Gegengift

With your kiss my life begins

Schwert und Hand

Schwert und Hand (Photo credit: Ralphus P.)

Am Abend verlassen wir die Wohnung, um ein paar seiner Freunde im Gotischen Viertel zu treffen.
Seitdem wir diese verstörenden Fotos angeschaut haben, sitzen wir uns wie zwei Gefangene gegenüber. Mit jedem Satz versucht er wegzuwischen, was heute geschehen ist, und wieder herauf zu beschwören, was zwischen uns war, oder zu sein schien, ehe ich zu ihm nach Barcelona reiste.
Dabei ist der Traum schon am Flughafen zerplatzt.
Spätestens aber während der Autofahrt zu seiner Wohnung.
Er gefällt mir nicht. Der Funke ist nicht übergesprungen.
Seine Körperhaltung, sein Blick, dieser Bart und diese fürchterlichen Birkenstocksandalen.
Alles.
Und seine Erwartung an mich. Der Druck, seiner sehnsüchtigen Blicke und schmeichelnden Worte, durch die er mich zu gewinnen, oder ins alte Fahrwasser zu manövrieren versucht. Durchschaubar und fruchtlos.
Dass seine Mutter auf Fotos aussieht wie mein Zwilling, spielt überhaupt keine Rolle mehr. Aber genau das scheint er anzunehmen. Wahrscheinlich denkt er, dass sich alles einrenkt, wenn er mir nur oft genug erzählt, wie weit weg sie von ihm lebt.
Dabei ist mir das völlig egal. Es hat einfach keine Bedeutung. Ich liebe ihn nicht. So kurz, so schmerzhaft.
Soll ich ihm jetzt sagen, dass er so oder so nicht der Mann meiner Träume ist, dass ich mich getäuscht und das alles nur ein Irrtum war, oder soll ich ihn in dem Glauben lassen, mein einziges Problem sei, nicht mit einem Mann ins Bett gehen zu wollen, der in meinem Gesicht immer nur das seiner Mutter sehen würde.
Schulde ich ihm denn überhaupt eine Erklärung?
Ist das nicht manchmal so, dass man sich verpasst im Leben?
Wir kennen uns doch kaum, und dieser Überschwang und unsere Liebesschwüre waren nichts als Projektionen. Als Liebe getarnte Bedürftigkeit. Das weiss ich jetzt.
Eine Krankheit, die uns unerwartet angefallen hat, ein Rausch, für den er, der diesen Zustand überhaupt erst ausgelöst hat, nun ironischerweise das Gegengift ist.
Ein Irrtum, ja. So etwas kommt vor.
Er sieht traurig aus. Er ist traurig, ich weiss es. Ich bin es auch.
Ich vermisse die schöne Seele, der ich begegnet bin, und die ich jetzt nicht mehr finden kann.
Ich habe genauso viel verloren wie er. Wenn nicht mehr.
Und nun das.
Ich fühle mich bleischwer. Miserabel.
Schuldig.

 Im Barrì Gotic warten Melissa und Jorge auf uns.
In einem spanischen Lokal sitzen wir uns bei Kerzenlicht gegenüber.
Zwei Männer, zwei Frauen. So hat er sich das gedacht.
D. ist bemüht unterhaltsam und locker, lenkt das Gespräch auf politische oder literarische Themen, bei denen wir in zurückliegenden Telefonaten einer Meinung waren. Er möchte Übereinstimmung und Harmonie.
Ich spiele mit so gut ich kann, bin freundlich und interessiert. Aber es fällt mir schwer. Ich winde mich, mein Lächeln gerinnt zu einer Grimasse. An den Blicken, die die drei wechseln, merke ich, dass ich meine Sache nicht besonders gut mache. Meine Hilflosigkeit und mein Widerwille D. gegenüber sind mir anzusehen.
Trotzdem tun wir so, als wäre dies ein wunderbarer Abend, und benehmen uns wie aufgezogene Duracell-Äffchen, die weiter trommeln, bis die Batterie leer ist.
Es tut mir alles so leid.
Er tut mir leid. Von Herzen.

