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Computer

Computer (Photo credit: Joachim S. Müller)

Trotz Brandverletzung und Mandelentzündung habe ich mich heute zuerst in die Freidrichstraße, von dort zur Kulturbrauerei, und dann an den Ernst-Reuter-Platz geschleppt um dem Grauen ein Ende zu bereiten.

In Wahrheit  habe ich mich überhaupt nicht geschleppt, sondern bin in bester Stimmung von einem Laden zum nächsten geeilt, bis im Flagstore das gewünschte Gerät vorrätig war. Um 19.40 h war ich drin, um 19.52 h wieder draußen.Zusätzlich zum Laptop, habe ich noch dies und das bekommen, und natürlich jede Menge Leerzeichen, und funktionierende Tasten.

Der alte G4 kommt jetzt ins Museum, und der frisch zerstörte Rechner ist irreparabel. Elektroschrott. Schade drum.
Ich kann aber jetzt wieder schreiben.

Wenn ich noch die Rechnung hätte, würde sogar die Haftpflichtersicherung der Freundin zahlen, die das kochende Wasser verkippt hat.

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Klapprechnerhavarie

ZumGlückwar es nur heisses Wasser,dassich gestern auf meinen Laptop, meinenlinken Arm und meine Beine ergossen hat.

Deutsch: große Brandblase auf männlichem Handr...

DieFreundinhatsichauch100mal entschuldigt.War jakeineAbsicht.Weiß ich doch.
Dem Rechnerhat esmehrgeschadetalsmeinerHaut,undsoschreibeichwiedermitmeineruraltenGurke, bei der die Leertaste nurmanchmal, und auchnurmit viel Nachdruck funktioniert.
Vielleicht werdeich,wieDjangoReinhardt nach denverheerenden(ich mag

Portrait of Django Reinhardt, Aquarium, New Yo...

Portrait of Django Reinhardt, Aquarium, New York, N.Y. (Photo credit: Wikipedia)

dasWort)Brandverletzungen,dieersichbeieinemWohnwagenbrandzuzog,nuneineganz neueTechnik des Schreibenserfinden,wobei mirimMoment nochunklarist,welcheVirtuosität  ichohnedieLeertaste entwickelnkönnte.
WennwenigstenseinBuchstabe nicht funktionierenwürde.Das r, dase.oder dasn. Das wäreeineechte Herausforderung.Aber so.
DerRechner,denesgesternerwischthat,würde jagernewieder arbeiten.
Nur eineTasteist hierdefekt: dieshift-Taste(soheisst diedoch,mit der manauf Großbuchstaben umstellt,oder?)
NachdemHochfahren soll ichdas Benutzerpasswort eingeben.Großbuchstaben werdennicht akzeptiert. Das Dingkann aber z.Zt.nur nochgroß schreiben.Undso kannichmichnicht mal einloggen.
Nie hätte ich geglaubt,dass Groß undKleinschreibung sowichtigseinkann.Nicht fürdieSchule,für´sLebenlernenwir.
Jetztmussichdas Dingzuappleschicken,diedannallemeineDatenandie NSA weitergeben.Machtnix,habjanixzuverbergen.Sonst würdeichja nicht bloggen
ZumGlückhabeichwenigstensvor2WocheneineSicherheitskopieallerDatengemacht.
Wenn ich mir sehr viel Mühe gebe, und mir viel Zeit nehme, dann schaffe ich es,durch sehr gleichmäßigen Druck mit beiden Daumen, einen passablen und lesbaren Text  zu schreiben.
Geduld ist aber keinemeiner Stärken,und ichbin zujungfür Zeitlupe.
Alsohabt bitte Nachsichtmitmir,unddrückt maldieDaumen,dass derLaptopnochsogut durchtrocknet,dass alleswieder geht.

Ihr werdet merken,wannessoweit ist.
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P.S.: das ist nicht meineHand,sonderneine „große BrandblaseaufmännlichemHandrücken“,wieWikipediaschreibt.
Hab ich extra sokleingemacht,weildas fiesaussieht

Bilder einbinden sahauch mal besser aus.Macht aber jetzt auchschon nix mehr.

