Die Welten der Anderen

800px-Pigeon_wingtipsViel zu selten verlinke ich andere Bloggerinnen und Blogger, obwohl ich immer weder auf Texte, Cartoons oder Fotos stoße, die mir sehr gut gefallen, die mich zum Nachdenken bringen, die eine Spur hinterlassen, und die ich eigentlich gerne teilen würde. Eigentlich.
Uneigentlich aber klicke ich mich dann immer weiter, bis ich schließlich ganz wo anders lande oder mich an Worten und Bildern regelrecht überfressen habe und die Kiste einfach nur zuklappen möchte, um mich am nächsten Tag ganz anderen, neuen, Texten zuzuwenden. Schade eigentlich.
Aber: Neues jahr, neues Glück,
Deswegen hier ein paar Links zu ausgewählten Blogbeiträgen, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind.
Viel Spaß beim Lesen und Schauen!

kreuzberg´d  Where the streets have no names
Über das Recyclen von Grabsteinen. Ich weiß noch nicht, wie ich das finden soll. Interessanter Beitrag jedenfalls.

Iris bluetenblätter geheime Formel
Iris hat eine geheime Formel gefunden. Sehr schön, mehr kann ich hier nicht verraten.

Cool pains Schwerelos
Pagophila schreibt darüber wie schwierig es ist sich nicht zu verlieren, kein creep oder weirdo im Großraumbüro zu sein, und über einen ganz besonderen Moment. Ihre Worte malen Bilder. Beeindruckend.

Notizen von JWD Saligia 
Frau Montez hält eine Predigt. Eine Gute. Eine die nicht nach dem Sinn des Lebens fragt, und die am Ende doch zu Tränen rührt, weil es uns so gut geht. Im Vergleich.

talking giants Laurent
Alexander Winter setzt seine Reihe „In bed with…“ fort. „Literaturkritik zwischen den Laken oder: go home with somebody, because they have books, and fuck ‘em!“
Dieses Mal ist es Laurent, der ein interessantes Buch Zuhause hat.

Von der Uni an den Herd Wie das halt so ist für einen Blogger
Molly erklärt, wie das so funktioniert mit der Blogstatistik, warum sie so wichtig ist, und was sie daraus ablesen kann.

Der Lindwurm Mitfühlende Mörder
Über die Scheinheiligkeit mancher Sterbehilfebefürworter.

Und dann noch dieses tolle Blog, auf das mich Stony netterweise aufmerksam gemacht hat.
Sehr schöne und tiefgründige Cartoons.
Hier gleich eine kleine Auswahl.

meta bene

http://metabene.blogspot.de/2014/10/220.html

http://metabene.blogspot.de/2014/10/217.html

http://metabene.blogspot.de/2014/09/205.html

http://metabene.blogspot.de/2014/06/170.html

http://metabene.blogspot.de/2014/05/160.html

http://metabene.blogspot.de/2014/02/097.html

http://metabene.blogspot.de/2014/01/80.html

 

 

(Photo via The Public Domain Review)

19 Kommentare zu “Die Welten der Anderen

  1. Oh, wie schade, daß kreuzberg’d in englisch ist! Das wenige, das ich verstehe, finde ich sehr, sehr interessant!
    P.S. Ein Freund hat Grabsteine als Gehwegplatten und als Garteneinfassung (geschichtet als kleine Mauer) Immer so, daß man die Inschriften nicht sieht, weil er es pietätlos findet, fände Jemand den Stein eines Verwandten bei ihm. Ich finde das sehr ok: Das Material ist gut, und sonst kommen die – ehrlich, er hat bei den Friedhöfen gefragt – auf die Müllkippe. Jedenfalls bei uns hier.

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    • Ja, ein tolles Blog. Da lerne ich als alteingesessene Kreuzbergerin noch jede Menge.
      Es lohnt sich da immer wieder rein zu schauen.
      Was Dein Freund da mit den Grabsteinen gemacht hat gefällt mir. Muss sehr interessant aussehen, diese verschiedenen Steine und Oberflächen.
      Zuerst erschien mir der Gedanke des Recyclens pietätlos. Inzwischen finde ich es, ganz im Gegenteil, richtig gut.

