Empathie, Ekel, Schläge und ein Lebensmotto

Allgaeu_09_2005_ 002

Allgaeu_09_2005_ 002 (Photo credit: rs-foto)

Langsam wird es hier etwas sehr selbstreferenziell, aber was will man machen, wenn man immerzu mit Stöckchen beworfen wird?
Dieses kommt von der werten Frau Montez, und ich beantworte ihre Fragen gerne.

1. Was verstehst Du unter Empathie? Empathie ist für mich die Fähigkeit die Perspektive zu wechseln und in die Haut eines anderen Menschen schlüpfen zu können (und zu wollen). Daraus ergibt sich, zwangsläufig, dass ich versuche dem anderen Menschen keinen Schaden zuzufügen, und ihm unterstützend unter die Arme zu greifen, wo es mir möglich ist.
2. Ist Dir manchmal langweilig? Nein. Nur letztes Jahr im Allgäu. Da allerdings mit Vorsatz.
3. Hast Du mal jemanden geschlagen? Ja, einen Klassenkameraden meines Bruders, Oliver G. Es war in der Grundschule, und er lauerte meinem kleinen Bruder in den Pausen auf. Ich war 2 Jahre älter als er, aber nicht kräftiger. Eines Tages habe ich ihn auf dem Pausenhof abgefangen und ihn zur Rede gestellt. Dabei habe ich ihn geohrfeigt, um meine Warnungen glaubhaft zu machen. Vor seinen Freunden.
Seine heiße Wange unter meiner Hand werde ich nie vergessen. Kein schönes Erlebnis.
Mein Bruder hatte danach seine Ruhe, und Oliver ist noch zusammen gezuckt, wenn er mich sah, als wir beide bereits volljährig waren.
4. Kannst du eine Tanne von einer Fichte unterscheiden? Ich bin nicht sicher. Hat eine Fichte nicht weniger dichte und dafür hellere und längere Nadeln?
5. Vor was ekelst Du dich? Größere Spinnen (keine Weberknechte), Maden, Kot, Gedärme, Blut abnehmen
6. -gelöscht-
7. Welche war Deine erste Schallplatte? Das sind die ersten 5: Rolled Gold von The Rolling Stones; Babylon By Bus von Bob Marley, Easter von Patti Smith, The Specials von The Specials. London calling von The Clash.
8. Hast Du ein gutes Namensgedächnis? Und Gesichter? Ja, sehr gut. Beides.
9. Wo bist Du am Liebsten? Da wo die Menschen sind, die mir nahe stehen (Berlin, Frankfurt, Unterfranken). Landschaftlich: Allgäu, Tessin, Thüringen, Bretagne. Früher Barcelona.
10. Verkleidest Du dich gerne? Nein. Ich hab vor 10 Jahren manchmal Mottoparties veranstaltet. So wie „Hermannplatz“ oder „Uniform“. Mit letzterem wollte ich wahrscheinlich nur einem insgeheim gehegten Fetisch Raum geben. Inzwischen verkleide ich mich nicht mehr. Langweilt mich.
11. Hast Du ein Lebensmotto?
Ja. Es stammt aus dem Buch Berlin, Alexanderplatz. Gegen das Loch in der Welt, zur Bewältigung des ewigen Undsoweiters:
„Lebe, wie du wenn du sterbst wünsche wohl gespeist zu haben.“

Und hier sind 11 neue Fragen, die ich gerne beantwortet hätte von Pantoufle, dem Verfasser, dem HKF und dem Kiezneurotiker:

1.Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Oder wünschst du es dir? Warum?
2. Was verbindest du mit dem Wort „Heimat“?
3. Wenn du noch einmal anfangen könntest, welche Entscheidung würdest du rückgängig machen oder anders treffen?
4.Wie würdest du diesen Satz beenden: Pädophile sollten…
5. Und diesen: Sigmar Gabriel sollte..
6. Und zuletzt: Alice Schwarzer sollte…
7. Wenn du an einen Toten denkst, welche seiner Wünsche erscheinen dir wichtiger: die Erfüllten oder die Unerfüllten (angelehnt an Max Frisch)
8. Stimmt der Satz: Jeder ist seines Glückes Schmied?
9. Was bedeutet für dich Gerechtigkeit?
10. Wie beurteilst du die Rolle der Kirche in unserer Gesellschaft? Und wie die der Gewerkschaften?
11. Wenn du ein Buch wärest, was für ein Buch wärest du dann?

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11 Kommentare zu “Empathie, Ekel, Schläge und ein Lebensmotto

    • Danke für den Link! Eine Kiefer hätte ich auf jeden Fall erkannt. Lärchen auch.
      Bitte fühlen Sie sich nicht schlecht. Sie haben mich überhaupt nicht behelligt. Im Gegenteil. Ich fühle mich geehrt, und eine schöne Ablenkung war das auch.
      Ich habe nur in einem halben Jahr 4 Mal ein Stöckchen gefangen, und will niemanden mit meiner Nabelschau nerven.
      Ich glaube die Frage 6 lösche ich jetzt.

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  2. Pingback: Ein Stöckchen | Zurück in Berlin

  3. Pingback: Das Stöckchen muss weg.(II) | Was weg muss

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