Automatisch

Immer wieder ärgere ich mich über die unfreundlichen Damen, die in meiner Postfiliale übellaunig ihren Dienst verrichten.
Bei der Abholung eines 28 kg schweren Paketes mit Katzenfutter, beispielsweise, wurde mir, als ich darum bat die posteigene Sackkarre für den Transport zum Auto leihen zu dürfen, kaltschnäuzig erklärt, ich solle eben im Supermarkt einkaufen und nicht im Internet bestellen, dann hätte ich solche Probleme nicht. Nein, die Karre könne man mir, auch gegen Pfand, keinesfalls ausleihen.
Dann lasse ich das Paket halt hier stehen. Ganz einfach.
Plötzlich ging´s.
An manchen Tagen habe ich aber einfach keine Kraft, für jeden Mist soviel Anlauf nehmen, und derartig viel Energie vergeuden zu müssen. Außerdem gefalle ich mir schmallippig nicht. Bitterkeit frisst sich auf Dauer in die Gesichtszüge, und die kann man nicht überfärben (Tipp: ÖPNV nutzen und staunen)

Deutsch: DHL Packstation der etwas groesseren ...

DHL Packstation. (Photo credit: Wikipedia)

Die Lösung des Postproblems ist die Nutzung einer Packstation, dachte ich.
Nur noch bei der Abholung von Einschreiben müsste ich mich dann den Launen der misanthropischen Rothaarigen aussetzen.
Morgenluft!
Nach Erhalt der online beantragten goldenen DHL-Karte, marschiere ich mit 2 Paketen unter dem Arm die Wrangelstraße entlang, Richtung Skalitzer Straße. Vorbei an der Long March Canteen, vorbei an Lidl und vorbei an Mc Donalds mit dem gut besuchten Mc Café.
Kreuzberg, was ist aus dir geworden?
Vor der Postfiliale wenigstens lungern noch die immer gleichen Punks mit ihren Hunden herum. Sie sitzen im Kreis auf dem Boden, trinken das ewige Sternburger und beobachten das Straßenleben im Schatten der alten Platanen und des Viaduktes der U-Bahn, der die Skalitzer Straße der Länge nach teilt. Gleich hinter dem Eingang befindet sich linkerhand die Packstation, die ich bislang nie wahrgenommen hatte, weil sie sich lückenlos in die gelben Postfachreihen einfügt.
Automaten zu bedienen macht mir grundsätzlich Spaß. Egal ob sie Zigaretten, Kondome, Schwangerschaftstests, Süßigkeiten, Fahrkarten, oder Getränke ausspucken. Es ist immer toll, wenn was rauskommt.
Eine Packstation ist aber etwas Besonderes. Sie gibt nicht nur Pakete aus, sie nimmt auch welche in Empfang.
Bin gespannt, wie das funktioniert. Werden meine Pakete  in die vorgesehenen Fächer passen? Wird der Automat mir mit dem gleichen Menschenhass, wie die Dame von der Post begegnen, und mir am Ende nicht nur keinen Beleg ausdrucken, sondern auch noch Töle verschlingen, die unbemerkt in ein bodentief gelegenes Paketfach gekrochen ist, um irgendwelche Krümel aufzulecken, um dann verklappt, verschickt und für immer vermisst zu werden?
Ein Bildschirm fordert mich auf ihn zu berühren, eine Auswahl zu treffen (Paket versenden), im Anschluss die DHL-Karte in den Schlitz zu schieben und schließlich die PIN einzugeben.
Ob ich Sendungen frankieren möchte?  Nein, sind schon.
Als nächstes muß die Sendung vor ein entsprechendes Fenster halten und dort scannen lassen.
Ich warte darauf, dass ich gefragt werde, wie groß das Paket ist, und ob ich ein kleines, mittleres oder großes Fach benötige.
Doch soweit kommt es nicht. Das Display meiner Packstation lässt mich wissen, dass leider alle Fächer belegt sind.
Das hat der Automat eben erst gemerkt? Wieso dann zuerst das PIN- und Frankiergehabe?
Frustriert schnappe ich meine Pakete, atme ein und betrete die Schalterhalle der Post.
Ich bin früh dran, es ist kein Zahltag, und so ist es heute ziemlich leer hier. Wenigstens das.
Am Tresen steht, mit verschränkten Armen, die Rothaarige und wirft ihren Reptilienblick in die Runde.
Neben ihr eine kaugummi-kauende Kollegin.
Ich reihe mich in die Schlange ein. Es geht zügig voran.
Dieses Mal habe ich Glück, und erwische die Kaugummifrau, die mich nicht anschaut, mir die Pakete abnimmt, meine Belege in die Hand drückt und mich schnell loswerden will.
Auf meine Frage, was mit der Packstation los sei, erhellt sich ihr Gesicht, und sie antwortet sichtlich zufrieden. Die Leute holten ihre Pakete nicht ab, und die Fächer seien deswegen immer belegt. So einfach ist das.