Auch der zweite Tag in Barcelona fängt beklommen an. Schnell fliehen wir aus dem Haus und nehmen das Frühstück in einem Bistro unweit seiner Straße. Wir rauchen, trinken Kaffee und lesen Zeitung.
Als er sich einen Espresso macchiato bestellt, frage ich ihn, was macchiato bedeutet. Er erklärt es mir. Es heisst „befleckt“. Spotted.
Befleckt, weil der Milchschaum mit Kakaopulver besprenkelt wird.
Befleckt, wie die Frau, die durch den lebensspendenden Samen ihre Jungfräulichkeit verliert. Im Gegensatz zu Maria. Immaculata, der Unbefleckten.  Mutter von Jesus. Gottes Sohn. Ein Jude.
Schon sind wir mitten im Gespräch, und ich bin erleichtert, dass wir wenigstens auf dieser Ebene zueinander finden.
Den Nachmittag verbringen wir in einem Café am Stadtstrand. Die Unterhaltung kreist um unsere Großeltern. Diejenigen, die fliehen mussten, und die, die dem Tätervolk angehörten. Was haben sie getan, und was nicht? Was war ihre Rolle, und wie bewusst haben sie sie ausgefüllt und später geleugnet?
Haben sich unser Leben nicht lange vor unserer Geburt schon berührt? Wurden nicht damals bereits die ersten Fäden aufgenommen, und miteinander verwoben, was schließlich zu unserer schicksalhaften Begegnung führen musste?
Die Schuld meines Volkes, führte zu dem Thema meiner Diplomarbeit, die Recherche hierfür in das Jüdische Forum, wo wir uns begegnet sind.
Seine Versuche durch die Beschwörung der Vergangenheit die Notwendigkeit einer gemeinsamen Gegenwart oder Zukunft ab zu leiten ignoriere ich, obwohl ich spüre, dass er Recht hat. Es gibt etwas, das uns seit langer Zeit verbindet, und ich kann das Leuchten in der Tiefe wieder sehen, aber es saugt mich nicht mehr in sich hinein.
Ich begehre ihn nicht. Er will es zu sehr.
Werden wir uns wiedersehen, wenn du übermorgen abreist?“ fragt er mich ganz unvermittelt, und ich antworte ohne zu zögern.
Nein, ich glaube nicht.“
Ich fühle mich grausam, als ich diese Worte ausspreche, und noch brutaler, als ich seine Reaktion sehe. Er leidet. Er ist traurig, und ich bin der Grund.
Ich nehme seine Hand.
Ich habe dich gern, D.“ sage ich „aber du merkst doch selbst, dass es nicht das ist, was wir beide erhofft haben.“
Für mich ist es das.“ sagt er.
Ich weiss.“
Wir halten uns weiter an den Händen.
Er schwitzt. Er quält sich.
Und ich bin schuld.
Auch die zweite Nacht verbringe ich auf dem durchgelegenen Klappsofa.

Am letzten Tag Touristenprogramm.
Sagrada Família, Parc Güell, Miró-Museum. Und noch einmal ans Meer.
Die Stimmung ist entspannter als gestern. Wir sind auf der Zielgeraden.
Morgen um die gleiche Zeit werde ich wieder in Berlin und diese Reise Vergangenheit sein. D. ein Gespenst.
Ich werde an meiner Diplomarbeit arbeiten. Interviews transkribieren.
Rauchen, ausgehen, küssen und mit fremden Körpern schlafen.
Und das wird ganz allein meine Angelegenheit sein.
Verschwendung statt Hingabe.

Nobody´s wife

Ärger steigt in mir auf. Ich merke, dass ich wütend auf ihn bin.
Ich gebe ihm die Schuld, aber ich weiss nicht genau woran.
Sein Bart, und diese Schuhe. Dieses beschissene Hemd. Seine feuchten Hände. Der schwüle Blick. Diese Enttäuschung. Wieso kann er nicht der sein, für den ich ihn hielt?
Ich fühle mich betrogen. Wie konnte ich mich so irren? Wie konnte er mich so in die Irre führen?
Schwüre, Versprechen. Liebe. Anmaßungen und Ansprüche. Das große Wir.
Die nächsten Stunden schaffen wir noch, danach werde ich ihn aus meinem Leben streichen. Unsere Mails löschen. Seine Nummer. Seine Adresse. Alles.
So ein Idiot.
Es ist so traurig.
Ich nehme seine Hand. Er lächelt mich an.

