Deutschland ist schön

Manchmal verreise ich mit dem Auto.
P1300571Einmal machte ich hier Halt:

Foto 1Das ist die Autobahnraststätte Rodaborn an der A9 bei Triptis. Sie liegt in Thüringen, und wurde 1936 eröffnet. Die Raststätte bietet Thüringer Würstchen für ihre Gäste an.
Dass die Gier nach Fleisch sich nachteilig auf die Gesundheit auswirken kann, ist bekannt.
Wikipedia berichtet:
„Die maximale Anzahl an Konzessionen für Raststätten an der A 9 ist zwischenzeitlich vergeben, so dass die ehemalige Raststätte Rodaborn heute ein Metallzaun vom angrenzenden Autobahnparkplatz trennt. Regelmäßig machen Autobahn-Reisende in Rodaborn halt. Da diese oft gefragt hätten, ob sie etwas kaufen könnten, hat die Besitzerin eine Glocke auf der Parkplatzseite aufgehängt. Wegen des Zauns und weil sie von der Autobahn aus nicht erreichbar ist, geriet die ehemalige Raststätte immer wieder in die Schlagzeilen. Im Juli 2012 wollte ein Mann, um zum Bratwurststand zu gelangen, über den Zaun klettern. Dabei blieb er mit seinem Ring am Zaun hängen und riss sich einen Finger ab.“
Das Leben schreibt immer noch die interessantesten Geschichten.

Musik zum Text: Rainald Grebe, Thüringen

12 Kommentare zu “Deutschland ist schön

  1. Hätte ich nicht gedacht, Du in einem babyblauen Benz durch Thüringen (*lach*). Die Drahtzäune mit Spitzen nach oben sind gefährlich. Das ist nicht der einzige Finger der daran hängen blieb. Hauptsache die Wurst schmeckt, für Dich gab es wahrscheinlich Kartoffelsalat.

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    • Hättest Du nicht gedacht? Wieso nicht?
      Das ist ein wunderbar ausgebauter (himmelblauer) Bus, mit dem es sich mit einer Spitzengeschwindigkeit von 101 km/h schön durch die Gegend schaukeln lässt.
      Wahrscheinlich haben die nur Kartoffelsalat mit Speck. Da esse ich lieber nix :-)

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  2. Ein hübscher Kessel Buntes… – Die Geschichte wäre eine gute Steilvorlage für ein Splatter Movie. Da ließen sich auch Dein tolles Reisemobil und Rainald Grebe einbauen. Ach ja, wo David Bowie nicht schon überall drübergeflogen ist…

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    • Ein Kessel Buntes :-)
      Rainald Grebe habe ich, bei einer Reise durch Thüringen, open-air in Jena gesehen. Die ganze Stadt war auf den Beinen, um ihn zu sehen. Als er Thüringen sang, kannte die Freude keine Grenzen. Die Leute haben Humor.
      Ich habe die Raststätte dewegen fotografiert, weil ich es so grotesk fand, dass diese traurige Einrichtung sich damit brüstet als erste an der Reichsautobahn gestanden zu haben. Und Wikipedia widmet dieser Anekdote um Rodaborn auch noch ein paar Zeilen.
      Ich glaube ich werde in Zukunft meinen Fokus ein bisschen auf Autobahnraststätten verlagern.
      Und den Bowie behalte ich auch im Auge…

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  3. An dieser Raststätte bin ich vor der „Wende“ auf dem Weg nach Bayern („Denken Sie daran, Sie fahren weiter durch Deutschland“) oft eingekehrt, sie wurde damals von einem ausgezeichneten sozialistischen Kollektiv betrieben, das sich tatsächlich um die Gäste auf fast familiäre Art bemühte (liebevoll handgebastelte Speisekarten). Es gab Köstritzer, das Essen war OK und der knackige Rotkohlsalat war auch fast immer im Angebot.

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