Bundesarchiv Bild 183-60958-0001, Berlin, Post...

Bundesarchiv Bild 183-60958-0001, Berlin, Postamt O 17, Paketentladung (Photo credit: Wikipedia)

Tja, was will die Maschine machen, wenn der gemeine Kreuzberger nicht mitspielt.
Töle und ich verlassen die Post, und machen uns auf den Weg Richtung Alex.
In der Annenstraße kommen wir an der nächsten Packstation bei der Kaiser´s-Filiale vorbei, und ich sehe
zufällig, wie eine Frau dort ein kleines Paket entnimmt.
Hier ist Mitte, denke ich. Da holt man seine Päckchen ab.
Ich beschließe in Zukunft gleich hierher zu kommen. Allerdings, so gebe ich mir selbst zu bedenken, würden im Falle, dass auch hier die Fächer voll sein sollten, nicht einmal die mürrischen Damen der deutschen Post zur Verfügung stehen, und ich müsste mein Paket weiter mit mir herumschleppen, was lästig wäre.
Ich bin unentschlossen.
Nur einen Tag später erhalte ich eine Email von Dirk Sebastian (Marketing DHL Marktkommunikation), überschrieben mit: Ihre Packstation vermisst Sie
Wollen die mich foppen? Gestern der Paket-Ärger, heute diese Mail?
Geduldig wird mir der ganze Ablauf des Versendens noch einmal haarklein erläutert. (Der Grund meiner Pack-Abstinenz muss in der Unfähigkeit Automaten zu bedienen begründet liegen)
Die öffnungszeiten-unabhängige Verschickung sowie die geringeren Portokosten sollen mich von den Vorteilen der Packstation überzeugen.

Deutsch: Arbeitslose (Gemälde, Öl auf Leinwand...

Deutsch: Arbeitslose (Gemälde, Öl auf Leinwand, 1930) (Photo credit: Wikipedia)

Klar, denke ich, euch geht es gar nicht schnell genug eure Leute zu entlassen, und schon tut mir die Rothaarige, die ihre Kundschaft tagein, tagaus triezt, wieder leid.
Will ich das hier im Gentrifizierungskiez mitverantworten?
Nein, das will ich nicht.
Ich werde meiner Postfiliale die Treue halten, und den Kotztüten Damen hinter dem Tresen fortan mit dem guten Gefühl begegnen, dass ich es Ihnen, trotz ihrer Defizite im sozialen Bereich ermögliche, sich weiter auf dem ersten Arbeitsmarkt austoben zu dürfen.
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

Hammondorgel

Unweit des Treptower Hafens, können Senioren im Garten des Gasthaus Zenner, mit Blick auf die Insel der Jugend, ausgelassen das Tanzbein schwingen. Und das tun sie auch, mit deutlichem Frauenüberschuss.

Seniorentanz

Am Hafen selbst vibriert die Hammondorgel, gespielt und besungen vom Duo Wasweißich, die Gäste in den Schlaf, und der Kaffee wird mit Kondensmilch serviert.
Kinder kann man mit Nutella-Crêpes ruhig stellen, Touris kommen im Souvenirladen und beim Tretbootfahren auf ihre Kosten. Wer Fisch mag, geht zur Hafenräucherei, und isst ein Brötchen mit Bismarckhering, Butterfisch, Räucherlachs oder Forelle.
Um Hundebesitzer kümmert sich das Ordunungsamt.