Am Abend sind wir zur Eröffnung eines französischen Restaurants in Eixample eingeladen. Nicht einmal jetzt hat er sich etwas anderes angezogen. Immer noch Jeans, kariertes Hemd und Birkenstock. Ich trage ein schwarzes Kleid und knöchelhohe Chucks.
An der Türe werden wir sehr herzlich von der Dame des Hauses empfangen und an einen schönen, kleinen Tisch gebracht. Über unseren Köpfen verströmt ein Jugendstilkandelaber sein warmes Licht.
Das Essen ist ausgezeichnet, wir trinken einen Premier Cru.
D. ist entspannt, beinahe schon gut gelaunt und in Plauderstimmung.
Er erzählt mir von seiner Arbeit. Den Herausforderungen und Unmöglichkeiten beim Übersetzen. Das Wort vivencia, zum Beispiel. Unübersetzbar. Experience reicht nicht im Ansatz an die eigentliche Bedeutung heran. Vivencia, da schwingt doch schon das ganze Leben mit, das sich darin zeigt und dadurch zugleich geformt wird.
Oder Tres tristes tigres von Cabrera Infante, beinahe unübersetzbar.
Die Palindrome. Was für eine Leistung!
Schon sagen wir uns gegenseitig alle Palindrome auf, die wir kennen, und übersetzen sie ins Englische. D. redet, rezitiert, fragt nach und lacht. Über „Die Liebe, ist sie Beileid?“, kann er sich kaum noch beruhigen. Wer kommt auf so etwas? Beileid, ausgerechnet!
Mit Tränen in den Augen freut er sich. Er ist so entspannt und fröhlich.
Ich schaue ihn an, und auf einmal durchfährt es mich.
Ein Stromstoß. Plötzlicher Schwindel. Druck in der Magengegend.

Da ist er wieder! Das ist er: der Mann, in den ich mich verliebt habe.

Mit einer atemlosen Wucht, schlägt dieses Gefühl über mir zusammen und erfasst mich ganz und gar.
Wie konnte ich ihn nicht sehen in den letzten 3 Tagen? Was war los mit mir? Allein die Stimme, der warme Klang. Dieser Mund, das Lachen, die weichen Lippen. Seine Hände.
In mir stülpt sich etwas nach außen. Ein Kelch öffnet sich. Glatt und purpur die Innenwände, dunkel der Grund. Alles sammelt sich darin. Die Sehnsucht, das Glück, das meinen Brustkorb sprengt, der Hunger, das Begehren.
Mein Blut singt.
Ich strecke meine Hand nach ihm aus.
Über den Tisch hinweg.
Sein überraschtes Gesicht. Ein fragendes Lächeln.

D. darf ich Dich küssen?“

Für einen winzigen Augenblick schweben die Worte im Raum.
Ein feiner Riss im Universum.
Licht strömt durchs Dunkel, bündelt sich. Gleißend.
Er greift nach dem Strahl. Nimmt ihn und richtet ihn auf mich.
Mit einem weiten Lächeln, das mich meint und das ganze Wissen und alle Liebe in sich trägt.
Er setzt die Spitze auf meinen Hals. Mein Blut pulsiert.
Ich winde mich in Erwartung.
Langsam beugt er sich nach vorne und lässt mich nicht aus den Augen.
Wie ein Spiegelbild tue ich es ihm gleich.
Die Spitze durchstößt meine Haut.
Ein Brennen.
Über den Tisch hinweg greifen wir nacheinander.
Unsere Gesichter nähern sich.
Ein Trichter. Ein Strudel, ein Sog.
Das Schwert bohrt sich langsam in meinen Hals.
Ich spüre den Schmerz. Das heisse Blut sprudelt.
Ich zittere.
Eisen.
Sein Atem. Unsere Lippen.
Der Riss schließt sich.
Alles wird schwarz.
Ich stürze ins Unendliche.

Erster Teil hier, zweiter Teil hier, und dritter Teil hier.

 Musik zum Text: David Bowie, Wild is the wind

31 Kommentare zu “Gegengift

    • ja, für mich schon. es ist das verlogene/verächtliche. das nicht offen sein. ich kann das kaum lesen, ohne dass ich denke: „frau, dann geh doch weg, wenn du denkst, dass der typ ein idiot ist. und zwar sofort!“

      Gefällt mir

      • Huch!
        Da muss ja entweder in meinem Text etwas gründlich daneben gegangen sein, oder aber beim Lesen.
        Denn der Text sollte meine gesamte Ambivalenz beschreiben und keinesfalls allein Verachtung.
        Die auch, aber nur ganz marginal.

