Vom Hinundhergezogenwerden (Wo liegt eigentlich Babylon?)

Ich reblogge sehr selten Artikel aus anderen Blogs. Dieser hier hat mich bewegt.
Er spricht eines der zentralen Themen jedes Lebens an: Heimat.
asallime schreibt über ihr Leben im Exil.
Unbedingte Leseempfehlung!
Bitte view original am Ende des Textes anklicken, da geht es nämlich weiter.

asallime

„Es ist ein ständiges zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Kopfes Denken und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Hirns Empfinden und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Charakters Hinundhergezogenwerden.“

Thomas Bernhard/ Alte Meister

Mein Vater arbeitete in den 1970er Jahren für den iranischen Geheimdienst. Er war damals jünger, als ich es heute bin. Ich mache daraus kein Geheimnis, wie man hier sieht, aber ich spreche auch nicht allzu gerne darüber. Das liegt weniger an der Tatsache, dass er dort arbeitete, als daran, dass ich so gut wie nichts darüber weiß. Ich fühle mich auf eine seltsame Art und Weise nicht mit dieser Geschichte verbunden, als hätte ich nur darüber gelesen und es für nicht allzu relevant für mein Leben befunden. Wann immer ich es aber doch erwähne, scheint mein Gegenüber von mir eine eindeutige Haltung, ein Urteil über ihn und den SAVAK zu erwarten. Das habe ich bisher verweigert und mich gleichzeitig…

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8 Kommentare zu “Vom Hinundhergezogenwerden (Wo liegt eigentlich Babylon?)

  1. Mensch, das ist ja was! Ich habe gerade deinen High-Noon-Text gelesen und mir das Lied zwei Mal angehört,weil es doch wirklich sehr schön ist und so gut zu meiner Stimmung heute Abend passt… und dann sehe ich das! Vielen Dank, liebe tikerscherk, ich bin total gerührt und fühle mich geehrt. Und freue mich, dass dieser Text, den ich beinahe nicht gepostet hätte, dir was sagt.

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    • Dieser Text hat mich wirklich bewegt. ich habe dazu Einiges zu sagen, aber ich möchte erst darüber schlafen, und hoffe, dass ich dann die richtigen Worte finde.
      Gut, dass du ihn veröffentlicht hast. Danke!

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      • Ging mir bei deinem Text auch so… das Problem mit Kommentaren ist, dass sie sich schnell wie Blabla anhören… zumindest kommt es mir oft bei meinen eigenen so vor. Über die Kommentare anderer freue ich mich eigentlich immer, ich warte regelrecht auf sie. Denn der Austausch macht es ja erst richtig schön und lohnenswert. Also, auch wenn ich nicht viel schreibe, du weißt, glaube ich…

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    • Nein, gar nicht! Es fällt mir schwer, etwas dazu zu schreiebn, weil du über etwas schreibst, was mir fremd ist, was ich nicht kenne, was mich abersehr angerührt hat. Heimat, Zuhause, die sich, wie du es schreibst in Familienfeiern, kleinen Gegenständen auf der Kommode usw. zeigen, ist ein wichtiges Thema, auch in meinem leben. Obwohl niemand in meiner Familie im Exil war, habe ich große Angst vor dem Verlust von Heimat.

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