ORDNUNGSAMT FUCK OFF

BB11 Ordnungsamt 2

Trotzdem bin ich gerne dort.
Üblicherweise spaziere ich mit Töle durch den Görlitzer Park, quere die Schlesische Straße, um dann am Ufer entlang, über den Hafen und den Treptower Park zum Plänterwald zu gelangen, wo ich mich jedes Mal über die Reste des alten Vergnügungsparks mit dem Riesenrad und den großen Dinosaurierfiguren, die verloren und gespenstisch mitten im Wald stehen, freue.
Mit Hin- und Rückweg sind wir gute 3 Stunden unterwegs, weil ich meist auch einen Abstecher zum Sowjetischen Ehrenmal mache, das auf der anderen Seite der Puschkinallee gelegen ist.
Irgendwann bekomme ich dann Hunger, und obwohl ich mir aus Süßkram und Gebäck eher wenig mache, weil das meiste, was so auf dem Markt ist einfach nur nach Mehl, Backpulver und Zucker schmeckt, steuere ich zielstrebig eine der kleinen Buden am Hafen an, deren Name derartig postinfantil oder präsenil oder beides ist, dass man ihn nicht aussprechen mag.
Schreiben geht: Oma Purzelchens
Ja, ich weiß. Ich schäme mich mit.
Oma mag zwar kindisch sein, aber backen kann sie. Verkauft wird das Gebäck, darunter auch Quarkkeulchen, von einer jungen Frau.
Und: die Kuchen! Diese Kuchen! Viele lactosefrei, manche ohne Gluten, einige mit Selters gebacken. (Mir eigentlich egal, ich vertrage das alles prima. aber andere freut´s, und dann freut´s mich mit).

"Lactose"

„Lactose“ (Photo credit: Scuddr)

Und alle sind sie gut. Nicht zu süß, nicht zu trocken, nicht zu fett. Kein Backpulvergeschmack.
Der lactose-, mehl-, butter/öl-freie Kartoffelnusskuchen schmeckt, so freudlos er auch klingt, fabelhaft.
Schön feucht, dicht gebacken, schwer und perfekt komponiert.
Mit Gebäck auf der Hand und Sonne auf dem Scheitel,  fühle ich mich vom Leben bevorzugt, und beinahe könnte ich, mit Blick auf die endgültig eigenheim-verbaute Halbinsel Stralau, dem agonischen Spiel der Hammondorgel etwas abgewinnen.

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In eigener Sache:

(Diese großen Lücken im Text, die ich auch schon in anderen Blogs bemerkt habe, treten immer nach Einbinden von Bildern auf, sind aber nicht mehr zu beseitigen, weil dann auch die Bilder gelöscht werden.
Vielleicht muss ich ein Upgrade für mein Theme bei WordPress kaufen, oder weiß jemand was besseres?)

Das Berliner Schloss

Berliner Schlüssel, Doppelschlüssel, nur in Be...

Berliner Schlüssel, Doppelschlüssel, nur in Berlin verwendet (Photo credit: Wikipedia)

Um ein Berliner Schloss aufzuschließen, braucht man einen Berliner Schlüssel.
Dieser unterscheidet sich von herkömmlichen Schlüsseln durch das Vorhandensein zweier identischer Bärte.
Nach dem Aufschließen des Schlosses, muss man den Schlüssel ganz durch das Schloss stecken und von der anderen Seite abschließen um ihn wieder heraus ziehen zu können.
Der Schlüssel lässt sich zudem nur bei geschlossener Türe herumdrehen. Man muss also die Türe schließen, bevor man das Schloss wieder verriegeln kann.
Ausgetüftelt wurde das Ganze von dem Berliner Schlossermeister Johann Schweiger, der damit den Traum vieler Hausbesitzer wahr gemacht hat: jeder Bewohner muss die Haustüre gleich nach dem Aufschließen auch wieder abschließen (Schließzwang).
Nur mit einem speziellen Hauswartschlüssel kann der Schließzwang ausgeschaltet werden.
Schweigers Firma, die Albert Kerfin & Co GmbH, meldete den Doppelbartschlüssel vor 101 Jahren, also 1912 zum Patent an, welches 1925 erteilt wurde.
Besonders nach 1945 wurden unzählige Berliner Häuser mit dem einzigartigen Schließsystem ausgerüstet.
Vor allem in Arbeiterbezirken wie Kreuzberg und Wedding hatte schon bald die Mehrheit der Einwohner einen Doppelbartschlüssel in der Tasche.
Zur Befestigung am Schlüsselbund wurde eine spezielle Halterung erfunden, aus der er bei Gebrauch schnell ausgehakt werden konnte.
Der Weddinger Familienbetrieb Kerfin (gegr.1893) produziert ihn bis heute., die Nachfrage indes ist, dank neuerer Systeme, stark gesunken.
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Als Gegnerin des Schlossbaus, freue ich mich ganz besonders, die Suchmaschinen mit diesem Text füttern zu können.

Bundesarchiv Bild 183-07964-0001, Berlin, Berl...

Bundesarchiv Bild 183-07964-0001, Berlin, Berliner Schloss, Ruine (Photo credit: Wikipedia)