“ kann nur aus dem Lande der folternden Euphemismen zu stammen.
    Nimm besser die Vollnarkose.

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