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      • Es gibt ja in Kirchen auch Grabplatten als Bodenplatten.
        Ich wusste lange nicht um die Symbolik: wie die Schrift langsam verschwindet, wenn viele Füße darüberlaufen, so verblaßt auch langsam die Erinnerung an den Menschen. Ich finde das sehr schön und gehe seither – wenn ich auch eher selten in Kirchen zu finden bin – ohne Skrupel, aber mit Bedacht einfach drüber, wo ich vorher um die Schriften herumgelaufen bin.

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  2. Da werden Grabsteine derart sinnvoll verwertet und ich habe mir über den Punkt noch nicht einmal Gedanken gemacht. Sehr interessant! Der Artikel über die Blogstastistiken ließ mich schmunzeln, da ich tatsächlich nur selten darauf schaue. Aber am Anfang habe ich mich doch erschrocken, weil 5 Leser meinen Artikel gelesen haben :-D. Nette Links!

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    • Die Straße mit den Grabsteinen werde ich in den nächsten Tagen einmal aufsuchen.
      Zuerst war ich unsicher, wie ich das finden soll. Inzwischen finde ich diese Art von „Teilhabe“ am öffentlichen Leben nach dem Tode richtig gut.
      Je länger ich blogge, desto uninteressanter wird die Statistik für mich. Früher beunruhigten mich starke Einbrüche bei den Leserzahlen.

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  3. Vielen Dank für die Erwähnung und vor allem für die guten Tipps. Außer Cool pains und meta bebe kannte ich keinen von ihnen. Viel guter Denkanstoß. Fast schon zu viel. *seufz* Aber das kennst du ja. ;-)

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  4. Die „geheime Formel“, sorry für die Überheblichkeit, die kenne ich schon lange. Allerdings schön geschrieben und sehr wahr. Ganz wie Schwerelos. Die Predigt aber gibt mir nichts. Ist doch eh‘ klar und heulen bringt nix. Und solche Statistik auch nicht, so zahlenbesessen ich auch bin.

    Was die Sterbehilfe angeht, ich weiß nicht, es gibt Gründe, warum ich lebe. Ohne diese Gründe… na? Ganz ohne an soylent green zu denken… ziehe ich mein Ding durch, Kommerz hin oder her.

    meta bene aber kannte ich schon. Großartig.

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    • Ach, sehr gerne, liebe Pagophila.
      Ich habe den Text inzwischen mehrmals gelesen, und ich liebe die Melancholie, die niemals ins Selbstmitleid rutscht, und diese Klarheit Deiner Sprache, die Bilder entstehen lässt. Dein Schlußsatz ist ein schönes Resümée.
      Wirst Du länger in Berlin sein?

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      • Berlin? Ich überlege die ganze Zeit, wie Du darauf gekommen bist… vielleicht wegen dieses Bildes auf meinem Blog, das sie mir mal geschickt hatte? Da war sie selber nur zu Besuch in der Hauptstadt. Nein, meine Tochter lebt in Nürnberg, wo sie gerade wieder zur Schule geht. Zum Studieren will sie dann nach Berlin, „und Du kommst mit, Mama!“ Mal sehen… schön wär’s… noch einmal irgendwo neu anfangen..:-)

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        • Hm. Wahrscheinlich war es das Bild auf Deinem Blog.
          Oder weil Berlin Dir gut stehen würde, so interessiert, wie Du bist.
          Wenn Deine Tochter tatsächlich nach Berlin zieht, und Du dann öfter Mal hier sein wirst, weisst Du aber schon, wen ich dann gerne zu einem guten Cappuccino einladen möchte!
          (Aber auch so, ganz unabhängig von den Plänen Deiner Tochter, natürlich!)

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