        Aber verlogen? Da staune ich. Könntest Du mir die Stelle benennen, an der Du das festmachst? Ich würde sie dann gerne gegebenenfalls bearbeiten.
        Ich glaubte nämlich sehr ehrlich zu ihm gewesen zu sein. So sehr, dass ich mich schon grausam fühlte dabei.

        Dass man sich fragt, warum ich nicht gehe, kann ich eher nachvollziehen.
        Das hatte zum einen pekunäre Gründe, zum anderen habe ich vielleicht unbewusst auf den Moment gewartet, in dem der Schalter sich umlegen, und ich ihn wieder als den erkennen würde, in den ich mich verliebt hatte.
        Hat ja geklappt.
        Den Grusel allerdings kapiere ich immer noch nicht.
        Vielleicht verwenden wir den Begriff einfach unterschiedlich.
        Bei mir bedeutet er so etwas wie schaurig oder unheimlich. Bei Dir auch?

        Gefällt mir

  1. Darf ich mal ganz prosaisch fragen, was Dich davon abgehalten hat, dem Kerl die Birkenstocktreter verbal von den Füßen zu reißen, bevor Du – dramatisch schwarz gekleidet und gestiefelt – mit ihm das Haus verlassen hast? Noch dazu, wo Dir sein „fürchterliches“ Schuhwerk bereits im Vorfeld als kolossaler Abtörn quer wie eine Gräte im Schlund hing? Schüchternheit oder Höflichkeit kann es wohl kaum gewesen sein, denn dieselbe Frau bringt es in schonungsloser ‚Unhöflichkeit‘ (=Ehrlichkeit) fertig, die Frage nach einem Wiedersehen mit einem Nein „grausam“ zu beantworten.

    Oder war es vielleicht gar nicht dieselbe Frau?

    Gefällt mir

    • Die Antwort, liebe Mrs. Mop, ergibt sich aus der ganzen Situation.
      Er war nicht der, für den ich ihn hielt. Ich wollte ihn sowieso nicht wieder sehen.
      Wieso dann noch an seinem Bekleidungsstil kritteln, um den es nebenbei ja eigentlich gar nicht ging. Ich war entäuscht über die Entzauberung und suchte offensichtlich einen Grund dafür in Äußerlichkeiten, um ihm die Schuld geben zu können.
      Auch anderes Schuhwerk hätte zu dem Zeitpunkt meine Gefühle nicht ändern können (zumal ich mich weder damals noch heute ernsthaft für solche Äußerlichkeiten interessiert habe).
      Er musste sich entspannen, er selbst sein, damit ich ihn wieder gut finden konnte.

      Vielleicht war es aber auch gar nicht die selbe Frau, die das eine empfand und das andere sagte.
      Alles so lange her, und nichts mehr als Erinnerung, an einen Menschen, der ich längst schon nicht mehr bin.

      Gefällt mir

      • Das Thema Birkenstock durchzieht ja wiederkehrend den ganzen Text, fast wie eine Art running gag, da kann die Leserin schon mal in Versuchung kommen, sich (u.a.) auf den Bekleidungsstil zu fokussieren, selbst wenn „es um den nebenbei ja eigentlich gar nicht ging“. Schon klar, dass da eine Entzauberung stattgefunden hat, quasi ein Kurztrip unter dem ernüchternden Motto ‚Auf der Suche nach der verlorenen Anziehungskraft‘.

        Nur entwickelt die Thematik der Schuhe halt auch eine (vielleicht unfreiwillige? – auf jeden Fall amüsante) Eigendynamik, denn in welchem erzählerischen Moment stellt sich die verloren geglaubte Anziehung wieder ein? Exakt in jenem Moment, als die fürchterlichen Dinger nicht mehr zu sehen, weil unterm Restauranttisch verborgen sind. Das ist für den, der sich beim Lesen auf die Birkenstock-Fährte geheftet hat, dann doch eine mehr als gelungene Pointe.

        Gefällt mir

        • War mir nicht bewusst, dass das Thema Schuhe den ganzen Text durchzieht, und auch nach nochmaligem Lesen kann ich das nicht sehen. Liegt entweder daran, dass ich betriebsblind gegenüber meiner eigenen Schreibe bin, oder aber, dass Du da etwas siehst, wa es (so) nicht gibt.
          Oder gibt es noch eine dritte Möglichkeit, woran das liegen könnte?
          Eine Pointe sollte der Text nicht haben. Witzischkeit war nicht intendiert.
          Wie Du in anderen Komentaren sehen kannst, kann man den Text aber sogar gruselig finden.

          Gefällt mir

  2. Birkenstock gilt halt als deutsches Qualitätsprodukt, wie Daimler und BMW. Bis auf hier, wo es als Krankenpflegerinnenberufsbekleidung assoziiert wird :) Danke für die Fortsetzung, ganz anders, als gedacht.

    Gefällt mir

    • Danke für´s Lesen, vor allem bei so schönem Wetter.
      Er mochte es einfach bequem. Mit deutschen Produkten hatte er sonst eher seine Schwierigkeiten.
      Anders als erwartet, ja. Auch für mich.

      Gefällt mir

  3. @ Mrs. Mop

    Recht haben Sie, nun ist es gut. Aber schöne Replik, Respekt. Nur um meine Neugier zu stillen: Welcher Text wurde wie umgeschrieben?

    Gefällt mir

  4. Stiefel? Chucks? Birkenstock? Worum geht es hier? Typisch Frau, kann nie genug Schuhe haben…

    Oder geht es um die Frage der Mrs. Mop, warum den Typen nicht wegen seiner Kleidung verbal den Füßen reißen? Gute Frage.

    Ich weiß warum. Oh tikerscherk, das mit den Erwartungen ist immer so eine Sache. Ich glaube fast, Du hast ihn nach Belieben, wenn auch sicher unbewußt, geformt. Du musstest nur mit den Augen zwinkern und schon galt Deine Realität. Was soll ein Mann gegen eine Jeannie in inkognito schon ausrichten?

    Nein, das ist ganz sicher kein Vorwurf. Es gilt das Gegenteil; zumal wir es hier mit einem Text zu tun haben. Außerdem … (es fehlt etwas, sagen die Punkte)

    Gefällt mir

    • Ich glaube fast, Du hast ihn nach Belieben, wenn auch sicher unbewußt, geformt. Du musstest nur mit den Augen zwinkern und schon galt Deine Realität. Was soll ein Mann gegen eine Jeannie in inkognito schon ausrichten?

      Da irrst Du, Joachim.
      Ein Mann, den ich lieben wollte, darf sich nicht von mir formen lassen, noch mich formen wollen.
      Im Gegenteil.
      Jeannie inkognito? What do you mean?
      Und die Pünktchen am Ende versteh ich leider auch nicht, sie machen sich aber als freundliche Andeutung sehr gut.

      Gefällt mir

  5. Ich kenne dieses Gefühl der Enttäuschung/Entzauberung und des sofortigen körperlichen Widerwillen gegen den Mann. Was ich nicht kenne, ist, dass sich das auch noch ins Gegenteil verkehren kann. Ich dachte immer, es liegt an nicht zusammen passenden Pheromonen. Vielleicht hätte ich auch mal noch ein zweites Date nachschieben sollen…

    Gefällt mir

    • Naja, die Geschichte hier war ja weit mehr als ein Date.

      ich glaube, dass man im Leben oft an den tollsten Leuten vorbei geht, und sie nicht bemerkt, weil man zu sehr auf den ersten Blick vertraut.
      Andererseits sollen Pheromone tatsächlich eine entscheidende Rolle spielen.
      Aber können sie eine große seelische Verbundenheit überhaupt zerstören, nur weil sie nicht auf Fortpflanzung stehen?
      Will sagen: ich glaube, dass das zweite Date manchmal wirklich lohnt.

      Gefällt mir

      • Auch bei mir war es seinerzeit nicht nur ein Date. Stundenlange Telefonate, dutzende Mails, chatten usw… Eigentlich ganz ähnlich. Und dann stand er da- und war es einfach nicht. Auch nach dem Wochenende nicht… Ich fand mich damals total doof. Weil natürlich auch die Optik eine Rolle spielte… Spannend, dass es sich wirklich noch so umkehren kann!
        PS: Grusel finde ich darin auch keinen.

        Gefällt mir

        • @Christina

          gefiel er Dir nicht, oder waren es die Pheromone?
          Hattest Du kein Bild von ihm vorher?
          Dass es bei mir doch noch „geklappt“ hat damals, finde ich rückblickend auch erstaunlich.
          Ich erklärte es mir so, dass man sich eben in erster Linie in eine Seele verliebt und nicht in das Drumherum.

          Freut mich, dass es Dich nicht gegruselt hat.

          Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s